Stand: 08.10.2018

Religionsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes ist ein Abwehrrecht. Es schützt Christen vor staatlichen Eingriffen in Fragen des Glaubens und der Religion. Die Vorstellung, dass Staaten religiöse Fragen beantworten und Glaubensinhalte definieren sollten, ist ein Wesensmerkmal totalitärer Ideologien.

Laizistische Konzepte, die Religion aus dem öffentlichen Leben verdrängen wollen, stehen im Widerspruch zu diesem Verständnis von Religionsfreiheit.

Es gibt zudem Konzepte der Religionsfreiheit, die auf der Annahme beruhen, dass die Frage religiöser Wahrheit irrelevant oder nicht zu beantworten sei, oder auf der Annahme, dass ein Staat seine christliche kulturelle Grundlage nicht in besonderem Maße schützen dürfe. Ein solches Verständnis von Religionsfreiheit ist mit dem Verständnis der katholischen Soziallehre nicht kompatibel.