Tilman Nagel: Es wird keine Integration des Islam in Europa geben

Alexandre-Évariste Fragonard - Saladin in Jerusalem (gemeinfrei)

Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel lehrte zuletzt an der Universität Göttingen und verfasste mehrere Standardwerke seines Fachs. In einem aktuellen Aufsatz beschreibt er, warum der Islam in seinen wesentlichen Ausprägungen nicht in Europa integrierbar sei und auch künftig nicht sein werde.

Diese mangelnde Integrierbarkeit ergebe sich vor allem aus der kulturellen Fremdheit des Islam, dessen Anhänger in vielen Fällen in europäischen Gesellschaften, die auf dem Islam fremden kulturellen Grundlagen beruhen würden, sozioökonomisch nicht erfolgreich sein könnten. Sie würden daher ethnisch-religiöse Unterschichten bilden und sich zunehmend auf die eigene Religion und Kultur besinnen, anstatt sich zu integrieren. Parallel dazu würden Ressentiments gegen die Gesellschaften und Kulturen Europas unter Muslimen zunehmen.

Außerdem wären postmoderne europäische Gesellschaften auch unter günstigeren kulturellen Voraussetzungen auf Seiten der Muslime nicht dazu in der Lage, diese zu integrieren. Es gebe eine Asymmetrie zwischen der zunehmenden Besinnung auf das Eigene unter Muslimen und einer zunehmenden Ablehnung des Eigenen in den postmodernen politischen Eliten Europas, aus der sich für Europa destruktive Wechselwirkungen ergäben:

Die starke muslimische Einwanderung nach Europa erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die wortführenden europäischen Eliten es als schick ansehen, im Gestus der – für sie folgenlosen – Selbstbezichtigung die eigene Kultur geringzuschätzen, ja, zu verdammen und alles „Exotische“ zu preisen, obwohl man es allenfalls ganz oberflächlich kennt. In der islamischen Welt hingegen ist seit Langem eine Rückbesinnung auf das Eigene zu beobachten. Dessen Höherwertigkeit und die ihm zugeschriebene Kraft, die Welt von ihren durch den Westen verschuldeten Leiden zu erlösen, gelten den muslimischen Einwanderern als ausgemacht. […]

Die nach westlichem Maßstab erschreckenden zivilisatorischen und intellektuellen Defizite, die eine erdrückende Mehrheit der Bevölkerung in den islamischen Ländern aufweist und die in zahlreichen statistischen Erhebungen von neutraler Seite dokumentiert sind, fallen mit der beschriebenen muslimischen Selbstüberhebung zusammen, was schwerlich ein Zufall ist. […]

Je häufiger Einwanderer an der Einfügung in die ihnen fremden Lebensverhältnisse scheitern, desto größer die Versuchung, sich gegen sie abzukapseln und eine Kompensation im skizzierten islamischen Selbst- und Weltverständnis zu erhoffen.

Eine Gesellschaft, die unkritisch den Islam rühmt und die europäische Zivilisation wenn nicht verwirft, so doch wenigstens mit anmaßendem Hohn ironisiert, bietet den Muslimen keinen Anreiz, sich auf ihre neue Lebenswelt ernsthaft einzulassen.1

Die Mehrheit der Muslime erhoffe sich von der Migration nach Europa eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und habe daher nicht die Absicht, die Gesellschaften Europas zu zerstören. Aus den tiefgreifenden Unterschieden zwischen islamischer und europäischer Kultur ergebe sich jedoch eine nicht aufhebbare Spannung.

Alle relevanten Strömungen des Islam würden auf der Ansicht beruhen, dass die Religion bzw. der Islam Kultur und Gesellschaftsordnung prägen solle. Ein vorbehaltloses Einfügen in die nichtislamischen Kulturen und Gesellschaftsordnungen Europas sei für den Großteil der Muslime daher nicht möglich bzw. würde eine Abwendung vom Islam voraussetzen.

Hintergrund

Die Beobachtungen und Warnungen Nagels decken sich mit denen anderer Beobachter der Entwicklung.

