Stand: 12.01.2018

In den Klöstern des Mittelalters wurde auch das Handwerk der Waffenherstellung gepflegt und vervollkommnet. Beispiele dafür sind die hochwertigsten Schwerter der damaligen Zeit, die mutmaßlich in Klöstern hergestellt wurden.

  • Die Ulfberht-Schwerter: „Ulfberht“ ist eine moderne Transkription der Inschrift +VLFBERH+T, welche typischerweise auf frühmittelalterlichen Schwertern des 8. bis 11. Jahrhunderts zu finden ist. Es existieren viele Variationen der Inschrift, wie zum Beispiel +VLFBERHT+ oder auch VLFBERH+T. Allgemein vermutet man, dass es sich dabei ursprünglich um eine fränkische Person handelte, deren Name und Werkstatt später eine Art Handelsmarke begründeten. Es könne sich um den Schmied, aber auch um einen Herrscher oder Bischof handeln. Auf eine Werkstatt in kirchlichem Besitz verweist der Gebrauch von Kreuzen in der Signatur der Inschrift. Metallurgische Untersuchungen deuten darauf hin, dass einige der Schwerter im Kloster Fulda oder im Kloster Lorsch hergestellt wurden, wo eine Waffenproduktion historisch belegt ist. Die Charakteristika und das metallurgische Wissen der frühmittelalterlichen Schmiede machten die Schwerter zu den hochwertigsten Waffen der damaligen Zeit. Rund 170 Exemplare sind mittlerweile bekannt.
  • Die Ingelrii-Schwerter: Die Ingelrii-Gruppe besteht aus etwa 20 bekannten mittelalterlichen Schwertern aus dem 10. bis 12. Jahrhundert mit tauschierter Klingeninschrift INGELRII. Die Inschrift wird als Name des Klingenschmiedes gedeutet.