Stand: 16.01.2018

Symbole ermöglichen die Beschreibung und das Erkennen von Sachverhalten, die der physischen Wahrnehmung des Menschen größten6teils entzogen sind, weil sie den nichtmateriellen Teilen der Wirklichkeit zugehörig sind. Sie sprechen die Wahrnehmung des Menschen über den Verstand hinaus an und helfen ihm bei der Betrachtung des Übernatürlichen.  Symbole drücken dabei komplexe Sachverhalte oder ganze Konezpte aus, während Zeichen einfachere Sachverhalte beschreiben. Durch die Kombination von Symbolen ist es möglich, auch umfassende Erzählungen wiederzugeben und auszudrücken. Häufig erschließen sich Symbole jedoch nicht ohne das Wissen um ihre Bedeutung.

1. Symbole

  • Das Kreuz
  • Der gute Hirte: „Ich gebe mein Leben hin…“
  • Der Pelikan: Symbol opferbereiten Dienstes
  • Der Wolf: Symbol für menschliche Gegner der Christen und des Christentums
  • Der Drache: Drachen und Schlangen sind Symbole für das Böse, das alles Wertvolle sowie den Menschen und seine Seele bedroht, sowie für allgemeine Lebensbedrohung.
  • Der Adler: Das Symbol des Evangelisten Johannes sowie für die Himmelfahrt Christi wird allgemein auch als Lichtsymbol verwendet. In Mythen kämpft häufig ein Adler als Symbol für das Licht und das Gute mit einer Schlange als Symbol für das Böse.
  • Der Löwe: Das Symbol des Evangelisten Markus sowie für die Auferstehung Christi. In Offb 5,5 wird Jesus Christus als siegreicher Löwe beschrieben. Der Löwe kann allerdings auch ein Symbol für feindliche und destruktive Kräfte sein.
  • Das Schwert: Schwerter stehen in der christlichen Symbolik für die göttliche Allmacht und Gerechtigkeit sowie für den göttlichen Zorn. Schwerter waren zudem eines der Insignien der Herrschaft christlicher Könige. Otto I. soll sein Königsschwert laut Widukind von Corvey im Aachen Dom mit den Worten empfangen haben: „Empfange dieses Schwert, mit dem du hinaustreiben mögest die Widersacher Christi, die Barbaren und die schlechten Christen, da dir durch göttliche Autorität die volle Gewalt über das Imperium Francorum übertragen ist, zum sichersten Frieden aller Christen“.

2. Zeichen

  • Das Vexilium: Christliche Ritterorden verwendeten nach ihrem römischen Vorbild als „Vexilum“ bezeichnete Feldzeichen bzw. Kriegsbanner (frz. Gonfanon). In mittelalterlichen Schriften wurden diese personifiziert beschrieben. Sie dienten der Repräsentation sowie als Sammelzeichen, und das Schlachtfeld durfte nicht verlassen werden, solange sie aufgerichtet waren. Wurde es niedergeworfen, musste man sich bei einem anderen Banner sammeln. Das Banner im Stich zu lassen und zu fliehen, wurde mit Ausstoßung aus Orden bestraft. Auf Land, von dem man Besitz ergriff, wurde es aufgeflanzt. In einigen Orden gab es das Amt des Bannerherren. Die heutigen Kirchenfahnen sind ihrer Form nach an das Vexilium bzw. an das Gonfaron angelehnt.
  • Siegel: Neben dem uniformähnlichen Ordenskleid und dem Feldzeichen waren Siegel eines der Identitätszeichen christlicher Ritterorden.