  • Der Historiker Bernard Lewis, der als einer der weltweit führenden Experten für die Geschichte des Islam galt, hatte den Begriff des „Clash of Civilizations“ geprägt, der später durch den Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington aufgegriffen wurde. Der weltweit erstarkende politische Islam betrachte das Christentum und die auf ihm beruhenden Kulturen Europas als seinen wichtigsten Gegner und Konkurrenten. Diese Wahrnehmung stelle eine Konstante in der Geschichte des Islam dar. Die damit verbundenen Konflikte seien weder abwendbar noch im Dialog lösbar. Es werde für ein Europa, das nicht dazu bereit sei, wirksame Maßnahmen zum Schutz seiner Identität zu ergreifen, schwierig werden, „in dem Kampf zu bestehen, der sich gerade entwickelt“.
  • Der Historiker Walter Laqueur, der als Begründer der Terrorismusforschung gilt, sprach in diesem Zusammenhang von „heraufziehenden Stürmen“. Angesichts der langfristigen Folgen von Massenzuwanderung, demographischer Entwicklung, kultureller Erschöpfung, Mangel an Willen zur Selbstbehauptung und Realitätsblindheit der Politik werde es für Europa künftig “ums Überleben” gehen. Von der Integrierbarkeit der Mehrheit der muslimischen Migranten in Europa auszugehen stelle vor dem Hintergrund der gegenteiligen Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte eine „Lebenslüge“dar.
  • Der Politikwissenschaftler Martin Rhonheimer sprach davon, dass der Islam einen kulturellen „Fremdkörper“ in Europa darstelle und nicht integrierbar sei. Der Islam habe eine eigene, sich von der christlichen und säkularen Kultur Europas deutlich unterscheidende Kultur hervorgebracht. Ein wachsender kultureller Einfluss des Islam in Europa erfolge daher zwangsläufig auf Kosten der kulturellen Substanz Europas. Die Migration von Muslimen nach Europa bringe daher „unkalkulierbare und unvorhersehbare Risiken“ mit sich.
  • Der Sozialwissenschaftler Gilles Kepel, der als einer der führenden Islamismusexperten weltweit gilt, warnte 2017 vor einer „Balkanisierung Europas entlang religiöser und ethnischer Linien“ im Zuge von Migration, demographischer Entwicklung und ausbleibender Integration und Assimilation von Muslimen. Der Islam bilde zunehmend die Grundlage einer Gegenidentität, die sich über die Ablehnung europäischer Kultur definiere und zunehmend radikalisiere. Jüngere Muslime seien häufig schlechter integriert als die Generation ihrer Eltern und würden häufiger radikalen Islamvorstellungen anhängen.

Der Migrationsforscher Ruud Koopmans erklärte 2017, dass der real existierende Islam angesichts der Tendenzen, die den Islam sowie muslimische Bevölkerungen in Europa derzeit prägten, offensichtlich nicht zu Europa gehöre. Diejenigen Strömungen im Islam, deren Präsenz in Europa nicht von problematischen Folgen begleitet sei, seien innerhalb des Islam weitgehend isoliert und würden nur von einer kleinen Minderheit der Muslime unterstützt.

  • Aktuelle Studien belegen außerdem eine zunehmende Abwendung vor allem junger Muslime u.a. in Frankreich und Deutschland von Kultur und Gesellschaft dieser Staaten sowie das Vorhandensein von gewaltlegitimierender Christenfeindlichkeit bei vielen der derzeit nach Europa kommenden irregulären muslimischen Migranten.
  • Der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi sprach angesichts von zunehmender Christen- und Judenfeindlichkeit unter Muslimen in Europa davon, dass entsprechende Einstellungen wesenshafte Bestandteile des Islam seien.
  • Der Politikwissenschaftler Bassam Tibi warnte 2018 vor Islamisierungtendenzen in Europa, die den Fortbestand des Kontinents als „Insel der Freiheit“ in einem sich ausbreitenden islamischen „Ozean der Gewaltherrschaft“ bedrohe. Islamisierung sei in Europa vor allem mit der Ausbreitung eines kulturell niedrigstehenden Unterschichtenislam verbunden, der auch für liberale Muslime eine Bedrohung darstelle. Dies werde unterstützt von „linken europäischen Multikulturalisten“, welche „die europäische Identität ablehnen und deren Verteidigung sogar als Rassismus verfemen.“

