Dienst

Das Christentum als Erbe und Auftrag

Das Christentum ist die Verwirklichung des christlichen Glaubens im Leben der Menschen, in der Kultur und in der gesellschaftlichen Ordnung. Es entstand und wächst aus der Berührung des Menschen durch das Heilige, das über die Jahrhunderte hinweg das, was es in allen Kulturen und allen menschlichen Werken an Gutem vorfand, in seinen Dienst stellte, veredelte, formte, vollendete und zu einer Einheit verband. Seine Grundlage ist Jesus Christus und der Dienstgedanke, den er verkörpert, und der den Menschen über sich hinaus und zum Ziel seines Daseins führt. […]

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Michel Houellebecq: Katholizismus und kulturelle Erneuerung in Frankreich

Im Magazin „Der Spiegel“ äußerte sich der französische Schriftsteller Michel Houellebecq über die von katholischen Akteuren ausgehenden Ansätze kultureller Erneuerung in Frankreich. Für den Autor, der in seinem dystopischen Roman „Unterwerfung“ ein satirisch zugespitztes Szenario der Islamisierung Frankreichs beschrieben hatte, ist die Rückkehr vieler Franzosen zu ihren kulturellen und religiösen Wurzeln „einer der interessantesten Momente in der jüngsten Geschichte“. […]

Christliche Impulse

Robert Spaemann: Die heilige Erzählung vom „tausendjährigen Abwehrkampf der christlichen Zivilisation“

Der katholische Philosoph Robert Spaemann ist ein Berater Benedikts XVI. und lehrte zuletzt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im 2016 erschienenen zweiten Band seiner „Meditationen eines Christen“ schreibt er unter anderem über christliche Identität und ihre Weitergabe durch „heilige Erzählungen“. Dazu gehöre auch der „tausendjährige Abwehrkampf der christlichen Zivilisation gegen den islamischen Imperialismus“. […]

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Guiseppe Gracia: Christliche Selbstbehauptung im postchristlichen Europa

Der Schriftsteller und Journalist Guiseppe Gracia ist Sprecher des schweizerischen Bischofs Vitus Huonder. In einem aktuellen Beitrag beschreibt er die Herausforderungen für das Christentum in Europa in Folge zunehmender Intoleranz gegenüber christlichem Denken, etwa in Fragen des Lebensschutzes oder des Menschen- und Geschlechterbildes. Vor diesem Hintergrund regt er an, neue Strategien der christlichen Selbstbehauptung in Europa zu finden. […]

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Bayern: Katholizismus als Identitätskern und Träger des Gemeinwohls

Eine Analyse in der Süddeutschen Zeitung untersuchte vor einigen Tagen unter dem Titel „Aufstand der Aufstrebenden“ den Verlust des Rückhalts der CSU in Niederbayern in Folge der Abwendung der Partei von konservativen Positionen. In diesem Zusammenhang betonten die Autoren auch die Bedeutung katholischer Milieus als Träger von Kultur, Identität und Gemeinwohl in dieser im Vergleich zu anderen Teilen Deutschlands kulturell vergleichsweise intakten Region. […]

Christliche Impulse

Die Pariser Erklärung: Ein Manifest für die Verteidigung Europas

Eine Gruppe christlich-konservativer europäischer Intellektueller hat vor einigen Tagen ein als „Pariser Erklärung“ bezeichnetes Manifest veröffentlicht, in dem sie die gegenwärtige geistige und kulturelle Lage Europas analysieren und zu seiner Verteidigung gegen die Herausforderungen aufrufen, die es in seiner Existenz bedrohen. Zu den Unterzeichnern gehören mit den Philosophen Robert Spaemann (einem Berater Benedikts XVI.) und Robert Scruton zwei der führenden Stimmen des europäischen Konservatismus der Gegenwart. […]

