Herausforderungen

Metropolit Hilarion: Zur Lage des Christentums in Europa

Hilarion Alfejew ist russisch-orthodoxer Metropolit von Wolokolamsk und Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats. In einem kürzlich in Lissabon gehaltenen Vortrag äußerte er sich zur Lage des Christentums in Europa. Er warnte in diesem Zusamenhang davor, dass sich ein „säkularer Totalitarismus“ in Europa herausbilde und kritisierte die Kirchen Westeuropas dafür, vor den damit verbundenen Herausforderungen weitgehend kapituliert zu haben. […]

Katholische Soziallehre

Martin Wagener: Sichere Grenzen als Beitrag zum Gemeinwohl

Der Politikwissenschaftler Martin Wagener lehrt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Nachrichtendienste in Haar bei München. In seiner jetzt erschienenen Monographie „Deutschlands unsichere Grenze“ analysiert er das Phänomen der irregulären Migration aus sicherheitspolitischer Perspektive und untersucht die Frage, wie Staaten ihre Außengrenzen wirksam schützen können, um das Gemeinwohl sicherzustellen. […]

Herausforderungen

Eckhard Jesse: Der drohende Verlust des anti-extremistischen Konsenses in Deutschland

Der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse gilt als einer der führenden deutschen Extremismusforscher und lehrte zuletzt an der TU Chemnitz. In einem in der „Neuen Zürcher Zeitung“ erschienenen Aufsatz setzt er sich heute vor dem Hintergrund der zunehmenden politischen Polarisierung in Deutschland mit dem Problem des Verlustes des anti-extremistischen Konsenses auseinander. […]

Kulturelle Kontinuität

Erzbischof Gänswein: Die christliche Zivilisation ist in Gefahr

Erzbischof Georg Gänswein gilt als einer der engsten Vertrauten des emeritierten Papstes Benedikt XVI., dem er als Privatsekretär dient. In einem gestern in Rom gehaltenen Vortrag warnte er, dass angesichts der gegenwärtigen Lage des Christentums in westlichen Gesellschaften „das ganze Projekt unserer Zivilisation auf dem Spiel“ stehe. Die Kirche durchlaufe derzeit „eine wahrhaft endzeitliche Krise“. Die „Benedikt-Option“ stelle einen geeigneten Ansatz zur Bewältigung dieser Krise dar. […]

Herausforderungen

Susanne Wiesinger: Islambezogene Herausforderungen an Schulen

Die Mittelschullehrerin und ehemalige SPÖ-Lehrervertreterin Susanne Wiesinger, die an Schulen an sozialen Brennpunkten in Österreich unterrichtete, veröffentlichte kürzlich einen Erfahrungsbericht über islambezogene Herausforderungen an Schulen mit dem Titel „Kulturkampf im Klassenzimmer“. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sowie „Die Presse“ stellen in aktuellen Beiträgen die Beobachtungen Wiesingers ausführlich vor. Die von ihr geschilderten Phänomene sind für christliche und andere nichtmuslimische Schüler mit zahlreichen negativen Auswirkungen verbunden. […]

Kulturelle Kontinuität

Werner J. Patzelt: Die Sehnsucht nach der Bewahrung Europas

Der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt lehrt an der Technischen Universität Dresden. In einem Vortrag am katholischen Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg betonte er vor einiger Zeit, dass die Zukunft Europas angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen vor allem davon abhänge, dass es in ihm Kräfte gebe, in denen die „Sehnsucht nach dem Bewahren“ lebendig sei. […]

Katholische Soziallehre

Kardinal Marx: Christlicher Patriotismus als Dienst an Europa

Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat vor einigen Tagen in Danzig den polnischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus gewürdigt. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung des Patriotismus für den europäischen Gedanken und rief Christen dazu auf, „im guten Sinn des Wortes Patrioten“ zu sein. Dies sei Teil des christlichen Dienstes in der Welt. […]

