Kulturelle Kontinuität

Nassim Nicholas Taleb: Eigenschaften krisenfester Gemeinwesen und Institutionen

Der Risikoforscher und Finanzmathematiker Nassim Nicholas Taleb lehrt an der New York University und ist vor allem für seine Voraussage der Finanzkrise von 2008 bekannt geworden. In seinem Werk „Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen“ setzt er sich mit den Eigenschaften krisenfester Systeme auseinander. Er betont dabei, dass traditionelle Ansätze in der Regel besonders dazu geeignet seien, die Krisenfestigkeit und damit auch die Nachhaltigkeit eines Gemeinwesens zu stärken. […]

Kulturelle Kontinuität

Kulturelle Resilienz: Das Ethos alter christlicher Großfamilien

Die Familie ist die Grundlage jeder nachhaltigen Gesellschaft und der wichtigste Träger ihrer materiellen und kulturellen Kontinuität. Insbesondere die Großfamilie hat sich zudem als Institution erwiesen, die auch in schwierigen Umfeldern die Aufrechterhaltung und Weitergabe von Kultur ermöglicht. In jüngerer Zeit wurden Details über die inneren Abläufe der niederländischen katholischen Unternehmerfamilie Brenninkmeijer bekannt, die in diesem Zusammenhang Aufschluss über die Faktoren geben, die den langfristigen Erfolg einer Familie bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe ermöglichen. […]

Kulturelle Kontinuität

Patrick Deneen: Christliche Antworten auf die Krise westlicher Gesellschaften

Der Politikwissenschaftler Patrick Deneen lehrt an der katholischen University of Notre Dame in den USA. In einem aktuellen Beitrag bewertet er die sich abzeichnende Krise westlicher Gesellschaften als Krise des Liberalismus, der in eine Spätphase eingetreten sei. In diesem Zusammenhang seien künftig größere Verwerfungen zu erwarten, für die Christen Vorkehrungen treffen sollten, um unter den zu erwartenden Bedingungen die erforderliche Erneuerung westlicher Gesellschaften leisten zu können. […]

Kulturelle Kontinuität

Reinhard Merkel: Der Schutz der eigenen kulturellen Identität als Pflicht des Staates

Der Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel lehrte Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg. In einem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Aufsatz setzte er sich kürzlich mit den problematischen Folgen offener Grenzen und der Zuwanderung kulturferner Gruppen für das Gemeinwohl europäischer Gesellschaften auseinander. In diesem Zusammenhang betonte er vor allem die moralische Pflicht des Staates, seine kulturellen Grundlagen zu schützen und zu bewahren. […]

Kulturelle Kontinuität

Aleida Assmann: Achtung gegenüber der eigenen Geschichte als Voraussetzung kultureller Kontinuität

Die Kulturwissenschaftlerin und Ägyptologin Aleida Assmann lehrte unter anderem an der Universität Konstanz und hat sich vor allem mit Fragen der Erinnerungskultur auseinandersetzt. In einem in der „Frankfurter Rundschau“ veröffentlichten Gespräch äußerte sie sich unter anderem über der Achtung gegenüber der eigenen Vergangenheit als Voraussetzung kultureller Kontinuität. […]

Kulturelle Kontinuität

Angela C. Contzen: Mythen, Symbole und die Identität Europas

Die Literaturwissenschaftlerin und Philosophin Angela C. Contzen hat sich in ihrer Arbeit vor allem mit der abendländischen Kulturgeschichte und Symbolik auseinandergesetzt. Mit ihrem aktuellen Buch „Die Wurzeln unserer Kultur – Natur, Kunst, Mythologie, Feste und Bräuche im Jahreslauf“ will sie einen Beitrag zur Leitkulturdebatte sowie zu „Erinnerung und Selbstbewusstsein“ leisten. Sie betont dabei die Bedeutung des Christentums als Kern der Identität Europas und sieht in alten Mythen, Bildern und Symbolen Wege, um die Menschen Europas zu sich selbst zurückzuführen. […]

Kulturelle Kontinuität

Egon Flaig: Die Ehrung der Vorfahren als Voraussetzung kultureller Kontinuität

Der Althistoriker Egon Flaig lehrte an den Universitäten Greifswald und Rostock und ist unter anderem durch seine Gedanken zur Konfliktgeschichte des Islams bekannt geworden. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich mit kulturellen Auflösungserscheinungen in europäischen Gesellschaften auseinander die auch eine Folge des Verlusts der „kulturellen Dankbarkeit“ gegenüber den eigenen Vorfahren seien. Ursache dieser Entwicklung sei das Wirken postmoderner, neomarxistischer und liberaler Ideologien, die entsprechende Bindungen aus unterschiedlichen Motiven heraus bekämpfen würden. […]

Kulturelle Kontinuität

Jonathan Sacks: „Kultureller Klimawandel“ und Antworten auf die Krise westlicher Gesellschaften