Der für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätigen Islamwissenschaftlerin Rita Breuer zufolge sei diese Entwicklung Teil einer allgemeinen „Welle der Reislamisierung der islamischen Welt“. Unter Muslimen nehme weltweit „weit über extremistische Kreise hinaus“ Christenfeindlichkeit zu. Der Soziologe Mouhanad Khorchide warnte 2018, dass die Spannungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Europa noch nie so stark gewesen seien wie in der Gegenwart.

Eine im Auftrag von amerikanischen Nachrichtendiensten erstellte Studie prognostizierte Europa in diesem Zusammenhang eine „dunkle und schwierige Zukunft“. Eine ähnliche Prognose äußerten 2015 auch die Leiter mehrerer deutscher Sicherheitsbehörden in einer ursprünglich nicht zur Veröffentlichung vorgesehenen Stellungnahme.

6 Kommentare

  1. Aus meinem Fundus

    Das Schicksal aller christlichen Islamversteher:
    Klein Matten der Has, der macht sich den Spaß
    er will mal probieren den Tanz zu studieren
    und tanzt ganz allein auf dem hinteren Bein.
    Ein Fuchs kam entlang und dachte: oh Fang!
    Und sagte: Klein Matten so früh auf den Patten?
    Wie gut dass ich kann, ich tanze als Dam´
    Klein Matten gab Pfot, der Fuchs biss ihn tot…
    Jeder Schmusekurs mit dem Islam ging bislang blutig daneben!

    Pfau versus Truthahn
    Der orientalische Pfau trifft jetzt auf einen angekränkelten, christlichen Truthahn und tritt ihn nieder. Der Truthahn, seiner Konditionierung folgend, geht auf Gnade hoffend bei jedem Tritt tiefer in Demutshaltung statt zu kämpfen oder zu fliehen. Er wird so zu Tode getrampelt.
    Hätten der Papst und die Pastorentochter doch auf den Verhaltensforscher Konrad Lorenz gehört, so hätte das Abendland gerettet werden können!

    Der Dank der Schlange
    Wer kennt nicht das Märchen vom Dank der Schlange? Scheherezade hat es mir erzählt. Die Schlange entwich dem Korb ihres Beschwörers und floh zu einem Menschen: „Asyl! Bitte berge mich, ich werde dir reichen Lohn gewähren!“ Der Mann hatte Mitleid und nahm sie auf. Nachdem die Gefahr vorüber war, sprach die Schlange: „Ich habe dir Lohn versprochen. Wohin soll ich dich beißen? In das Gesicht oder in die Brust? Wähle!“

  2. Der Geburtsfehler des Islams – Warum es keinen Euro-Islam, also einen gemäßigten, liberalen, demokratiekompatiblen, menschenfreundlichen Islam geben kann:

    Alle Weltreligionen haben etwas, was attraktiv und faszinierend ist – eben das, was die Menschen zu unbedingten, opferbereiten Gläubigen macht.
    Beim Buddhismus ist es das Versprechen der Überwindung des universellen Leids, wenn ich mich einer bestimmten Lebensführung unterwerfe. Im Christentum sind es die Leitmotive der Liebe und, schon ganz stark im Alten Testament, der Gerechtigkeit und Freiheit. (Der Begriff „Gerechtigkeit“ kommt im Alten Testament über 500 Mal vor.)

