Katholische Soziallehre

Bischof Laun: Der UN-Migrationspakt steht im Gegensatz zur katholischen Soziallehre

Der emeritierte Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat den UN-Migrationspakt, der in der kommenden Woche auf einem internationalen Gipfel in Marrakesch angenommen werden soll, auf der Grundlage der katholischen Soziallehre kritisiert. Die aus Sicht der Soziallehre entscheidende Frage nach den Folgen von Migration für das Gemeinwohl der betroffenen Staaten spiele in dem Dokument keine Rolle. […]

Katholische Soziallehre

Kardinal Marx: Christlicher Patriotismus als Dienst an Europa

Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat vor einigen Tagen in Danzig den polnischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus gewürdigt. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung des Patriotismus für den europäischen Gedanken und rief Christen dazu auf, „im guten Sinn des Wortes Patrioten“ zu sein. Dies sei Teil des christlichen Dienstes in der Welt. […]

Herausforderungen

Kacem El Ghazzali: Antirassismus als postchristliche Ersatzreligion

Der aus Marokko stammende atheistische Publizist Kacem El Ghazzali setzt sich heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ mit der Ideologie des Antirassismus auseinander. Dieser sei eine „Religion der radikalen Linken“, die auf der Grundlage eines säkularisierten Zerrbildes des christlichen Konzepts der Erbsünde den „weißen Mann“ zum Träger des Bösen in der Welt erkläre. Indem diese Ideologie die großen Werke europäischer Kultur unter Verdacht stelle und bekämpfe, raube sie den Völkern der Welt eine Möglichkeit der Entwicklung und fördere „Tyrannei und Unfreiheit“. […]

Katholische Soziallehre

Parviz Amoghli/Alexander Meschnig: Selbstbehauptung als Voraussetzung des Gemeinwohls

Die Autoren Parviz Amoghli und Alexander Meschnig analysieren in ihrem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel „Siegen“ den Verlust der Fähigkeit europäischer Gesellschaften zur Selbstbehauptung. Die Ursachen dafür seien vor allem geistig-kultureller Art. Gesellschaften, die sich nicht gegen Herausforderer verteidigen wollten, könnten nicht nachhaltig sein. […]

Katholische Soziallehre

Ludger Schwienhorst-Schönberger: Christentum, Gesinnungsethik und Migration

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. In der Maiausgabe der jesuitischen Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“ setzt er sich mit dem Problem gesinnungsethischer Tendenzen in der Kirche auseinander. Diese hätten die rationale Ethik der katholischen Soziallehre in Deutschland weitgehend verdrängt und in der Migrationspolitik zu falschen Entscheidungen beigetragen. […]

Kein Bild
Katholische Soziallehre

Stefan Reinecke: Offene Grenzen gefährden das Gemeinwohl

Der Politikwissenschaftler Stefan Reinecke ist für das Parlamentsbüro der Tageszeitung „taz“ tätig. In einem aktuellen Aufsatz kritisiert er unter Anknüpfung an Gedanken des Philosophen Michael Walzer die Forderung liberaler und progressiver Akteure nach offenen Grenzen und unkontrollierter Migration. Diese Forderung gefährde das Gemeinwohl. Reinecke zufolge wäre „eine Welt ohne Staaten und Grenzen […] nicht friedlicher und freier, sondern chaotischer und rechtloser.“ […]

Katholische Soziallehre

Felix Dirsch: Der christliche Patriotismus der katholischen Soziallehre

Der Politikwissenschaftler und Theologe Felix Dirsch ist unter anderem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. In der katholischen Wochenzeitung „Der Tagesspiegel“ argumentiert er, dass es in der katholischen Soziallehre einen „Dreiklang von Heimatliebe, Vaterlandsliebe und Liebe zur Kirche“ gebe. Der damit verbundene christliche Patriotismus wirke den extremen Tendenzen sowohl progressiver als auch nationalistischer Ideologien entgegen. […]

Katholische Soziallehre

Ludger Schwienhorst-Schönberger: Das Christentum als normative Grundlage europäischer Staaten

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. Im Zusammenhang mit der Debatte über die Anbringung christlicher Kreuze an Dienstgebäuden des Freistaats Bayern weist er darauf hin, dass jedes Gemeinwesen ein metaphysisches Fundament benötige. Es könne keinen weltanschaulich neutralen Staat geben. Das Christentum habe bewiesen, dass es eine gute normative Grundlage für gelingende Gemeinwesen darstelle. Es sei daher zu befürworten, wenn Staaten sich auf diese Grundlage stellen und dies auch öffentlich zeigen würden. […]

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Herausforderungen

Paul Collier: Gemeinwohl, Solidarität und die Schwächen des Liberalismus

Der Ökonom Paul Collier lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Universität Oxford. In einem in der Neuen Zürcher Zeitung erschienenen Aufsatz kritisiert er das Welt- und Menschenbild des Utilitarismus, der eine der weltanschaulichen Grundlagen des Liberalismus ist. Utilitaristisches Denken, das bestimmten Formen der Globalisierung sowie der Forderung nach offenen Grenzen zugrunde liege, führe tendenziell zur Entsolidarisierung mit der eigenen Gemeinschaft sowie zur Vernachlässigung ihrer Sorgen und Nöte und füge dem Gemeinwohl europäischer Gesellschaften dadurch großen Schaden zu. […]

Katholische Soziallehre

Romano Guardini: Das Europa der Nationen und das abendländische Dienstethos

Der Theologe Romano Guardini (1885-1968) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Disziplin der katholischen Weltanschauung im 20. Jahrhundert, dessen Werk unter anderem Hannah Arendt und Benedikt XVI. beeinflusste. In seinem Aufsatz „Europa – Wirklichkeit und Aufgabe“ untersuchte er die sittliche Bedeutung des Nationalstaates, dessen Rolle in Europa sowie die historische Berufung Europas. Diese sah er darin, das christlich-abendländische Dienstethos weiterzuentwickeln und zu verbreiten, das politische Macht in Abgrenzung zu totalitären Ideologien als „dienende Stärke“ verstehe. […]