Der Philosoph und jüdisch-orthodoxe Rabbiner Jonathan Sacks lehrt unter anderem am King’s College in London und ist Träger des Templeton-Preises, der als Äquivalent des Nobelpreises auf dem Gebiet der Religion gilt. In einem vor einigen Wochen erschienenen Aufsatz analysierte er kulturrevolutionäre Entwicklungen in westlichen Gesellschaften sowie deren absehbares Scheitern und beschrieb mögliche Antworten darauf. […]

Kulturelle Kontinuität

Papst Franziskus: Aufruf zum Widerstand gegen „ideologische Kolonisierung“ und Identitätsverlust

In einer heute gehaltenen Predigt über den im 2. Buch der Makkabäer beschriebenen Märtyrertod des Schriftgelehrten Eleasar sprach Papst Franziskus unter anderem über den Widerstand gegen Versuche, die kulturelle und religiöse Identität von Völkern durch „ideologische Kolonisierung“ zu zerstören. Eine Modernität, die Unterschiede einzuebnen versuche, komme kultureller Verfolgung gleich. […]

Kulturelle Kontinuität

Das Christentum als Erbe und Auftrag

Das Christentum ist die Verwirklichung des christlichen Glaubens im Leben der Menschen, in der Kultur und in der gesellschaftlichen Ordnung. Es entstand und wächst aus der Berührung des Menschen durch das Heilige, das über die Jahrhunderte hinweg das, was es in allen Kulturen und allen menschlichen Werken an Gutem vorfand, in seinen Dienst stellte, veredelte, formte, vollendete und zu einer Einheit verband. Seine Grundlage ist Jesus Christus und der Dienstgedanke, den er verkörpert, und der den Menschen über sich hinaus und zum Ziel seines Daseins führt. […]

Kulturelle Kontinuität

Neue strategische Ansätze für die Kontinuität des Christentums in Europa: Ein Überblick

Das amerikanische „Claremont Review of Books“ stellt in seiner aktuellen Ausgabe neue strategische Ansätze zur Sicherstellung der Kontinuität des Christentums in westlichen Gesellschaften vor. Vier christlich-konservative amerikanische Autoren hatten dazu in den vergangenen Monaten Strategieansätze vorgelegt, die auch auf Europa übertragbar sind. […]

Kulturelle Kontinuität

Michel Houellebecq: Katholizismus und kulturelle Erneuerung in Frankreich

Im Magazin „Der Spiegel“ äußerte sich der französische Schriftsteller Michel Houellebecq über die von katholischen Akteuren ausgehenden Ansätze kultureller Erneuerung in Frankreich. Für den Autor, der in seinem dystopischen Roman „Unterwerfung“ ein satirisch zugespitztes Szenario der Islamisierung Frankreichs beschrieben hatte, ist die Rückkehr vieler Franzosen zu ihren kulturellen und religiösen Wurzeln „einer der interessantesten Momente in der jüngsten Geschichte“. […]

Kulturelle Kontinuität

Guiseppe Gracia: Christliche Selbstbehauptung im postchristlichen Europa

Der Schriftsteller und Journalist Guiseppe Gracia ist Sprecher des schweizerischen Bischofs Vitus Huonder. In einem aktuellen Beitrag beschreibt er die Herausforderungen für das Christentum in Europa in Folge zunehmender Intoleranz gegenüber christlichem Denken, etwa in Fragen des Lebensschutzes oder des Menschen- und Geschlechterbildes. Vor diesem Hintergrund regt er an, neue Strategien der christlichen Selbstbehauptung in Europa zu finden. […]

Kulturelle Kontinuität

Heinrich August Winkler: Das Europa der Nationen als kulturelle Errungenschaft

Der Historiker Heinrich August Winkler lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Der Spiegel beschreibt er die „historisch gewachsene nationale Vielfalt“ als eine der kulturellen Errungenschaften Europas und warnt vor Bestrebungen zur Auflösung des Nationalstaates. Winkler kritisiert in seinem Beitrag neomarxistische Stimmen wie den Schriftsteller […]

Herausforderungen

Bayern: Katholizismus als Identitätskern und Träger des Gemeinwohls

Eine Analyse in der Süddeutschen Zeitung untersuchte vor einigen Tagen unter dem Titel „Aufstand der Aufstrebenden“ den Verlust des Rückhalts der CSU in Niederbayern in Folge der Abwendung der Partei von konservativen Positionen. In diesem Zusammenhang betonten die Autoren auch die Bedeutung katholischer Milieus als Träger von Kultur, Identität und Gemeinwohl in dieser im Vergleich zu anderen Teilen Deutschlands kulturell vergleichsweise intakten Region. […]