    Und im Islam? Intellektuell, kulturell und spirituell gerät er gegenüber den erwähnten Religionen erst einmal ins Hintertreffen. Trotzdem tritt er stark und todesmutig auf – siehe „Islamisierung“.
    Ich denke, der Islam lebt und wächst dadurch, daß er saftige Belohnungen verspricht (Man lese dazu die Paradiesphantasien im Koran – dazu gehören dann die entsprechenden Strafphantasien.).
    Aber was viel entscheidender ist: Der Islam gibt seinen Gläubigen die uneingeschränkte Machtlizenz: die Macht über die eroberten Völker, Macht über die Ungläubigen, konkret die Juden und Christen, Macht über die Frauen (und Kinder), Macht über die Sexualität der anderen (Kastration und Genitalverstümmelung sind häufige Phänomene in islamisch geprägten Ländern), schließlich Macht über alle, die anders sind und leben wie die Gläubigen. Und bei denen der Wohlstand größer ist – auf den der Moslem, weil allein rechtgläubig, nun Anspruch hat.
    (So war – und ist – Sklaverei etwas Selbstverständliches im Islam; es existiert keine Fatwa, die sie verbietet.)

    Einen Menschen zu Gewalt und Macht zu ermächtigen, besonders wenn er sonst keine besonderen Qualitäten besitzt, hat für diesen etwas Unwiderstehliches, ja Berauschendes. (Wir kennen das nur zu gut aus dem Nationalsozialismus – Mitglied einer Herrenrasse zu sein entschädigte für einiges.)

    Nimmt man nun dem Islam diese Machtlizenz, die zwangsläufig mit Intoleranz verbunden ist, seine Raison d’être also – was bleibt dann übrig außer ein paar frommen, also banalen Friedenssprüchen (die zudem durch Drohungen, Gewaltphantasien, Diskriminierungen aller Nicht-Muslime relativiert werden)?! Das findet man in den anderen Religionen besser, das heißt weitaus tiefsinniger und geistdurchglühter. – Man lese nach.

    Der Islam stellt die Machtfrage. Es ist jetzt an uns zu antworten.

    • Werter Herr Bestek,
      guter Kommentar. Danke.

      Es stellt sich nur die Frage, warum der Islam von allen führenden Gesellschaftsgruppen, insbesondere von denen, die doch eher negative Erfahrungen mit ihm gemacht haben wie die Kirchen, angesichts der desolaten Zustände für Minderheiten in islamischen Ländern so hofiert wird? Hochgebildete Menschen wie Tilmann Nagel und die anderen im Artikel erwähnten Menschen warnen seit Jahren und Jahrzehnten vor den Folgen der islamischen Einwanderung. Die Schimäre eines Euro-Islams, das Wunschdenken einer gelingenden Integration des Islams hier in Europa sollte doch viele Menschen wach werden lassen. Aber nichts geschieht. Niemand wird wach!

      Hat es damit zu tun, dass die Menschen den Eindruck haben, sie hätten keinerlei Einfluss mehr auf Politik und Gesellschaft? Die da oben machen eh, was sie wollen. Ist es die strikt von der Politik verweigerte Haltung zur direkten Demokratie, die dieses Geführ verstärkt? Ist es die sukzessive Dauerabgabe von politischen Kompetenzen der Nationalstaaten an die EU und ist es das fehlende Mitspracherecht, selbst wirtschaftlich schwächste Länder in die EU aufgenommen zu haben, die die Menschen so gleichgültig werden lässt? Ist es die anerzogene linksindoktrinierte politische Korrektnis, die die Menschen so lethargisch werden lässt im Sinne eines betreuten Denkens? Ist es die zunehmende Zensur, die langsam aber sicher die Meinungsvielfalt abnehmen lässt? Ist es diese EU-Form, die demokratisch kaum legitimiert ist, die eine so große Akzeptanz in den Bevölkerungen hat oder hat sie diese nicht? Sind des die gehirngewaschenen Menschen, die die CO-2-Klima-Lüge schlucken bis hin zu gerichtlich angeordneten Diesel-Fahrverboten in den Städten, obwohl eine Zigarette und das Leben mit einem Adventskranz oder am Arbeitsplatz mehr CO2 einatmen lässt als im Freien an einer Straße gemessen wird? Ist es die klaglose Hinnahme der Energiewende, die die Landschaften verschandelt ohne Speicherkapazitäten zu haben? Ist es die Glorifizierung hin zu einem E-Motor, der schon jetzt eine Totgeburt ist und einen radikalen Angriff auf die hiesige Autoindustrie und insbesondere deren Zuliefererbetriebe ist?
      https://www.bild.de/bild-plus/geld/wirtschaft/wirtschaft/deutschlands-e-auto-papst-diesel-und-benziner-wirds-noch-ewig-geben-58849794,view=conversionToLogin.bild.html (Selbst die Überschrift dieses Bezahlartikels reicht aus.
      https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/kommentar-zum-mythos-e-auto-diese-l-wahrheit-tut-gut-59067042.bild.html