Christliche Impulse

Gabriele Kuby: Christliche Prinzipien des politischen Kampfes

Die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby ist vor allem durch ihre Kritik an der Gender-Ideologie international bekannt geworden. In ihrer jetzt erschienenen Schrift mit dem Titel „Christliche Prinzipien des politischen Kampfes“ setzt sie sich mit der Frage auseinander, wie Christen auf die Erosion der kulturellen Grundlagen westlicher Gesellschaften und die damit verbundenen Herausforderungen antworten können. […]

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Ulrich Greiner: Das Scheitern der Moderne und die Erneuerung des christlichen Konservatismus

Der Literaturwissenschaftler und Kulturjournalist Ulrich Greiner, der für die Wochenzeitung Die Zeit als verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur tätig ist, fand vor einiger Zeit zum christlich-katholischen Glauben und wandte sich von den progressiven Ideologien ab, denen er früher nahestand. In seinem jetzt im Rowohlt-Verlag erschienenen Buch „Heimatlos: Bekenntnisse eines Konservativen“ beschreibt er seinen geistigen Weg und setzt sich mit den Perspektiven einer Erneuerung des christlichen Konservatismus in Deutschland auseinander. […]

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Voraussetzungen kultureller Kontinuität – Jüdische Erfahrungen (Teil 3): Pflege von Identität und Tradition

Der Historiker Shalom Salomon Wald hat für das „Jewish People Police Institute“ (JPPI) der „Jewish Agency for Israel“ unter dem Titel „Rise and Decline of Civilizations – Lessons for the Jewish People“ eine Studie über die Voraussetzungen langfristiger kultureller Kontinuität erstellt. Einige seiner Erkenntnisse sind auch in Zusammenhang mit der Betrachtung strategischer Herausforderungen für das Christentum in Europa relevant. Der aktuelle Teil unserer Serie über die Gedanken Walds stellt seine Überlegungen zur Bedeutung der Pflege von Identität und Tradition vor. […]

Christliche Impulse

Ernst Jünger: Das Christentum als Wurzel der Erneuerung Europas

Der Schriftsteller, Philosoph und Offizier Ernst Jünger stand dem Widerstand im Dritten Reich nahe. Als Mitarbeiter des Widerstandskämpfers General Carl-Heinrich von Stülpnagel verfasste er 1943 eine Denkschrift mit dem Titel „Der Friede“, in der er eine mögliche Ordnung für ein Europa nach dem Sturz der nationalsozialistischen Herrschaft skizzierte. In dieser Schrift stellte er das Christentum den totalitären Utopien und Ideologien seiner Zeit gegenüber und betrachtete es als Wurzel einer möglichen Erneuerung Europas. […]

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Dienstvorhaben und kulturelle Erneuerung: Die christliche Strategie der Zellen

Der protestantisch-freikirchliche Theologe Stefan Vatter setzt sich in seinem Werk „Finden, fördern freisetzen – Die Gabe des apostolischen Dienstes“ mit dem Ethos und der Praxis des christlichen Dienstes auseinander. In diesem Zusammenhang geht er näher auf die „Strategie der Zellen“ ein, mit der iroschottische Mönche im frühen Mittelalter neben anderen christlichen Orden an der kulturellen Erneuerung Europas mitwirkten. […]

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Kulturelle Kontinuität: Das Konzept der Parallel-Polis

In den 1970er Jahren entwickelten Bürgerrechtler der in der damaligen Tschechoslowakei aktiven Bewegung Charta 77 ein Konzept, das kulturelle Kontinuität während der Zeit totalitärer Herrschaft sicherstellen und die Grundlage für spätere Erneuerung der Kultur legen sollte. Der Urheber des Konzepts, der katholische Intellektuelle Václav Benda, bezeichnete dieses Konzept als „Parallel-Polis“. […]

Allgemeine Krisentendenzen

Philosoph Martin Heidegger: Die Krise Europas und ihre Überwindung

Der Philosoph Martin Heidegger kommt in seiner Analyse der Krise Europas zu sehr ähnlichen Ergebnissen wie die vor allem aus katholischer Perspektive heraus vorgenommene christlich-konservative Analyse. Diese geht davon aus, dass  diese Krise das Ergebnis von dessen kulturellen Loslösung europäischer Gesellschaften von dem transzendenten Ziel sei, auf das hin es […]