Kulturelle Kontinuität

Die Pariser Erklärung: Ein Manifest für die Verteidigung Europas

Eine Gruppe christlich-konservativer europäischer Intellektueller hat vor einigen Tagen ein als „Pariser Erklärung“ bezeichnetes Manifest veröffentlicht, in dem sie die gegenwärtige geistige und kulturelle Lage Europas analysieren und zu seiner Verteidigung gegen die Herausforderungen aufrufen, die es in seiner Existenz bedrohen. Zu den Unterzeichnern gehören mit den Philosophen Robert Spaemann (einem Berater Benedikts XVI.) und Robert Scruton zwei der führenden Stimmen des europäischen Konservatismus der Gegenwart. […]

Kulturelle Kontinuität

Gabriele Kuby: Christliche Prinzipien des politischen Kampfes

Die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby ist vor allem durch ihre Kritik an der Gender-Ideologie international bekannt geworden. In ihrer jetzt erschienenen Schrift mit dem Titel „Christliche Prinzipien des politischen Kampfes“ setzt sie sich mit der Frage auseinander, wie Christen auf die Erosion der kulturellen Grundlagen westlicher Gesellschaften und die damit verbundenen Herausforderungen antworten können. […]

Kulturelle Kontinuität

Ulrich Greiner: Das Scheitern der Moderne und die Erneuerung des christlichen Konservatismus

Der Literaturwissenschaftler und Kulturjournalist Ulrich Greiner, der für die Wochenzeitung Die Zeit als verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur tätig ist, fand vor einiger Zeit zum christlich-katholischen Glauben und wandte sich von den progressiven Ideologien ab, denen er früher nahestand. In seinem jetzt im Rowohlt-Verlag erschienenen Buch „Heimatlos: Bekenntnisse eines Konservativen“ beschreibt er seinen geistigen Weg und setzt sich mit den Perspektiven einer Erneuerung des christlichen Konservatismus in Deutschland auseinander. […]

Kulturelle Kontinuität

Voraussetzungen kultureller Kontinuität – Jüdische Erfahrungen (Teil 3): Pflege von Identität und Tradition

Der Historiker Shalom Salomon Wald hat für das „Jewish People Police Institute“ (JPPI) der „Jewish Agency for Israel“ unter dem Titel „Rise and Decline of Civilizations – Lessons for the Jewish People“ eine Studie über die Voraussetzungen langfristiger kultureller Kontinuität erstellt. Einige seiner Erkenntnisse sind auch in Zusammenhang mit der Betrachtung strategischer Herausforderungen für das Christentum in Europa relevant. Der aktuelle Teil unserer Serie über die Gedanken Walds stellt seine Überlegungen zur Bedeutung der Pflege von Identität und Tradition vor. […]

Kulturelle Kontinuität

Ernst Jünger: Das Christentum als Wurzel der Erneuerung Europas

Der Schriftsteller, Philosoph und Offizier Ernst Jünger stand dem Widerstand im Dritten Reich nahe. Als Mitarbeiter des Widerstandskämpfers General Carl-Heinrich von Stülpnagel verfasste er 1943 eine Denkschrift mit dem Titel „Der Friede“, in der er eine mögliche Ordnung für ein Europa nach dem Sturz der nationalsozialistischen Herrschaft skizzierte. In dieser Schrift stellte er das Christentum den totalitären Utopien und Ideologien seiner Zeit gegenüber und betrachtete es als Wurzel einer möglichen Erneuerung Europas. […]

Kulturelle Kontinuität

Dienstvorhaben und kulturelle Erneuerung: Die christliche Strategie der Zellen

Der protestantisch-freikirchliche Theologe Stefan Vatter setzt sich in seinem Werk „Finden, fördern freisetzen – Die Gabe des apostolischen Dienstes“ mit dem Ethos und der Praxis des christlichen Dienstes auseinander. In diesem Zusammenhang geht er näher auf die „Strategie der Zellen“ ein, mit der iroschottische Mönche im frühen Mittelalter neben anderen christlichen Orden an der kulturellen Erneuerung Europas mitwirkten. […]

Kulturelle Kontinuität

Kulturelle Kontinuität: Das Konzept der Parallel-Polis

In den 1970er Jahren entwickelten Bürgerrechtler der in der damaligen Tschechoslowakei aktiven Bewegung Charta 77 ein Konzept, das kulturelle Kontinuität während der Zeit totalitärer Herrschaft sicherstellen und die Grundlage für spätere Erneuerung der Kultur legen sollte. Der Urheber des Konzepts, der katholische Intellektuelle Václav Benda, bezeichnete dieses Konzept als „Parallel-Polis“. […]

Herausforderungen

Philosoph Martin Heidegger: Die Krise Europas und ihre Überwindung

Der Philosoph Martin Heidegger kommt in seiner Analyse der Krise Europas zu sehr ähnlichen Ergebnissen wie die vor allem aus katholischer Perspektive heraus vorgenommene christlich-konservative Analyse. Diese geht davon aus, dass  diese Krise das Ergebnis von dessen kulturellen Loslösung europäischer Gesellschaften von dem transzendenten Ziel sei, auf das hin es […]