Stand: 25.10.2017

Der hl. Benedikt von Nursia ist eine der größten Gestalten der abendländischen Geschichte.

Vom kulturellen und moralischen Verfall Roms abgestoßen schloss der hl. Benedikt sich zunächst einer asketischen Gemeinschaft an und zog sich dann in eine unbewohnte Gegend zurück. Um das Jahr 529 gründete er mit anderen Mönchen das heutige Kloster Montecassino, das aufgrund des guten Rufes des hl. Benedikt und der von Unsicherheit geprägten Zeit starken Zulauf erhielt.

Um das Jahr 540 verfasste er seine Mönchsregel. Der dieser Regel folgende, von ihm begründete Benediktinerorden breitete sich von da an über das gesamte Abendland aus und inspirierte zahlreiche andere, ähnlichen Regeln und einer Frömmigkeit von Kontemplation und Aktivität folgende Orden.

In einer von Auflösung und Verfall gezeichneten Zeit schufen die Orden Klöster, die Inseln der Sicherheit und der Kultur in einem sich ausbreitenden Meer des Chaos waren, und von denen aus sich der christliche Glaube im damals teilweise noch heidnischen Europa verbreitete. Papst Paul VI. erhob den hl. Benedikt 1964 zum Patron Europas.

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