Katholische Soziallehre

Matthias Herdegen: Das nationale Interesse und die Verteidigung des Gemeinwohls

Matthias Herdegen ist Direktor des Instituts für Öffentliches Recht sowie des Instituts für Völkerrecht der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. In einem aktuellen Beitrag kritisiert er, dass die außen- und sicherheitspolitische Elite Deutschlands einem Denken folge, dass sie unfähig dazu mache, die Lage zu erkennen, in der sie sich bewege. Das Verständnis für das nationale Interesse sei hier nur schwach ausgeprägt. In Folge dieses Denkens sei die Fähigkeit des Gemeinwesens zur Selbstbehauptung gefährdet. […]

Katholische Soziallehre

Manfred Spieker: Grenzschutz und Migrationskontrolle als Forderungen der katholischen Soziallehre

Der Politikwissenschaftler Martin Spieker lehrte Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück. In einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz kritisiert er die Stellungnahmen der katholischen Kirche in Deutschland zum Thema Migration, die mit der katholischen Soziallehre „nichts mehr zu tun“ hätten. Der Schutz staatlicher Grenzen und die Steuerung von Migration seien wesentliche Forderungen der katholischen Soziallehre. […]

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Katholische Soziallehre

Das Gedenkjahr 2018: Ein Rückblick aus der Sicht des katholischen Geschichtsverständnisses

Der einhundertste Jahrestag der historischen Umbrüche des Jahres 1918 sowie andere Jahrestage waren im nun zu Ende gehenden Jahr europaweit Anlass für öffentliches Gedenken sowie für Versuche, Lehren aus der Geschichte für Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Aus der Perspektive des katholischen Geschichtsverständnisses betrachtet war der allgemeine Blick auf das historische Geschehen dabei jedoch meist verengt, weshalb auch die daraus gezogenen Lehren unvollständig blieben. […]

Katholische Soziallehre

Papst Franziskus: Der Dienst des Soldaten als christlicher Dienst am Nächsten

In einer kurzen Videobotschaft wandte sich Papst Franziskus gestern an italienische Soldaten, die sich während der Weihnachtstage im Auslandseinsatz befinden. Er dankte den Soldaten für ihre Tapferkeit und betonte, dass ihr Dienst ein Opfer darstelle, das Ausdruck ihrer Nächstenliebe gegenüber ihrem Vaterland sei. Diese Liebe möge die Herzen der Soldaten auf dem Weg des Dienstes wachsen lassen. […]

Katholische Soziallehre

Bischof Laun: Der UN-Migrationspakt steht im Gegensatz zur katholischen Soziallehre

Der emeritierte Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat den UN-Migrationspakt, der in der kommenden Woche auf einem internationalen Gipfel in Marrakesch angenommen werden soll, auf der Grundlage der katholischen Soziallehre kritisiert. Die aus Sicht der Soziallehre entscheidende Frage nach den Folgen von Migration für das Gemeinwohl der betroffenen Staaten spiele in dem Dokument keine Rolle. […]

Katholische Soziallehre

Dušan Dostanić : Das Wesen des christlichen Konservatismus

Der Politikwissenschaftler Dušan Dostanić ist am Institut für politische Studien in Belgrad tätig. In einem im Magazin „Cato“ erschienenen Aufsatz setzt er sich aus einer serbisch-orthodoxen Perspektive heraus mit dem Wesen des christlichen Konservatismus auseinander. Dieser strebe in erster Linie danach, in Übereinstimmung mit der göttlichen Ordnung Dinge zu schaffen, die zu erhalten es sich lohne. […]

Katholische Soziallehre

Francis Fukuyama: Die Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch Vielfalts-Ideologien

Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama lehrt an der Stanford University in den USA und gilt als einer der wichtigsten Vordenker des Liberalismus der Gegenwart. In einem in der „Neuen Zürcher Zeitung“ veröffentlichten Aufsatz setzt er sich mit der Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in westlichen Gesellschaften durch neomarxistische Vielfalts-Ideologien auseinander. […]

Katholische Soziallehre

Mark Lilla: Nationalgefühl als Grundlage des Gemeinwohls

Der Politikwissenschaftler Mark Lilla lehrt an der Columbia University in New York. Er ist einer der gegenwärtig am stärksten wahrgenommenen Kritiker des Strebens moderner und postmoderner Ideologien nach der Auflösung von Bindungen. Vor einigen Tagen stellte er seine Gedanken in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ vor. Er kritisierte hier vor allem das mangelnde Verständnis progressiver Akteure für die Bedeutung des Nationalgefühls, das die Grundlage jeglichen gesellschaftlichen Zusammenhalts darstelle. […]

Katholische Soziallehre

Jörg Baberowski: Der überlegene Realismus der konservativen Weltanschauung

Der Historiker und Gewaltforscher Jörg Baberowski lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin. In einem heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ veröffentlichten Gespräch beschreibt er, dass er sich im Zuge seiner Studien und seiner damit verbundenen Erkenntnisse über die Natur des Menschen von progressiven Ideologien abgewandt und der realistischeren konservativen Weltanschauung zugewandt habe. […]

Katholische Soziallehre

John Gray: Das Scheitern des Liberalismus

Der Philosoph John Gray war Professor für europäische Ideengeschichte an der London School of Economics. In einem Aufsatz in der Süddeutschen Zeitung beschrieb er vor einigen Tagen die Symptome des Scheiterns des Liberalismus in westlichen Gesellschaften. Keines der großen Projekte dieser Ideologie habe zuletzt noch Erfolge aufweisen können. Der Liberalismus sei intellektuell nicht dazu in der Lage, die Herausforderungen der Gegenwart zu verstehen und politisch unfähig, sie zu lösen. […]

