Bildung und Tauglichkeit

Papst Pius II.: Die Ausbildung der Verteidiger Europas

Der Humanist und Universalgelehrte Enea Sylvio Piccolomini trat kurz nach der Eroberung Konstantinopels und der Vernichtung des Byzantinischen Reiches durch die Osmanen im Jahre 1453 sein Amt als Papst Pius II. an. Vor dem Hintergrund der Bedrohung Europas entwickelte er ein humanistisches Bildungskonzept, das Adelige dazu befähigen sollte, den mit der osmanischen Bedrohung verbundenen Herausforderungen in militärischen und politischen Führungsfunktionen sowie als kulturelles Vorbild entgegenzutreten. […]

Glaube und Ethos

Polen: 150.000 Menschen beten für den Schutz Europas

Am 7. Oktober haben in Polen anlässlich des Rosenkranzfestes ersten Angaben zufolge rund 150.000 Menschen im Rahmen der Aktion „Rosenkranz an der Grenze“ ein gemeinsames Gebet für den Schutz Europas durchgeführt. Die Organisatoren betonten, dass Europa gegenwärtig existentiellen Herausforderungen in Form des Wirkens eines radikalen Säkularismus sowie radikaler Strömungen im Islam gegenüberstehe. […]

Glaube und Ethos

Das Böse in der Welt und die christliche Berufung zum schützenden Dienst

Im Zusammenhang mit Terroranschlägen oder vergleichbaren Taten, bei denen zahlreiche Zivilisten getötet werden, wird häufig die Frage gestellt, wie diese aus christlicher Perspektive zu bewerten sind. Dabei wird das Geschehen teilweise zum Anlass genommen, an der Existenz Gottes zu zweifeln, von dem erwartet wird, dass er solches Geschehen verhindere. Das Christentum verspricht aber keine sichere Welt, sondern stellt dem Menschen in Aussicht, durch die Annahme der Berufung zum selbstlosen Dienst am Nächsten und damit verbundene Opfer Gott näher zu kommen. […]

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Glaube und Ethos

Bischof Stefan Oster: Gegen einen christlichen „Humanismus der Nettigkeit“

Der Passauer Bischof Stefan Oster hat im Zusammenhang mit der abnehmenden Bindungskraft des Christentums in Deutschland und Europa auf das Problem der Tendenz zur Weichzeichnung Jesu Christi im Sinne eines „Humanismus der Nettigkeit“ hingewiesen. Für die Nachfolge Christi könne man Menschen nur gewinnen, wenn man Jesus Christus auch richtig und vollständig darstelle. […]

Dienst

Generalmajor Christian Trull: Das Ethos des Dienstes des Soldaten

Generalmajor a.D. Christian Trull hat vor allem Verwendungen in der Panzer- und Panzergrenadiertruppe durchlaufen und ist durch eine Rede bekannt geworden, in der er 2005 eine traditionsorientierte Position zur Frage des Ethos des Dienstes des Soldaten bezogen hatte. In der aktuellen Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat er sich vor dem Hintergrund der aktuellen Verwerfungen in der Bundeswehr erneut zu dieser Frage geäußert. […]

Allgemeine Krisentendenzen

Militärhistoriker Martin van Creveld: Die bevorstehenden Konflikte in Europa

Der zuletzt an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrende israelische Militärhistoriker Martin van Creveld ist vor allem für sein Werk „The Transformation of War“ (dt. „Die Zukunft des Krieges“) aus dem Jahre 1991 bekannt, welches vermutlich die wichtigste kriegstheoretische Schrift darstellt, die in in den vergangenen Jahrzehnten  erschienen ist. Zudem verfasste […]

Dienstethos

Militärpsychologe Dave Grossman: Das Ethos des schützenden Dienstes

Der amerikanische Militärpsychologe Dave Grossman beschreibt in seinem Buch „On Combat“ ein Ethos des schützenden Dienstes am Nächsten und am Gemeinwesen, wobei er an die christliche Spiritualität des Dienstes anknüpft. So bezieht er sich unter anderem auf das Bild des guten Hirten, seiner Herde und der sie bedrohenden Wölfe, um die Rollen jener zu veranschaulichen, die entsprechenden Dienst leisten. […]

Glaube und Ethos

Glaube und Ethos: Gerechter Zorn im Christentum

Der Philosoph Marc Jongen sieht in einem Mangel an „Thymos-Spannung“, d.h. in einem Mangel an Zorn gegen bestimmte Mißstände und Fehlentwicklungen, einen wesentliche Ursache von Auflösungserscheinungen europäischer Gesellschaften. Was Zorn angeht, so können jedoch sowohl Mangel als auch Überfluss destruktive Folgen haben. Das Christentum hat in diesem Zusammenhang das Konzept des „gerechten Zorns“ geschaffen, das beide Extreme vermeidet und als ethische Grundlage für die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Verwerfungen geeignet ist, denen Christentum in Europa gegenübersteht. […]

Christliche Impulse

Philosophin Simone Weil: Der Wunsch des Menschen nach Wurzeln

Die in einer jüdischen Familie aufgewachsene, 1943 verstorbene französische Philosophin Simone Weil sympathisierte zeitweise mit dem Kommunismus, wandte sich gegen Ende ihres Lebens aber dem Katholizismus zu. Im Zuge dieser geistigen Entwicklung überwand sie nach und nach ihre früheren Vorstellungen, und in ihrem letzten Werk thematisierte sie den Wunsch des […]