Herausforderungen

Kacem El Ghazzali: Antirassismus als postchristliche Ersatzreligion

Der aus Marokko stammende atheistische Publizist Kacem El Ghazzali setzt sich heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ mit der Ideologie des Antirassismus auseinander. Dieser sei eine „Religion der radikalen Linken“, die auf der Grundlage eines säkularisierten Zerrbildes des christlichen Konzepts der Erbsünde den „weißen Mann“ zum Träger des Bösen in der Welt erkläre. Indem diese Ideologie die großen Werke europäischer Kultur unter Verdacht stelle und bekämpfe, raube sie den Völkern der Welt eine Möglichkeit der Entwicklung und fördere „Tyrannei und Unfreiheit“. […]

Kulturelle Kontinuität

Die Benedikt-Option – Teil 3: Das Licht der Welt

In seinem Buch „Die Benedikt-Option“ entwirft der Autor Rod Dreher eine Strategie für christliches Leben in dem schwierigen Umfeld, das westliche Gesellschaften künftig darstellen könnten. Der dritte und abschließende Teil unserer Serie über das Buch behandelt praktische Aspekte dieser Strategie. Dreher setzt sich in diesem Zusammenhang vor allem mit Gemeinschaftsbildung, dem Aufbau von Netzwerken und der Ausbildung jener auseinander, die unter den künftigen Krisenbedingungen im Sinne ihrer christlichen Berufung als „Licht der Welt“ die Erneuerung und den Wiederaufbau westlicher Gesellschaften leisten sollen. […]

Kulturelle Kontinuität

Die Benedikt-Option – Teil 2: Krisenfeste christliche Gemeinschaften

In seinem Buch „Die Benedikt-Option“ entwirft der Autor Rod Dreher eine Strategie für christliches Leben in dem schwierigen Umfeld, das westliche Gesellschaften künftig in immer größerem Maße darstellen könnten. Der zweite Teil unserer Serie behandelt die Gedanken Drehers darüber, wie das Christentum gestützt auf Netzwerke resilienter kleiner Gemeinschaften die unabwendbar gewordene Krise westlicher Gesellschaften überdauern soll, um diese Gesellschaften anschließend wieder aufzubauen zu können. […]

Kulturelle Kontinuität

Die Benedikt-Option – Teil 1: Archen für die dunklen Jahrhunderte

In seinem kürzlich in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Die Benedikt-Option“ entwirft der Autor Rod Dreher eine Strategie für christliches Leben in postchristlichen Gesellschaften. Dreher geht davon aus, dass der westlichen Welt eine Zeit gravierender Verwerfungen bevorstehe, die auch das Christentum treffen würden. Es brauche in dieser Lage „jemanden der Archen baut, die sie und den lebendigen Glauben durch das Meer der Krise tragen können – durch ein Dunkles Zeitalter, das Jahrhunderte andauern könnte“. […]

Abendländisches Erbe

Die Krise des Landes Logrien und ihre Überwindung im Gralsmythos

Um das Jahr 1190 veröffentlichte Chrétien de Troyes die älteste bekannte Erzählung des Gralsmythos unter dem Titel „Die Geschichte vom Gral“. Ihr stellte ein unbekannter Autor einen „Elucidation“ genannten Prolog voran. Dieser handelt von der Krise des Landes Logrien, dessen König die transzendente Ordnung verletzt und das Land von seinem geistigen Zentrum trennt. Der Text handelt außerdem von einer Gemeinschaft von Rittern, die gegen das damit verbundene Böse kämpft und das Land durch die Wiederanbindung an sein geistiges Zentrum erneuert. […]

Glaube und Ethos

Charles Péguy: Das Christentum als Festung im Meer des Chaos

Der französische Schriftsteller Charles Péguy (1873-1914) veröffentlichte kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs einen weitsichtigen Aufsatz, in dem er „bisher ungekannte Prüfungen“ für das Christentum ankündigte. Angesichts der bevorstehenden Verwerfungen gleiche das Christentum einer „Festung im Meer“. Es werde künftig kein unverbindliches Christentum mehr geben können. Jeder Christ werde an der Grenze des Königreiches stehen und Soldat im Kampf gegen die Mächte des Bösen sein. […]

