Kulturelle Kontinuität

Michel Houellebecq: Der Niedergang und die kommende christliche Erneuerung Europas

Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq ist vor allem durch Romane bekannt geworden, in denen er kulturelle Auflösungserscheinungen moderner Gesellschaften beschreibt. In seiner gestern gehaltenen Dankesrede anlässlich der Verleihung des Oswald-Spengler-Preises stellt er den Niedergang Europas auch als Folge seiner Abwendung vom Christentum dar. Historische Vorbilder würden jedoch Anlass zur Hoffnung geben, dass auf dem Höhepunkt der Krise die Möglichkeit einer religiösen Erneuerung Europas aus dem Geist des Christentums bestehen werde. […]

Herausforderungen

Neuheidnische und antichristliche Tendenzen im Feminismus

Im feministischen Spektrum wurden in den vergangenen Monaten verstärkt neuheidnische und damit verbundene antichristliche Tendenzen sichtbar. Der amerikanische Journalist Rod Dreher hat diese kürzlich im Zusammenhang mit der feministischen Kampagne gegen den christlich-konservativen Richter Brett Kavanaugh in den USA dargestellt. Auch in Europa sind entsprechende Tendenzen zu beobachten, welche die Feministin Cécile Calla in der Wochenzeitung „Die Zeit“ beschrieben hatte. […]

Abendländisches Erbe

Matthias Heine: Stil und Haltung des abendländischen Konservativen

Der Germanist Matthias Heine setzt sich in einem heute in der Tageszeitung „Die Welt“ erschienenen Beitrag mit der Haltung und dem Stil des christlich-abendändischen Konservativen auseinander. Während konservative Haltung Selbstkontrolle betone und elitär sei, würden sich moderne linke und rechte Strömungen an der Masse und ihren Leidenschaften orientieren. […]

Katholische Soziallehre

Francis Fukuyama: Die Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch Vielfalts-Ideologien

Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama lehrt an der Stanford University in den USA und gilt als einer der wichtigsten Vordenker des Liberalismus der Gegenwart. In einem in der „Neuen Zürcher Zeitung“ veröffentlichten Aufsatz setzt er sich mit der Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in westlichen Gesellschaften durch neomarxistische Vielfalts-Ideologien auseinander. […]

Kulturelle Kontinuität

Nikolai Berdjajew: Die Krise Europas und das neue Rittertum

Der Philosoph Nikolai Berdjajew (1874–1948) stand der konservativen katholischen Erneuerungsbewegung seiner Zeit nahe. In seinem Werk „Das neue Mittelalter“ setzte er sich 1923 mit der geistig-kulturellen Krise Europas auseinander und suchte nach „Wegen zu einem neuen Rittertum“, das diese Krise überwinden könne. Das Buch übte einen starken Einfluss auf Teile des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus aus. […]

Abendländisches Erbe

Die Himmelsscheibe von Nebra und die religiösen Ursprünge europäischer Kultur

Der Archäologe Harald Meller und der Historiker Kai Michel beschreiben in ihrem Buch „Die Himmelsscheibe von Nebra“ eine bis vor kurzem weitgehend unbekannte Kultur, die auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands vor rund viertausend Jahren neben der Himmelsscheibe auch den ersten bekannten Staat Mitteleuropas schuf. Dabei gehen die Autoren ausführlich die religiösen Ursprünge der Kulturen Europas ein, an die das Christentum später anknüpfte. […]

Katholische Soziallehre

Mark Lilla: Nationalgefühl als Grundlage des Gemeinwohls

Der Politikwissenschaftler Mark Lilla lehrt an der Columbia University in New York. Er ist einer der gegenwärtig am stärksten wahrgenommenen Kritiker des Strebens moderner und postmoderner Ideologien nach der Auflösung von Bindungen. Vor einigen Tagen stellte er seine Gedanken in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ vor. Er kritisierte hier vor allem das mangelnde Verständnis progressiver Akteure für die Bedeutung des Nationalgefühls, das die Grundlage jeglichen gesellschaftlichen Zusammenhalts darstelle. […]

Herausforderungen

Das Christentum als „Aberglaube“: Thilo Sarrazins antireligiöse Weltanschauung

Der Volkswirt Thilo Sarrazin setzt sich in seinem Buch „Feindliche Übernahme“ mit islambezogenen Herausforderungen für Europa auseinander. Dabei betont er, dass sein Ziel nicht die Bewahrung, sondern die weitere Auflösung des christlichen Erbes Europas sei. Er lehnt alle Religionen als Ausdruck von „Aberglaube“ ab und vertritt eine radikale materialistische Weltanschauung, die volkswirtschaftlichen Erfolg über alles andere stellt. Auf kultureller Ebene treibt er dadurch das voran, was er in anderem Zusammenhang als die „Abschaffung Deutschlands“ kritisiert hatte. […]