      Ist es die Wissenschaftshörigkeit, die den Menschen vorgaukeln, dass alles machbar sei? Ist es die religiöse Schwäche, die selbst Christen so naiv und schläfrig werden lässt, dass es kaum noch fassbar ist? Ist es die unfassbare Schande in Sachen Abtreibung, bei der jetzt die JUSOS dieselbe bis zur Geburt mit allen Konsequenzen fordert und die Mutterpartei schweigt, eine Strategie mittels Overton-Fensters? Ist des die moralische und ethische völlige Orientierungslosigkeit, die sich hier selbst bei der Justiz breitmacht? Kinderehe, kein Problem, Polygamie Kein Problem, Prostitution? Kein Problem. Ist die alte römische „Brot-und-Spiele-Politik“ die Ursache für diese Lethargie auch in der Kirche? Und ist es letztlich auch der Konsum von Unterhaltungsmedien aller Art, die Menschen immer dümmer und darum manipulativer werden lässt? Schließlich ist es doch toll, wenn Wisssen überall abgezapft werden kann und jederzeit verfügbar ist. Warum soll ich noch eigenes Wissen in meiner Birne speichern. Ich verlagere einfach meine Gehirnkapazitäten in mein Handy. Ist es der Umstand, dass ein Großteil des Lebens der Menschen außerhalb des Christentums stattfindet?

      Dieses Sammelsurium von Fragen aller Art mögen vielleicht auch Antworten sein auf diese mentale Situation einer immer schläfriger werdenden Gesellschaft der schweigenden Mehrheit.

      Wir trauen Gott und Jesus nichts mehr zu und glauben nicht mehr an Wunder, nicht einmal an die biblischen! Hierzu eine tolle Predigt gehört von Karl Wallner, Heiligenkreuz:
      http://www.kathtube.com/player.php?id=47043

      Gerade jetzt im Advent spricht alles von „Wacht auf!“ Die Bibel spricht vom Erkennen von Zeichen. Niemand jedoch WILL noch erkennen, denn das könnte ja unangenehme Denk-Nebenwirkungen auslösen.

  3. Erfolgreiche Integration erfordert ein stabiles Sozialgefüge, dem sich der Hinzukommende anpassen soll, mit anderen Worten: der Schlüssel muß zum Schloss passen, nicht umgekehrt. Eine unbequeme Anpassungsleistung wird logischerweise nur erbracht werden, wenn keine Aussicht besteht, dass sich das Sozialgefüge ihm anpasst. Besteht diese aber, wie in Deutschland, wo eine fremdstämmige Staatsfunktionärin den Deutschen mitteilt, die Grundlagen des Zusammenlebens müßten täglich (wie auf dem Bazar) neu verhandelt werden und auch die Mehrheitsgesellschaft müsse sich integrieren, wird keine nennenswerte Anpassung erfolgen, da sich hier offenbar das Türschloß dem Schlüssel anzupassen hat. Eine vorschußweise erbrachte Anpassungsleistung würde unter geltenden Bazar-Regeln nur die eigene Verhandlungsposition schwächen und die eigenen Interessen schädigen.

    Konkret: Welcher Moslem wird sich einem mitteleuropäischen Gesellschaftgefüge anpassen, wenn die landläufig immer noch als bürgerlich-konservativ geltende „C“DU in Hamburg 2020 mit der türkischstämmigen Politikerin Aygül Özkan eine moslemische Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin ins Rennen schicken will? (https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/den-anderen-linken-parteien-einen-schritt-voraus/)

