Christlicher Dienst

Kardinal Sarah: Der Dienst des Christentums an einem sterbenden Europa

Robert Kardinal Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart. In einer Predigt in der Kathedrale von Chartres hat er vor einigen Tagen Christen zum Dienst an einem sterbenden, von wahnhaften Ideologien geistig zerstörten Europa aufgerufen. Die gegenwärtige Lage erfordere von Christen einen totalen Einsatz. Nur Heilige und Märtyrer könnten Europa aus der Dunkelheit führen. […]

Herausforderungen

Bernard Lewis: Der Islam als existenzielle Herausforderung für Europa

Der britisch-amerikanische Historiker Bernard Lewis (1916-2018) lehrte zuletzt an der Princeton University und galt als einer der weltweit führenden Experten für die Geschichte des Nahen Ostens und des Islam. Bereits in den 1970er Jahren prognostizierte er das Erstarken des politischen Islam und einen daraus resultierenden „Clash of Civilizations“. Aus Anlass seines Todes am vergangenen Wochenende stellen wir seine wichtigsten Gedanken über islambezogene Herausforderungen für Europa vor. […]

Christliches Erbe

Christopher Dawson: Die Apostel des Abendlandes – Teil 1: Der lange Winter

Christopher Dawson (1889-1970) lehrte an der Harvard University und gilt als einer der bedeutendsten christlichen Historiker des 20. Jahrhunderts. In seinen wichtigsten Werken schildert er, wie christliche Mönche und Herrscher im Frühmittelalter Europa schufen und in einem jahrhundertelangen Überlebenskampf verteidigten.
Im ersten Teil unserer Serie behandeln wir die Ausführungen Dawsons darüber, wie die Mönche im „langen Winter“ nach dem Untergang des Römischen Reiches zunächst Inseln im Chaos schufen und anschließend planvoll das christliche Europa aufbauten. Dawson nennt sie „die Apostel des Abendlandes“ und „die Wächter und Hüter“, denen das heutige Europa seine Existenz verdanke. […]

Katholische Soziallehre

Ludger Schwienhorst-Schönberger: Christentum, Gesinnungsethik und Migration

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. In der Maiausgabe der jesuitischen Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“ setzt er sich mit dem Problem gesinnungsethischer Tendenzen in der Kirche auseinander. Diese hätten die rationale Ethik der katholischen Soziallehre in Deutschland weitgehend verdrängt und in der Migrationspolitik zu falschen Entscheidungen beigetragen. […]

Katholische Soziallehre

Stefan Reinecke: Offene Grenzen gefährden das Gemeinwohl

Der Politikwissenschaftler Stefan Reinecke ist für das Parlamentsbüro der Tageszeitung „taz“ tätig. In einem aktuellen Aufsatz kritisiert er unter Anknüpfung an Gedanken des Philosophen Michael Walzer die Forderung liberaler und progressiver Akteure nach offenen Grenzen und unkontrollierter Migration. Diese Forderung gefährde das Gemeinwohl. Reinecke zufolge wäre „eine Welt ohne Staaten und Grenzen […] nicht friedlicher und freier, sondern chaotischer und rechtloser.“ […]

Herausforderungen

Václav Benda: Warum es keinen guten Marxismus gibt

Der katholische Philosoph Václav Benda war einer der führenden Dissidenten in der kommunistischen Tschechoslowakei. In seinen Texten, die kürzlich unter dem Titel „The Long Night of the Watchman“ in englischsprachiger Übersetzung erschienen sind, lehnt er die Vorstellung, dass es einen guten Marxismus geben könnte, grundsätzlich ab. Teile der Kirche hätten sich von marxistischer Ideologie korrumpieren lassen. Jede Annäherung an diese Ideologie sei jedoch falsch, da es nie zum Guten führen könne, wenn man sich am Bösen orientiere. […]

Katholische Soziallehre

Felix Dirsch: Der christliche Patriotismus der katholischen Soziallehre

Der Politikwissenschaftler und Theologe Felix Dirsch ist unter anderem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. In der katholischen Wochenzeitung „Der Tagesspiegel“ argumentiert er, dass es in der katholischen Soziallehre einen „Dreiklang von Heimatliebe, Vaterlandsliebe und Liebe zur Kirche“ gebe. Der damit verbundene christliche Patriotismus wirke den extremen Tendenzen sowohl progressiver als auch nationalistischer Ideologien entgegen. […]

Kulturelle Kontinuität

Zerfall und Bedrohung: Franz Kafka und die Spiritualität des schützenden Dienstes (Teil 2)

Der jüdische Schriftsteller Franz Kafka zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Literaturgeschichte. In einigen seiner Erzählungsfragmente setzt er sich mit Fragen der Spiritualität des schützenden Dienstes auseinander. Sein Text „Ein altes Blatt“ behandelt den Zerfall eines Gemeinwesens, das seine religiöse Kraft verloren hat, und dessen daraus resultierende Wehrlosigkeit gegenüber der Bedrohung durch das feindselige Fremde. […]