Herausforderungen

Walter Laqueur: Die heraufziehenden Stürme und die letzten Tage von Europa

Der am vergangenen Wochenende im Alter von 97 Jahren verstorbene Historiker Walter Laqueur gilt als Begründer der Terrorismusforschung und lehrte unter anderem an der katholischen Georgetown University in den USA. Laqueur hatte sich in den vergangenen Jahren intensiv mit existenziellen Herausforderungen für Europa auseinandergesetzt und vor gravierenden Verwerfungen gewarnt. Er sprach in diesem Zusammenhang von „heraufziehenden Stürmen“ und den möglicherweise angebrochenen „letzten Tagen von Europa.“ […]

Katholische Soziallehre

Jörg Baberowski: Der überlegene Realismus der konservativen Weltanschauung

Der Historiker und Gewaltforscher Jörg Baberowski lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin. In einem heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ veröffentlichten Gespräch beschreibt er, dass er sich im Zuge seiner Studien und seiner damit verbundenen Erkenntnisse über die Natur des Menschen von progressiven Ideologien abgewandt und der realistischeren konservativen Weltanschauung zugewandt habe. […]

Katholische Soziallehre

John Gray: Das Scheitern des Liberalismus

Der Philosoph John Gray war Professor für europäische Ideengeschichte an der London School of Economics. In einem Aufsatz in der Süddeutschen Zeitung beschrieb er vor einigen Tagen die Symptome des Scheiterns des Liberalismus in westlichen Gesellschaften. Keines der großen Projekte dieser Ideologie habe zuletzt noch Erfolge aufweisen können. Der Liberalismus sei intellektuell nicht dazu in der Lage, die Herausforderungen der Gegenwart zu verstehen und politisch unfähig, sie zu lösen. […]

Glaube und Ethos

Der Prophet Ezechiel und die christliche Berufung zum schützenden Dienst

Der damalige Priester und spätere Prophet Ezechiel war im Jahre 597 v. Chr. Zeuge des Falls Jerusalems und der existenziellen Krise, die das Volk Israel an den Rand der Vernichtung brachte. Das Buch des Alten Testaments, das seine Worte wiedergibt, schildert diese Katastrophe, aber auch die Berufung zum Wächtertum und zum schützenden Dienst. Die Wächter seien jene, die Gott damit beauftrage, Krisen frühzeitig zu erkennen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, damit „mein Volk Israel in Sicherheit wohnt“. […]

Herausforderungen

Metropolit Hilarion: Zur Lage des Christentums in Europa

Hilarion Alfejew ist russisch-orthodoxer Metropolit von Wolokolamsk und Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats. In einem kürzlich in Lissabon gehaltenen Vortrag äußerte er sich zur Lage des Christentums in Europa. Er warnte in diesem Zusamenhang davor, dass sich ein „säkularer Totalitarismus“ in Europa herausbilde und kritisierte die Kirchen Westeuropas dafür, vor entsprechenden Herausforderungen weitgehend kapituliert zu haben. […]

Katholische Soziallehre

Martin Wagener: Sichere Grenzen als Beitrag zum Gemeinwohl

Der Politikwissenschaftler Martin Wagener lehrt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Nachrichtendienste in Haar bei München. In seiner jetzt erschienenen Monographie „Deutschlands unsichere Grenze“ analysiert er das Phänomen der irregulären Migration aus sicherheitspolitischer Perspektive und untersucht die Frage, wie Staaten ihre Außengrenzen wirksam schützen können, um das Gemeinwohl sicherzustellen. […]

Herausforderungen

Eckhard Jesse: Der drohende Verlust des anti-extremistischen Konsenses in Deutschland

Der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse gilt als einer der führenden deutschen Extremismusforscher und lehrte zuletzt an der TU Chemnitz. In einem in der „Neuen Zürcher Zeitung“ erschienenen Aufsatz setzt er sich heute vor dem Hintergrund der zunehmenden politischen Polarisierung in Deutschland mit dem Problem des Verlustes des anti-extremistischen Konsenses auseinander. […]

