Stand: 11.12.2018

Diese Seite enthält Beiträge über das christlich-abendländische Kulturerbe des schützenden und bewahrenden Dienstes.

Der katholische Philosoph Robert Spaemann schrieb im zweiten Band seiner „Meditationen eines Christen“, dass Identität durch „große Erzählungen“ und „heilige Geschichten“ gestiftet und weitergegeben werden. Christen hätten die Pflicht, die Tradition, in der sie stehen, auf diese Weise fortzusetzen.

Das weiterzugebende Erbe würde nicht nur Inhalte der Bibel umfassen, sondern alle Traditionsbestände der ersten zwei Jahrtausende christlicher Geschichte. Darunter befinde sich auch das Erbe des schützenden und bewahrenden Dienstes des Christentums, das eine Form der Nachfolge Christi vermittele:

In diese Geschichte gehört der tausendjährige Abwehrkampf der christlichen Zivilisation gegen den islamischen Imperialismus, die Erzählung von Karl Martell und der Schlacht von Tour und Poitiers, vom Sieg der Christen in der Seeschlacht von Lepanto mit Don Juan d’Austria, begleitet vom Rosenkranzgebet der ganzen Christenheit. Schließlich die Rettung Wiens durch den Prinzen Eugen und den König von Polen. Und so geht es weiter […].

Die „Aneignung der großen heiligen Erzählung“ durch Christen im Europa der Gegenwart bewertet Spaemann positiv. Dies „könnte Zeichen für eine Wende sein, in der die Christenheit ihre Identität zurückgewinnt“.

Auch Otto von Habsburg hob die Bedeutung des christlichen Kulturerbes des schützenden Dienstes für Europa hervor:

Bestimmend für die europäische Zivilisation waren auch die großen und damit die volle Entfaltung Europas ermöglichenden Abwehrkämpfe von außen, wie die Reconquista in Spanien oder die Türkenkriege im Donauraum. Sie haben dazu beigetragen, das europäische Bewußtsein zu formen, erfolgten sie doch im Zeichen des Kreuzes gegen den Halbmond. In der Reconquista entstand die imperiale Orientierung Spaniens, die seit Karl V. vor allem das Haus Österreich stark beeinflußte. In den Türkenkriegen vor mehr als dreihundert Jahren wiederum fanden sich die Europäer in ganz besonderer Weise zusammen. Das vom Islam bedrohte Wien verteidigten die großen Völkerfamilien unseres Erdteiles, Germanen, Slawen und Romanen gemeinsam […].1

1. Menschen

1.1 Heilige

Das katholische Christentum hat eine große Zahl von Heiligen hervorgebracht, die vielfältige Bezüge zur christlichen Spiritualität sowie zum christlichen Kulturerbe des schützenden und bewahrenden Dienstes aufweisen. Die Bandbreite reicht dabei von der Marienverehrung im Zusammenhang mit der Verteidigung des christlichen Europas bis zu zahllosen Märtyrern, die ihr Leben hingaben, weil sie auch im Angesicht von Verfolgung am Glauben festhielten. (Weiterlesen: Christliche Heilige und das Erbe des schützenden und bewahrenden Dienstes)

1.2 Biblische Personen

Über den Kreis der Heiligen hinaus beschreiben Altes und Neues Testament viele Personen, die einen Bezug zur christlichen Spiritualität und zum Kulturerbe des schützenden und bewahrenden Dienstes haben. Zu nennen sind hier etwa der Prophet Hesekiel, der eine militärische Spiritualität formulierte; oder Nehemia, der das schutzlos seinen Feinden ausgelieferte Jerusalem befestigen ließ und ein umfassendes militärisches, kulturelles und religiöses Programm zu seiner Verteidigung entwarf. (Weiterlesen: Biblische Personen und das Erbe des schützenden und bewahrenden Dienstes)