Kulturelle Kontinuität

Cassian Folsom: Europa als Erbe und Auftrag

Der Benediktinerpater Cassian Folsom ist Gründer und ehemaliger Prior des Klosters San Benedetto im italienischen Norcia, wo eine junge internationale Gemeinschaft katholischer Mönche aktiv ist. In einem kürzlich veröffentlichten Aufsatz mit dem Titel „Erbe und Auftrag“ setzt er sich mit der „entmutigenden, so düsteren Lage“ Europas auseinander und untersucht, was „die innere Identität Europas wieder beleben könnte“. Er entwirft ein Modell von Netzwerken von Gemeinschaften, die um geistliche Kerne herum entstehen und diese Aufgabe leisten könnten. […]

Kulturelle Kontinuität

Konrad Lorenz: Traditionsverlust und Kulturabbruch als Risiken für Europa

Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz (1903-1989) war Direktor des Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie und erhielt 1973 für seine Arbeit den Nobelpreis. In seinem im gleichen Jahr erschienenen Werk „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ setzte er sich mit Herausforderungen auseinander, die unsere Kultur mit Vernichtung bedrohen“. Zu diesen Herausforderungen zähle auch das drohende „Abreißen der Tradition“. Dieses könne dazu führen, dass die europäische Kultur ausgelöscht werde „wie eine Kerzenflamme“. […]

Glaube und Ethos

Josef Pieper: Der verborgene Dienst und das Geheime Deutschland

Der katholische Philosoph Josef Pieper (1904-1997) setzte sich in seinem 1955 erschienenen Aufsatz „Der Same bedarf des Erdreichs“ anlässlich des zehnten Jahrestags des 20. Juli 1944 aus einer christlichen Perspektive mit Grundfragen des schützenden und bewahrenden Dienstes am Gemeinwohl auseinander. Das Beispiel der Männer des 20. Juli 1944 zeige, dass das Gemeinwohl einen Dienst „verborgener Herkunft“ erfordere, der von „Schweigenden und Verborgenen“ im Hintergrund geleistet werde. […]

Kulturelle Kontinuität

Eric Voegelin: Die Apokalypse der modernen Zivilisation

Der Politikwissenschaftler Eric Voegelin (1901-1985) gilt als einer der wichtigsten christlich-konservativen Denker des 20. Jahrhunderts. Er lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er das Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft gründete. In seinem 1952 erschienenen Werk mit dem Titel „Die Neue Wissenschaft der Politik“ setzte er sich mit der kulturellen Krise der westlichen Welt und ihren Ursachen sowie der bevorstehenden „Apokalypse der Zivilisation“ auseinander. […]

Herausforderungen

Douglas Rushkoff: Die Vernutzung der Welt und die bevorstehenden globalen Krisen

Der Medientheoretiker Douglas Rushkoff lehrt an der City University of New York und setzt sich vor allem mit den kulturellen Aspekten technologischer Entwicklungen auseinander. In einem Aufsatz in der „Süddeutschen Zeitung“ beschreibt er die Weltanschauung und die Zukunftserwartungen der von ihm beratenen Mitglieder globaler wirtschaftlicher Eliten. Diese würden davon ausgehen, dass in Folge ihres Handelns globale Krisen katastrophalen Ausmaßes bevorstehen könnten und darauf mit Versuchen antworten, sich selbst in Sicherheit zu bringen. […]

Herausforderungen

Bischof Rudolf Voderholzer: Islamisierung als Herausforderung für Europa

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat in einer Predigt in Altötting am vergangenen Sonntag vor Islamisierungstendenzen in Europa gewarnt. Diese seien vor allem im Zusammenhang mit Migration und demographischer Entwicklung zu beobachten. Er halte entsprechende Sorgen „nicht für ganz unberechtigt“. Der Islam sei in seinem theologischen Wesen außerdem „der Widerspruch zum Christentum“, weshalb allenfalls ein Nebeneinander der Kulturen und Religionen möglich sei. […]