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Religion und Identität: Christliche Kultur in Bayern

Die Konfrontation mit dem meist islamischen Fremden und mit den Folgen der Auflösung der eigenen Kultur und Tradition im Zuge von Moderne und Postmoderne hat eine Identitätsdebatte hervorgebracht, in der der Begriff der Identität vorwiegend das zunehmende Bewusstsein einer Lücke ausdrückt. In dieser Debatte wird eine gewisse Orientierungslosigkeit offenbar, denn […]

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Ray Bradbury: Praktische Antworten auf den Zerfall der Kultur

Ray Bradburys dystopischer Roman „Fahrenheit 461“ beschreibt einen fiktiven totalitären Staat der Zukunft, dessen Bevölkerung mehrheitlich seelisch so korrumpiert ist, dass sie nicht mehr aktiv unterdrückt werden muss und Abweichen von der vorgegebenen Linie als Ausdruck von Rückständigkeit oder psychischer Auffälligkeit betrachtet. Die Unterdrückung durch den Staat beschränkt sich darauf, […]

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Kulturwissenschaftler Stephen Turley: Re-Traditionalisierung in Europa

Der amerikanische Kulturwissenschaftler Stephen Turley blickt optimistisch in die Zukunft. Ereignisse wie der „Brexit“ seien ein Beleg dafür, dass die Kräfte der Globalisierung und anderer Auflösungsentwicklungen schwächer seien als Ordnungskräfte wie die Sehnsucht des Menschen nach Identität in Form von Familie, Nation, Glaube und Tradition. Während sich andere Regionen der […]

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Kulturelle Kontinuität als christlicher Auftrag

Die große Frage, die alle kulturtragenden Kräfte beschäftigt, ist die nach der Kontinuität des Eigenen. Jene Japaner, die in der Meiji-Zeit die Voraussetzungen dafür schufen, dass Japan den Herausforderungen der westlichen Moderne relativ erfolgreich begegnen konnte, mussten ebenso Antworten auf diese Frage finden wie die islamischen Kräfte, die sich ebenfalls […]

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Gesellschaftliche Resilienz: Kulturelle Voraussetzungen

Im Bevölkerungsschutz wird im Rahmen des Konzepts der „gesellschaftlichen Resilienz“ die Krisenfestigkeit eines Gemeinwesens untersucht. Der Soziologe Curt Stofferahn hat in diesem Zusammenhang den Wiederaufbau in der Stadt Northwood im US-Bundesstaat North Dakota nach einem Tornado 2007 untersucht und dabei feststellt, dass die geteilte belastbare kulturelle Identität der vorwiegend norwegischstämmigen Bewohner zur besonderen Krisenfestigkeit der Stadt entscheidend beigetragen hätten. […]

Christliche Impulse

Johannes Paul II. über kulturelle Kontinuität und Dienst am Gemeinwesen als christliche Aufträge

Papst Johannnes Paul II. äußerte sich 1985 in einem Aufruf an Jugendliche auch über kulturelle Kontinuität und den Einsatz für das eigene Gemeinwesen als christliche Aufträge. Diese seien eine Konsequenz aus dem vierten Gebot, das es Christen aufträgt, Vater und Mutter zu ehren. […]

Dienst

Morris Berman: Die monastische Option als Antwort auf die Krise Europas

Wenn hier von Krisen die Rede ist, dann ist eine Serie von parallelen, jeweils Jahrzehnte umfassenden negativen Entwicklungen gemeint, in deren Zuge sich die allgemeinen Bedingungen in Deutschland und Europa schrittweise bis an den Punkt des gesellschaftlichen Zusammenbruchs und darüber hinaus verschlechtern könnten. Nicht alle möglichen Szenare münden im ungünstigsten anzunehmenden Fall, aber einige tun es, und sie sind wahrscheinlich genug, um dafür Vorkehrungen zu treffen. […]