Stand: 17.01.2018

Das Personalitätsprinzip der katholischen Soziallehre fordert von politischem Handeln, die Natur des Menschen zu berücksichtigen. Zu dieser Natur gehört seine Eingebundenheit in natürliche Bindungen, etwa in die von Familie und Nation, seine Identität als Mann oder Frau oder auch seine Angewiesenheit auf Gemeinschaft.

Gleichzeitig fordert die Personalitätsprinzip die Achtung der Menschenwürde, über die alle Menschen unterschiedslos verfügen. Zudem beinhaltet es die Anerkennerung seiner individuellen Rechte und seiner Autonomie in seinem Verantwortungsbereich, aber auch seiner individuellen Verantwortung für sein Handeln.

Johannes Paul II. betonte 1991 im Dokument „Centesimus Annus„, dass der Mensch in christlicher Weltanschauung nicht wie in modernen Ideologien nur Produzent und Konsument oder ein Mittel zum Zweck sei:

Der einzelne wird heute oft zwischen den beiden Polen Staat und Markt erdrückt. Es hat manchmal den Anschein, als existierte er nur als Produzent und Konsument von Waren oder als Objekt der staatlichen Verwaltung. Es wird vergessen, daß das Zusammenleben der Menschen weder den Markt noch den Staat zum Endziel hat. Es besitzt in sich selber einen einzigartigen Wert, dem Staat und Markt dienen sollen.