Stand: 10.01.2018

Christliches Denken sieht den Menschen als integralen Bestandteil der Schöpfung und somit der Natur an. In der Schöpfungsordnung nimmt der Mensch dabei eine besondere Rolle ein, die mit dem Auftrag verbunden ist, Hüter und Bewahrer der natürlichen Umwelt zu sein.

In der Offb 7,3 wird ein Engel mit dem Aufruf an die Menschen zitiert: „Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu!“ Die hl. Hildegard von Bingen sagte im 11. Jahrhundert: „Tragt Sorge zu unserer Erde, seid zu ihr zärtlich und lieb.“

Im christlichen Denken stellt die natürliche Umwelt dabei nicht nur wie im modernen Denken eine wirtschaftliche Ressource dar, die allenfalls aus Nützlichkeitserwägungen heraus erhalten werden müsste. Die Schöpfung wird als an sich heiliges Werk Gottes verstanden und insbesondere in der christlichen Mystik auch als ein Weg zur Erfahrung des Transzendenten angesehen, der Menschen über die Erfahrung von Schönheit und Größe Gott näher bringen kann.