Stand: 25.10.2017

Der Katholik und politische Philosoph Russell Kirk (1918-1994) arbeitete in seinem Hauptwerk „The Conservative Mind“ („Lebendiges politisches Erbe“) die Tradition konservativen Denkens im angelsächsischen Raum auf.

Seine politische Philosophie war, in Anknüpfung an die Gedanken Edmund Burkes, geprägt von der Kritik am modernen Gleichheitsbegriff, der die Leugung oder Einebnung der Unterschiede zwischen Menschen zum Kern hat. Russell stellte dem die Idee der Rechtsgleichheit ansonsten unterschiedlicher Menschen gegenüber. Auch die Vorstellung der Perfektionierbarkeit des Menschen lehnte Kirk ab und stellte ihr das christliche Menschenbild gegenüber, das von der Unvollkommenheit des Menschen ausgeht.