Katholische Soziallehre

Martin Wagener: Sichere Grenzen als Beitrag zum Gemeinwohl

Der Politikwissenschaftler Martin Wagener lehrt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Nachrichtendienste in Haar bei München. In seiner jetzt erschienenen Monographie „Deutschlands unsichere Grenze“ analysiert er das Phänomen der irregulären Migration aus sicherheitspolitischer Perspektive und untersucht die Frage, wie Staaten ihre Außengrenzen wirksam schützen können, um das Gemeinwohl sicherzustellen. […]

Katholische Soziallehre

Kardinal Marx: Christlicher Patriotismus als Dienst an Europa

Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat vor einigen Tagen in Danzig den polnischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus gewürdigt. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung des Patriotismus für den europäischen Gedanken und rief Christen dazu auf, „im guten Sinn des Wortes Patrioten“ zu sein. Dies sei Teil des christlichen Dienstes in der Welt. […]

Katholische Soziallehre

Parviz Amoghli/Alexander Meschnig: Selbstbehauptung als Voraussetzung des Gemeinwohls

Die Autoren Parviz Amoghli und Alexander Meschnig analysieren in ihrem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel „Siegen“ den Verlust der Fähigkeit europäischer Gesellschaften zur Selbstbehauptung. Die Ursachen dafür seien vor allem geistig-kultureller Art. Gesellschaften, die sich nicht gegen Herausforderer verteidigen wollten, könnten nicht nachhaltig sein. […]

Katholische Soziallehre

Wolfgang Streeck: Patriotismus als Voraussetzung des Gemeinwohls

Der Soziologe Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. In einem aktuellen Aufsatz in der Wochenzeitung „Die Zeit“ beschreibt er Patriotismus als eine Voraussetzung des Gemeinwohls. Kosmopolitische Universalisten seien nicht dazu in der Lage, politische Veranwortung für ein Gemeinwesen zu übernehmen. Es könne „keine gute Politik […] ohne Patriotismus, ohne ein Gefühl verpflichtender Zugehörigkeit zu einer politisch organisierten Gemeinschaft“ geben, „an deren laufender Verbesserung man sich zu beteiligen hat“. […]

Katholische Soziallehre

Ludger Schwienhorst-Schönberger: Christentum, Gesinnungsethik und Migration

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. In der Maiausgabe der jesuitischen Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“ setzt er sich mit dem Problem gesinnungsethischer Tendenzen in der Kirche auseinander. Diese hätten die rationale Ethik der katholischen Soziallehre in Deutschland weitgehend verdrängt und in der Migrationspolitik zu falschen Entscheidungen beigetragen. […]

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Stefan Reinecke: Offene Grenzen gefährden das Gemeinwohl

Der Politikwissenschaftler Stefan Reinecke ist für das Parlamentsbüro der Tageszeitung „taz“ tätig. In einem aktuellen Aufsatz kritisiert er unter Anknüpfung an Gedanken des Philosophen Michael Walzer die Forderung liberaler und progressiver Akteure nach offenen Grenzen und unkontrollierter Migration. Diese Forderung gefährde das Gemeinwohl. Reinecke zufolge wäre „eine Welt ohne Staaten und Grenzen […] nicht friedlicher und freier, sondern chaotischer und rechtloser.“ […]

Katholische Soziallehre

Felix Dirsch: Der christliche Patriotismus der katholischen Soziallehre

Der Politikwissenschaftler und Theologe Felix Dirsch ist unter anderem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. In der katholischen Wochenzeitung „Der Tagesspiegel“ argumentiert er, dass es in der katholischen Soziallehre einen „Dreiklang von Heimatliebe, Vaterlandsliebe und Liebe zur Kirche“ gebe. Der damit verbundene christliche Patriotismus wirke den extremen Tendenzen sowohl progressiver als auch nationalistischer Ideologien entgegen. […]

Katholische Soziallehre

Ludger Schwienhorst-Schönberger: Das Christentum als normative Grundlage europäischer Staaten

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. Im Zusammenhang mit der Debatte über die Anbringung christlicher Kreuze an Dienstgebäuden des Freistaats Bayern weist er darauf hin, dass jedes Gemeinwesen ein metaphysisches Fundament benötige. Es könne keinen weltanschaulich neutralen Staat geben. Das Christentum habe bewiesen, dass es eine gute normative Grundlage für gelingende Gemeinwesen darstelle. Es sei daher zu befürworten, wenn Staaten sich auf diese Grundlage stellen und dies auch öffentlich zeigen würden. […]

Katholische Soziallehre

Erzbischof Schick: Die Bewahrung der kulturellen Identität Europas als christlicher Auftrag

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Christen anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 zum Einsatz für die Bewahrung der christlichen Identität Europas aufgerufen. Das Christentum sei die kulturelle Grundlage Europas. Die auf ihm aufbauende Kultur „macht unsere Identität aus, bewahrt unser gutes Leben und ist Fundament für eine gute Zukunft“. Christen hätten den Auftrag, diese Kultur und Identität zum Heil aller Menschen zu bewahren und zu erneuern. […]

Katholische Soziallehre

Erzbischof Chaput: Auftrag und Dienst des Christentums in einer zerfallenden Welt

Charles Joseph Chaput ist Erzbischof von Philadelphia und einer der führenden katholischen Denker in den USA. Im Rahmen eines Vortrags am Matthew J. Ryan Center an der katholischen Villanova University äußerte er sich zur geistig-kulturellen Lage westlicher Gesellschaften und zu den existenziellen Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen. Christen hätten in Umfeldern, die zunehmend von Zerfall und Auflösung gekennzeichnet seien, den Auftrag zu kultureller Erneuerung. […]