Stand: 28.03.2018

Diese Kardinaltugend der Gerechtigkeit beinhaltet die Verpflichtung darauf, dass durch die Klugheit erkannte Gute in der Welt zu verwirklichen sowie die Verpflichtung des Handelns sowohl des einzelnen als auch der Gemeinschaft auf das Gemeinwohl.

Gerechtigkeit umfasst den Willen und die Fähigkeit, Gott und dem Nächsten zu geben, was ihnen gebührt. Die Tugend der Klugheit hilft zu erkennen, was dabei jeweils angemessen ist. In einer extremen Lage können extreme Maßnahmen angemessen und somit gerecht und falsche Zurückhaltung ungerecht sein.

Gerechtigkeit beruht zudem auf angemessenen Unterscheidungen sowie darauf, das Gleiche gleich und das Ungleiche ungleich zu behandeln.

Die Gerechtigkeit wurde auch als die Tugend beschrieben, die dabei hilft, alle Dinge in die richtige Beziehung zu Gott zu stellen und im eigenen Handeln seinen Forderungen zu entsprechen. Der gerecht handelnde Mensch ordnet dadurch sein Umfeld nach dem Willen Gottes und fördert Harmonie in den menschlichen Beziehungen. Er achtet zudem die Rechte anderer und ist in der Lage, seine eigenen Interessen zurückzustellen, wenn das moralische Gesetz es erfordert.