Stand: 11.01.2018

Von der Schlacht von Covadonga (722) und dem Beginn der Reconquista auf der spanischen Halbinsel über die Schlacht auf dem Lechfeld (955) und der Abwehr der Einfälle der Magyaren in Mitteleuropa bis zur Schlacht am Kahlenberg (1683) und dem Ende der osmanischen Belagerung Wiens reicht die Reihe der Ereignisse, an die christliche Gedenkkultur sich im Zusammenhang mit schützenden Taten des Christentums ereinnert.

  • Der 11. September (2001): Das Ereignis steht für den Beginn einer neuen Offensive militanter Strömungen im Islam gegen das Christentum und die von ihm geprägten Gesellschaften nach rund zwei Jahrhunderten Unterbrechung.
  • Die Schlacht am Kahlenberg (1683): Die Schlacht am 12. September 1683 beendete die Zweite Wiener Türkenbelagerung. Ein deutsch-polnisches Entsatzheer unter der Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski schlug dabei die osmanische Armee unter dem Schlachtruf „Maria hilf“. Auf christlicher Seite kämpften Kräfte aus Österreich, Sachsen, Bayern, Baden und dem Kirchenstaat sowie polnische Husaren. J.R.R. Tolkien hat seine Beschreibung der fiktiven Schlacht auf dem Pelennor vor den Toren der Stadt Minas Tirith mutmaßlich auch an die Schlacht am Kahlenberg angelehnt.
  • Die Seeschlacht von Lepanto (1571): In der Sakristei der Asamkirche von Ingolstadt wird die sogenannte „Lepantomonstranz“ aufbewahrt, auf Einzelheiten der Seeschlacht von Lepanto dargestellt sind.
  • Die Verteidigung Maltas (1565): Zahlenmäßig deutlich unterlegenen Kräften des Malterserordens sowie anderen Verteidigern unter der Führung Jean Parisot de la Valettes gelang es, der zwischen Mai und September 1565 andauernden Belagerung der strategisch wichtigen Insel Malta durch die Osmanen standzuhalten. Die Insel wurde dabei zuletzt von nur noch rund 600 Mann gegen mehrere zehntausend Osmanen gehalten.
  • Der Fall Konstantinopels (1453): Am 28. Mai 1453 vernichteten die Osmanen mit der Einnahme Konstantinopels das Byzantinische Reich, das auf das Römische Reich zurückging und den islamischen Angriffen rund 800 Jahre lang standgehalten und dadurch Mitteleuropa geschützt hatte. Der letzte byzantinische Kaiser Konstantin XI. fiel bei der Verteidigung der Stadt, an der er sich persönlich beteiligt hatte.
  • Die Schlacht auf dem Amselfeld (1389): Auf dem Amselfeld im heutigen Kosovo stellte sich 1389 ein Heer unter der Führung des serbischen Fürsten Lazar den angreifenden Truppen des osmanischen Sultans Murad I. entgegen. Das kräftemäßig unterlegene Heer Lazars unterlag zwar den Angreifern, konnte diesen aber hohe Verluste zufügen. Das Ereignis spielt in der Erinnerungskultur der slawischen Balkanvölker eine wichtige Rolle als Symbol der Aufopferung für die christlichen Werte und des Kampfes gegen die osmanischen Invasionswellen.
  • Die Schlacht bei Liegnitz (1241): Unter der Führung Heinrichs II., dem Herzog von Schlesien, gelang es einem von Templern, Deutschrittern und Johannitern unterstützten Heer, einen mongolischen Vorstoß in Richtung Mitteleuropa unter hohen Verlusten abzuwehren.
  • Die Schlacht auf dem Lechfeld (955): Am 10. August 955 gelang es einem kräftemäßig unterlegenen Heer unter der Führung von Otto I. auf dem Lechfeld bei Augsburg die heidnischen Magyaren so zu schlagen, dass diese ihre Einfälle nach Mitteleuropa dauerhaft einstellten. Otto I. zog seinen Truppen der Überlieferung zufolge mit der Heiligen Lanze und einem Banner voran, das den heiligen Erzengel Michael zeigte. Seitdem gilt dieser als der Schutzpatron Deutschlands.
  • Die Normannenschlacht bei Stade (880): Bei der Normannenschlacht im Februar 880 lieferte ein eindringendes heidnisches Wikingerheer dem christlich-sächsischen Gesamtaufgebot im heutigen nördlichen Niedersachsen eine für die Sachsen verlustreiche Schlacht. Die Gefallenen auf christlicher Seite, darunter Herzog Bruno von Sachsen und die Bischöfe Theoderich von Minden und Markward von Hildesheim, werden als die „Märtyrer von Ebstorf“ und als Heilige verehrt.
  • Die Schlacht von Tours und Poitiers (732)
  • Die Schlacht von Covadonga (ca. 722): Die Schlacht bzw. das Gefecht endete mit dem ersten Sieg christlicher Kräfte gegen die maurischen Invasoren in Spanien und markiert den Beginn der Reconquista, die erst rund 750 Jahre später abgeschlossen war.