Glaube und Ethos

Iwan Iljin: Das christliche Ethos des militärischen Dienstes

Der russisch-orthodoxe Philosoph Iwan Iljin (1883-1954) wurde 1922 aus der Sowjetunion verbannt und setzte sich in seiner Arbeit unter anderem mit Fragen der Bekämpfung totalitärer Ideologien auseinander. In seinem 1925 veröffentlichten und jetzt erstmals in deutscher Übersetzung erschienenen Werk „Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse“ entwirft er ein christliches Ethos für die Verteidiger des Gemeinwesens in Militär, Polizei, Nachrichtendiensten und Justiz. […]

Katholische Soziallehre

Ludger Schwienhorst-Schönberger: Das Christentum als normative Grundlage europäischer Staaten

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. Im Zusammenhang mit der Debatte über die Anbringung christlicher Kreuze an Dienstgebäuden des Freistaats Bayern weist er darauf hin, dass jedes Gemeinwesen ein metaphysisches Fundament benötige. Es könne keinen weltanschaulich neutralen Staat geben. Das Christentum habe bewiesen, dass es eine gute normative Grundlage für gelingende Gemeinwesen darstelle. Es sei daher zu befürworten, wenn Staaten sich auf diese Grundlage stellen und dies auch öffentlich zeigen würden. […]

Glaube und Ethos

„Schutz für die Jahrhunderte“: Franz Kafka und die Spiritualität des schützenden Dienstes (Teil 1)

Der Schriftsteller Franz Kafka zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Literaturgeschichte. In einigen seiner Erzählungsfragmente setzt er sich mit Fragen der Spiritualität des schützenden Dienstes auseinander. Dabei greift er sowohl auf mythologische Elemente, die sich unter anderem auch im Gralsmythos finden, als auch auf biblische Bilder zurück. Der erste Teil unserer Serie behandelt die Erzählung „Beim Bau der Chinesischen Mauer“. […]

Christlicher Dienst

Bischof Tichon: Katholisch-orthodoxe Zusammenarbeit für die Bewahrung des christlichen Europas

Der russisch-orthodoxe Bischof Tichon ist unter anderem Leiter des Rats für Kulturfragen des Patriarchen von Moskau und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. In einem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Gespräch geht er auch auf die Zusammenarbeit zwischen russisch-orthodoxem Christentum und der katholischen Kirche ein. Ziel dieser Zusammenarbeit sei es, die christliche Identität Europas zu bewahren. […]

Kulturelle Kontinuität

Peter J. Brenner: Die Krise und Selbstbehauptung Europas

Der Germanist Peter J. Brenner lehrte zuletzt an der Universität zu Köln und hat sich in seiner Arbeit vor allem mit kulturtheoretischen Fragen auseinandergesetzt. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Fremde Götter – Religion in der Migrationsgesellschaft“ analysiert er das Unvermögen der liberalen und postmodernen Eliten Europas zur kulturellen Selbstbehauptung und untersucht Perspektiven einer kulturellen Erneuerung. […]

Glaube und Ethos

Henri de Lubac: Europa braucht ein männlicheres Christentum

Kardinal Henri de Lubac (1896-1991) war einer der wichtigsten katholischen Theologen des 20. Jahrhunderts. In seinem 1944 erschienenen Buch „Über Gott hinaus – Die Tragödie des atheistischen Humanismus“ warnte er, dass die Abwertung männlicher Spiritualität und maskuliner Tugenden durch liberale Strömungen in der Kirche destruktive neuheidnische Ideologien begünstige. Viele Männer würden sich aufgrund unmännlicher Tendenzen in der Kirche vom Christentum abgestoßen fühlen und fragwürdigen Weltanschauungen zuwenden. Dieser Herausforderung wirksam zu begegnen erfordere ein „männliches und kraftvolles Christentum“. […]

Herausforderungen

Douglas Murray: Der Selbstmord Europas – Teil 4: Perspektiven kultureller Erneuerung

Der britische Publizist Douglas Murray gilt als einer der wichtigsten konservativen Denker des Landes. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Der Selbstmord Europas“ analysiert er kulturelle und gesellschaftliche Auflösungsprozesse in Europa. Der vierte und abschließende Teil unserer Serie über die Gedanken Murrays behandelt Perspektiven der kulturellen Erneuerung Europas. […]

Herausforderungen

Douglas Murray: Der Selbstmord Europas – Teil 3: Der Unwille zum Erkennen der Lage