  4. Papst Franziskus hat sehr interessante Dinge über Weihnachten gesagt, das er seinen Worten nach offenbar als eine Art Migrationsfest betrachtet. Er sprach unter anderem davon, dass die Menschen Europas mehr „Erziehung“ nötig hätten, um diesem segensreichen Phänomen nicht mit so furchtbaren Dingen wie „Unduldsamkeit“ zu begegnen:
    https://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2018-12-15/papst-weihnachten-steht-im-zeichen-von-flucht-und-migration

    • Der Papst sollte wissen, dass Weihnachten nichts mit Flucht zu tun hat, sondern zunächst einmal mit einer Volkszählung. Dass Herodes Jesus laut Bibel töten wollte,, weil er geboren wurde und er Konkurrenz befürchtete, steht auf einem anderen Blatt. Somit ist die Geburt Christi, welches das eigentliche Weihnachtsereignis darstellte, kein Fluchtgeschehen.

      m Übrigen waren die 3 Weisen aus dem Morgenland wohl der Grund für die Anordnung Herodes‘ , Jesus töten zu wollen. Die Flucht Jesu letztlich als Grundlage jeglichen globalistischen Migrationsgeschehens umzudeuten ist völlig unzulässig. Zunächst war Jesus nach der Geburt, welche nichts mit Weihnachten zu tun hatte, tatsächlich auf der Flucht. Die koptische Kirche gründet übrigens auf diesem Geschehen. Nach dem Tod Herodes‘ als der Fluchtgrund weggefallen war, machte sich die hl. Familie sofort auf den Weg in die Heimat. Bei Jesu‘ Famlie handelte es sich somit um eine echte Flüchtlingsfamlie, nicht zu vergleichen mit den Flüchtlingen oder Migranten, die sich hier alle auf Merkels Einladung und offenen Grenzen hin versammeln dürfen, also von mir aus kein Vorwurf an die „Flüchtlinge“ und „Migranten“ (außer den kriminell gewordenen), sondern eindeutig an Merkel und Altparteien.

      Der Papst sollt die echte Flucht Jesu nicht mit dem Weihnachtsgeschehen verknüpfen und sollte eher die Echtheit der Fluchtursachen bei Jesus betonen.

      Er sagt:

      Der Papst warb für Bildungsinitiativen für jene Kinder, die durch Migration aus ihrem Schulalltag gerissen worden seien. Sie brauchten eine Bildung, „um morgen einmal als mündige Bürger am Gemeinwohl arbeiten und teilhaben zu können“, so Franziskus. Auch die Menschen in Europa hätten eine Erziehung zu Aufnahmebereitschaft und Solidarität nötig, um zu verhindern, dass Migranten und Flüchtlinge „auf Gleichgültigkeit oder, schlimmer, Unduldsamkeit“ stießen.

      Der Papst macht es sich hier wieder einmal zu leicht. Er versteckt sich hinter Kindern. Er weiß genau, aus welchem Kulturkreis die Migranten kommen, die nach Europa wollen und er sollte endlich einmal solche Artikel wie die von Tilmann Nagel lesen, bevor er sich politisch den globalistisch-sozialistischen NWO-Apologeten, den Freimaurern und anderen materialistischen Kräften anbiedert. Auf dem amerikanischen Kontinent mag er Recht haben. Aber jeder Staat muss auch das Recht haben, Migration selbst steuern zu dürfen.

      In diesen Punkten ist dieser Papst m. E. ein Totalausfall und möchte offensichtlich, dass christliche Resteuropa noch weiter islamisiert wird. Solche Christenführer treffen m. E. sehr frei und wohl ein wenig boshaft:
      [Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
      Die stets das Gute will und stets das Schlechte schafft. Denn Islamisierung ist das absolut Schlechte für jedes ehemals christliche Land gewesen. Unter diesem Gesichtswinkel sollte nicht nur gerade der Papst, sondern auch die Politik den Migrationspakt und die Migrationspolitik sehen. Chaos und Anarchie anrichten ist kein guter Plan auch nicht unter dem Deckmantel der Fernstenliebe, die das Christentum nicht verkündet.

      https://conservo.wordpress.com/2017/09/06/papst-franziskus-uebertrifft-sogar-merkel-ihm-geht-die-umvolkung-in-europa-nicht-schnell-genug-voran/

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