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Glaube und Ethos

Ernst Jünger: Die Idee der Unsterblichkeit und der unbesiegbare Mensch

Jede Kultur und jedes auf Dauer ausgelegte Gemeinwesen beruht zuallererst auf religiösen Bindungen. Größere areligiöse oder atheistische Gemeinschaften jenseits der Familie zerbrachen immer spätestens dann, wenn sich eine relevante Zahl von Mitgliedern von einem Festhalten an der Gemeinschaft keinen materiellen Vorteil mehr versprach. Religiöse Bindungen sind jedoch gleichzeitig mit dem Problem verbunden, dass sie kaum rational vermittelbar oder auf Nutzenkalkül zu begründen sind. […]

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Glaube und Ethos

Bischof Fulton J. Sheen: Liebe und Ungleichheit

Zu den Aufgaben, die derzeit bei der Vorbereitung unseres Vorhabens seit einiger Zeit geleistet werden, gehört auch die Erschließung von Material, das die geistige Grundlage dieses Vorhabens bilden soll. Dazu ist es u.a. erforderlich, bestimmte Begriffe und Konzepte, die im Zuge moderner Entwicklungen teilweise entstellt wurden oder auch in Vergessenheit geraten sind, wieder freizulegen. Dabei geht es auch darum herauszuarbeiten, dass das Christentum als Kern abendländischer Kultur mit den vorhandenen geistigen Beständen auch eine wesentliche Grundlage entsprechender Vorhaben bilden kann und dazu besser geeignet ist als andere Konzepte. Eines von sehr vielen Beispielen für solche Bestände sind etwa die Worte des früheren amerikanischen Bischof Fulton J. Sheen über Ungleichheit als Voraussetzung von Liebe. […]

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Dienstethos

Ernst Jünger: Die Natur des Menschen und das Ethos des Dienstes

Der gegen Ende seines Lebens zum katholischen Glauben übergetretene Schriftsteller Ernst Jünger hat sich vor dem Hintergrund seiner Grenzerfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg intensiv mit der Natur des Menschen und Glaubensfragen auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang behandelt er in seinem Werk auch das Ethos des Dienstes, auf das sich jedes dauerhafte Gemeinwesen stützen muss. […]

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Dienst

Ray Bradbury: Praktische Antworten auf eine sterbende Kultur

Ray Bradburys dystopischer Roman „Fahrenheit 461“ beschreibt einen fiktiven totalitären Staat der Zukunft, dessen Bevölkerung mehrheitlich seelisch so korrumpiert ist, dass sie nicht mehr aktiv unterdrückt werden muss und Abweichen von der vorgegebenen Linie als Ausdruck von Rückständigkeit oder psychischer Auffälligkeit betrachtet. Die Unterdrückung durch den Staat beschränkt sich darauf, […]

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Dienstethos

Ethos des Dienstes: Der 20. Juli 1944 und das Geheime Deutschland

Weltanschauung und Ethos der Männer des militärischen Widerstands des 20. Juli 1944 werden von der Erinnerungskultur der Bundeswehr allgemein zurückhaltend behandelt, weil sie aus der Perspektive moderner, utopischer Ideologien heraus als kontrovers wahrgenommen werden. Manche derer, die sich auf die geistige Tradition des Widerstandes berufen, scheint es unangenehm zu sein, […]

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Allgemeine Krisentendenzen

Traditionelle Gewaltlogik und das Europa der Zukunft

Großstädte in Drittweltstaaten sind aufschlussreiche Studienobjekte hinsichtlich der Bedingungen, die künftig zunächst in immer weiteren Teilen europäischer Großstädte und später auch an anderen Orten Europasherrschen könnten. Diese Bedingungen werden von einer der Natur des Menschen folgenden Gewaltlogik geprägt, die zwischen verschiedenen Gruppen und auch Individuen herrscht, und die in Europa in Folge der Durchsetzung christlich geprägter Ordungsvorstellungen vorläufig in den Hintergrund getreten war. Mit der Auflösung und dem Zurückweichen dieser Ordnung wird auch die Rückkehr der ursprünglichen Gewaltlogik verbunden sein. […]

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Dienstethos

Dienstethos und Innere Führung der Bundeswehr: Militärische Tugenden nur ein Randthema

Was die Auseinandersetzung mit den geistigen und ethischen Herausforderungen des Dienstes angeht, verweigert die Bundeswehr den Soldaten weitestgehend Orientierungshilfen. Das Konzept der Inneren Führung der Bundeswehr etwa orientiert sich in seiner gegenwärtigen Fassung wenig an den Herausforderungen an Soldaten im Einsatz und erwähnt militärische Tugennden wie Tapferkeit, Kameradschaft und Disziplin […]

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Dienstethos

Philosoph Robert Spaemann: Der Dienst am Nächsten erfordert Unterscheidung nach Nähe

Wenn das Christentum von Nächstenliebe spricht und das Konzept in sein Zentrum stellt, meint es damit nicht positive Gefühle gegenüber anderen Menschen wie der Begriff „Liebe“ in der modernen Alltagssprache definiert ist. Statt dessen bezeichnet das Konzept einen dienende Grundhaltung, die nicht eigene Interessen in den Mittelpunkt stellt, sondern das eigene Leben einer über ihm stehenden geistigen Autorität unterordnet und auch dann zur Tat bereit ist, wenn dies Nachteile mit sich bringt. […]

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Dienstethos

Nehemia und die schützenden Mauern Jerusalems

Das Buch Nehemia im Alten Testament beschreibt die Taten eines Mannes, der es nicht duldete, dass die heilige Stadt schutzlos ihren Feinden ausgeliefert war und sich mit einer Gruppe von Soldaten in die Stadt begab, um sie wieder sicher zu machen und eine Wiederherstellung der Religion und eine Erneuerung der […]