Der britische Publizist Douglas Murray gilt als einer der wichtigsten konservativen Denker des Landes. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Der Selbstmord Europas“ analysiert er kulturelle und gesellschaftliche Auflösungsprozesse in Europa. Der dritte Teil unserer Serie über die Gedanken Murrays behandelt den in den politischen und kulturellen Eliten Europas verbreiteten Unwillen zum Erkennen der Lage. […]

Herausforderungen

Douglas Murray: Der Selbstmord Europas – Teil 2: Der Unwille zur Selbstbehauptung

Der britische Publizist Douglas Murray gilt als einer der wichtigsten konservativen Denker des Landes. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Der Selbstmord Europas“ analysiert er kulturelle und gesellschaftliche Auflösungsprozesse in Europa und ihre Folgen. Der zweite Teil unserer Serie über die Gedanken Murrays behandelt die postmoderne Ideologie der Selbstverleugnung und den Unwillen zur Selbstbehauptung, die das Europa der Gegenwart prägten. […]

Glaube und Ethos

Das Verschwinden der Tapferkeit aus der deutschen Kultur

In der “Welt am Sonntag” beschreibt die Journalistin Sarah Maria Brech das Verschwinden der christlichen Kardinaltugend der Tapferkeit aus der deutschen Kultur. Sie stützt sich dabei auf die Erkentnisse von Historikern und Sozialpsychologen. Tapferkeit sei in Deutschland “aus der Mode gekommen”, würde als unerwünscht oder sogar als kontraproduktiv gelten und sei zum „Anti-Wert geworden“. […]

Glaube und Ethos

Papst Franziskus: Dienst, Kampf und Opfer sind der Weg der Heiligen

In seinem heute veröffentlichten Lehrschreiben mit dem Titel „Gaudete et Exsultate“ äußert sich Papst Franziskus über die allgemeine Berufung des Menschen zur Heiligkeit. Dabei betont er, dass der Weg der Heiligen ein Weg des Dienstes, des Kampfes und des Opfers sei. Gott fordere vom Menschen die totale Indienststellung seines Lebens zum Wohl des Nächsten. Um diesen Auftrag ausführen zu können, müsse der aus eigener Kraft dazu nicht fähige Mensch diesen Auftrag annehmen und sich von Gott nach und nach verwandeln lassen. […]

Herausforderungen

Bassam Tibi: Die Islamisierung Europas und die „deutsche Unterwerfung“

Der Politikwissenschaftler Bassam Tibi lehrte zuletzt an der Universität Göttingen und ist als Schöpfer des Konzepts der „Leitkultur“ bekannt geworden. In einem aktuellen Aufsatz in der „Basler Zeitung“ warnt er vor einer Islamisierung Europas, die den Fortbestand des Kontinents als „Insel der Freiheit“ in einem sich ausbreitenden islamischen „Ozean der Gewaltherrschaft“ bedrohe. In einem „Neuen Zürcher Zeitung“ veröffentlichten Gespräch warf Tibi dem deutschen Staat zudem die „Kapitulation“ vor islamistischen Islamverbänden sowie „deutsche Unterwerfung“ vor. […]

Herausforderungen

Douglas Murray: Der Selbstmord Europas – Teil 1: Die Ursachen der Krise

Der britische Publizist Douglas Murray gilt als einer der wichtigsten konservativen Denker des Landes. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Der Selbstmord Europas“ analysiert er kulturelle und gesellschaftliche Auflösungsprozesse in Europa und ihre Folgen. Wir werden die Gedanken Murrays in den kommenden Tagen in einer mehrteiligen Serie vorstellen. Der erste Teil dieser Serie behandelt Murrays Betrachtungen zu den geistigen Ursachen der Krise Europas. […]

Herausforderungen

Frankreich: Zunehmende Abwendung junger Muslime von Kultur und Gesellschaft des Landes

Die am Pariser „Centre National de la Recherche Scientifique“ (CNRS) tätigen Soziologen Anne Muxel und Olivier Galland haben im Rahmen von Befragungen von Schülern in Frankreich eine wachsende kulturelle Kluft zwischen jungen Muslimen und Nichtmuslimen festgestellt. Rund ein Drittel der befragten muslimischen Jugendlichen habe im Zusammenhang mit einer verstärkten Hinwendung zum Islam den vollständigen Bruch mit der Kultur und Gesellschaft Frankreichs vollzogen und bis zu 70 Prozent würden islamistische Anschläge befürworten. […]

Glaube und Ethos

Oberst Beltrame: Soldat, Held und christlicher Märtyrer

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat den Opfergang des französischen Obersts Arnaud Beltrame in seiner Osterpredigt angesprochen. Dabei betonte er, dass Beltrame auch ein Held sowie „ein Beispiel für militärische Tugenden“, vor allem aber ein christlicher Märtyrer gewesen sei. Das Opfer Beltrames mache einen Teil des Ostergeheimnisses sichtbar, in dessen Zentrum der Dienst an anderen stehe. […]