1.3 Denker

Über die Jahrhunderte haben sich viele Denker mit Fragen des schützenden und bewahrenden Dienstes des Christentums sowie mit Herausforderungen für das Christentum und Antworten auf sie auseinandergesetzt. Einige dieser Denker waren selbst nicht Christen, standen jedoch christlicher Weltanschauung nahe. (Weiterlesen: Vordenker des schützenden und bewahrenden Dienstes im Christentum)

1.4 Helden und sonstige historische Persönlichkeiten

In der Geschichte des Christentums gab es von Karl Martell bis Claus Schenk Graf von Stauffenberg zahlreiche Personen von historischer Bedeutung, die sich durch militärischen Dienst oder durch andere Taten schützend um das Christentum verdient gemacht haben. (Weiterlesen: Historische Persönlichkeiten)

2. Praxis des Glaubens

Viele Aspekte katholischer Glaubenspraxis beziehen sich unmittelbar auf den schützenden und bewahrenden Dienst am Nächsten und am Gemeinwesen bzw. haben einen wehrhaften Bezug. (Weiterlesen: Praxis des Glaubens)

3. Geschichte

3.1 Der Aufbau und die Verteidigung des christlichen Europas

Die Geschichte der Schaffung und Bewahrung des christlichen Europas wird hier in Schlaglichtern dargestellt, die wesentliche Entwicklungen sowie Höhe- und Wendepunkte beleuchten. (Weiterlesen: Die Geschichte der Schaffung und Bewahrung des christlichen Europas)

3.2 Taten und Ereignisse der Verteidigung des christlichen Europas

Von der Verteidigung Europas gegen die Wikingerüberfälle über die Abwehr arabischer und osmanischer Invasionen bis zum Widerstand gegen die totalitären Ideologien der Moderne reicht die Reihe der herausragenden Taten des schützenden und bewahrenden Dienstes des Christentums an den Gemeinwesen, die es kulturell prägte. (Weiterlesen: Taten des schützenden und bewahrenden Dienstes des Christentums)

4. Orte

Heilige Höhlen, Burgen und Befestigungsanlagen, Klöster und Reliquienschreine sowie Kirchen und Kathedralen gehören zu den Erinnerungsorten des christlichen Erbes des schützenden und bewahrenden Dienstes. (Weiterlesen: Orte)

5. Werke

Von der militärisch-inspirierten Spiritualität des hl. Ignatius von Loyola über den Gralsmythos bis zu den Burgen des Mittelalters werden Werke aus Literatur, Musik, Lyrik, Film, Architektur und bildender Kunst sowie Mythen, Sagen und Legenden vorgetellt, die Teil des christlichen Erbes des schützenden und bewahrenden Dienstes sind. (Weiterlesen: Werke)

6. Konzepte, Motive, Symbole und Zeichen

6.1 Konzepte

(Weiterlesen: Konzepte)

6.2 Motive, Symbole und Zeichen

Diese Seite stellt Motive, Symbole und Zeichen des schützenden Dienstes im Christentum vor. Symbole ermöglichen die Beschreibung und das Erkennen von Sachverhalten, die der physischen Wahrnehmung des Menschen größtenteils entzogen sind, weil sie den nichtmateriellen Teilen der Wirklichkeit zugehörig sind. Sie sprechen die Wahrnehmung des Menschen über den Verstand hinaus an und helfen ihm bei der Betrachtung des Übernatürlichen. Symbole drücken dabei komplexe Sachverhalte oder ganze Konzepte aus, während Zeichen einfachere Sachverhalte beschreiben. Durch die Kombination von Symbolen ist es möglich, auch umfassende Erzählungen wiederzugeben und auszudrücken. Häufig erschließen sich Symbole jedoch nicht ohne das Wissen um ihre Bedeutung.(Weiterlesen: Motive, Symbole und Zeichen)

7. Stil Form und Brauchtum

(Weiterlesen: Brauchtum)

8. Interreligiöser Dialog

Muslime traten in der Geschichte nicht nur als Herausforderer des Christentums in Erscheinung. Insbesondere in Ost- und Südosteuropa wirkten Muslime in einigen Fällen auch an der Verteidigung des christlichen Europas mit. (Weiterlesen: Interreligiöser Dialog)