Stand: 25.10.2017

Das heute „Fest der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz“ (Festum Beatae Mariae Virginis a Rosario), kurz „Rosenkranzfest“ genannte Ereignis wird in der Liturgie der katholischen Kirche am 7. Oktober gefeiert.

Es ist eng verbunden mit der Abwehr der Expansionsbestrebungen des osmanischen Reiches in Richtung Europa im 16. und 18. Jahrhundert. Der Fürsprache der Gottesmutter, die durch das Rosenkranzgebet vieler Beter zu Hilfe gerufen worden war, wurde damals der Sieg über die Angreifer zugeschrieben.

Geschichte

Das Rosenkranzfest wurde durch Papst Pius V. als Dank für den Sieg in der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 eingeführt. Durch den Sieg der Flotte der Heiligen Liga wurden damals islamische Expansionsbestrebungen in Richtung Europa im östlichen Mittelmeerraum vorläufig abgewehrt.

  • Das Fest „Maria vom Siege“ wurde zum Jahrestag des Sieges am 7. Oktober 1572 eingeführt. Weil in Rom die sog. Rosenkranzbruderschaften um einen Sieg gebetet hatten, wurde es später in „Rosenkranzfest“ umbenannt. 1573 gestattete Papst Gregor XIII. ein „Fest des heiligen Rosenkranzes“ für alle Kirchen, die einen „Rosenkranzaltar“ besaßen.
  • 1716, nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen über das osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein in Ungarn, nahm Papst Clemens XI. das Fest in den Römischen Kalender auf. Es wurde nun am ersten Sonntag im Oktober begangen.
  • Im Jahr 1913 legte Papst Pius X. es auf den 7. Oktober fest.