Kulturelle Kontinuität

Erzbischof Gänswein: Die christliche Zivilisation ist in Gefahr

Erzbischof Georg Gänswein gilt als einer der engsten Vertrauten des emeritierten Papstes Benedikt XVI., dem er als Privatsekretär dient. In einem gestern in Rom gehaltenen Vortrag warnte er, dass angesichts der gegenwärtigen Lage des Christentums in westlichen Gesellschaften „das ganze Projekt unserer Zivilisation auf dem Spiel“ stehe. Die Kirche durchlaufe derzeit „eine wahrhaft endzeitliche Krise“. Die „Benedikt-Option“ stelle einen geeigneten Ansatz zur Bewältigung dieser Krise dar. […]

Herausforderungen

Susanne Wiesinger: Islambezogene Herausforderungen an Schulen

Die Mittelschullehrerin und ehemalige SPÖ-Lehrervertreterin Susanne Wiesinger, die an Schulen an sozialen Brennpunkten in Österreich unterrichtete, veröffentlichte kürzlich einen Erfahrungsbericht über islambezogene Herausforderungen an Schulen mit dem Titel „Kulturkampf im Klassenzimmer“. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sowie „Die Presse“ stellen in aktuellen Beiträgen die Beobachtungen Wiesingers ausführlich vor. Die von ihr geschilderten Phänomene sind für christliche und andere nichtmuslimische Schüler mit zahlreichen negativen Auswirkungen verbunden. […]

Kulturelle Kontinuität

Werner J. Patzelt: Die Sehnsucht nach der Bewahrung Europas

Der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt lehrt an der Technischen Universität Dresden. In einem Vortrag am katholischen Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg betonte er vor einiger Zeit, dass die Zukunft Europas angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen vor allem davon abhänge, dass es in ihm Kräfte gebe, in denen die „Sehnsucht nach dem Bewahren“ lebendig sei. […]

Katholische Soziallehre

Kardinal Marx: Christlicher Patriotismus als Dienst an Europa

Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat vor einigen Tagen in Danzig den polnischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus gewürdigt. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung des Patriotismus für den europäischen Gedanken und rief Christen dazu auf, „im guten Sinn des Wortes Patrioten“ zu sein. Dies sei Teil des christlichen Dienstes in der Welt. […]

Herausforderungen

Kacem El Ghazzali: Antirassismus als postchristliche Ersatzreligion

Der aus Marokko stammende atheistische Publizist Kacem El Ghazzali setzt sich heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ mit der Ideologie des Antirassismus auseinander. Dieser sei eine „Religion der radikalen Linken“, die auf der Grundlage eines säkularisierten Zerrbildes des christlichen Konzepts der Erbsünde den „weißen Mann“ zum Träger des Bösen in der Welt erkläre. Indem diese Ideologie die großen Werke europäischer Kultur unter Verdacht stelle und bekämpfe, raube sie den Völkern der Welt eine Möglichkeit der Entwicklung und fördere „Tyrannei und Unfreiheit“. […]

Kulturelle Kontinuität

Die Benedikt-Option – Teil 3: Das Licht der Welt

In seinem Buch „Die Benedikt-Option“ entwirft der Autor Rod Dreher eine Strategie für christliches Leben in dem schwierigen Umfeld, das westliche Gesellschaften künftig darstellen könnten. Der dritte und abschließende Teil unserer Serie über das Buch behandelt praktische Aspekte dieser Strategie. Dreher setzt sich in diesem Zusammenhang vor allem mit Gemeinschaftsbildung, dem Aufbau von Netzwerken und der Ausbildung jener auseinander, die unter den künftigen Krisenbedingungen im Sinne ihrer christlichen Berufung als „Licht der Welt“ die Erneuerung und den Wiederaufbau westlicher Gesellschaften leisten sollen. […]

Kulturelle Kontinuität

Die Benedikt-Option – Teil 2: Krisenfeste christliche Gemeinschaften

In seinem Buch „Die Benedikt-Option“ entwirft der Autor Rod Dreher eine Strategie für christliches Leben in dem schwierigen Umfeld, das westliche Gesellschaften künftig in immer größerem Maße darstellen könnten. Der zweite Teil unserer Serie behandelt die Gedanken Drehers darüber, wie das Christentum gestützt auf Netzwerke resilienter kleiner Gemeinschaften die unabwendbar gewordene Krise westlicher Gesellschaften überdauern soll, um diese Gesellschaften anschließend wieder aufzubauen zu können. […]