Rita Breuer: Islambezogene Christenfeindlichkeit als Herausforderung für die Kirche

Leander Russ - Sturm der Türken auf die Löwelbastei 1683 (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer ist beim Bundesamt für Verfassungschutz tätig. In ihrem vor einiger Zeit in überarbeiteter Neuauflage erschienenen Buch „Im Namen Allahs? Christenverfolgung im Islam“ analysiert sie die im Zuge des globalen Erstarkens islamistischer Akteure im islamisch geprägten Kulturraum sowie in Europa verstärkt auftretende Christenfeindlichkeit. In diesem Zusammenhang kritisiert sie, dass die katholische Kirche dieser Herausforderung nur unzureichend begegne.

In den vergangenen Jahren habe sich die Lage der Christen sowohl in Südostasien als auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika und Subsahara-Afrika deutlich verschlechtert. Insbesondere Salafisten würden eine „existenzielle Bedrohung für Christen“ darstellen.

  • Im Zuge der laufenden „Welle der Reislamisierung der islamischen Welt“würden islamistische Akteure unter Muslimen weltweit zunehmend an Rückhalt gewinnen. Diese Akteure würden Christen verstärkt als Feinde des Islam darstellen und Christenfeindlichkeit dadurch legitimieren.
  • Unter Muslimen nehme außerdem weltweit „weit über extremistische Kreise hinaus“ Christenfeindlichkeit zu, was insgesamt zu „massiven gewalttätigen Übergriffen in einer Vielzahl islamisch geprägter Länder“ führe.
  • Gleichzeitig würden Islamisten zu immer extremeren Mitteln bei der Verfolgung von Christen greifen. Militante Salafisten seien im Nahen Osten sowie in Nigeria zum Beispiel von Diskriminierung und einzelnen Gewaltakten zum Genozid übergegangen.

In den vergangenen Jahren habe es im Bereich der islambezogenen Christenfeindlichkeit ausschließlich negative Entwicklungen gegeben:

Es sieht nicht gut aus für die Christen in der islamischen Welt. […] Der Einfluss islamistischer Kräfte, denen es gelungen ist, über weite Teile das Denken der Bevölkerung zu prägen, hat weiter zugenommen und dazu geführt, dass die soziale, politische, religiöse und kulturelle Rolle der Christen im Nahen und Mittleren Osten wie auch ihre zahlenmäßige Präsenz deutlich geschwächt wurden.

Die Reislamisierung der letzten Jahre und Jahrzehnte, die sich in einer verstärkten Geltung von Scharia-Normen in Recht und Gesetz, aber auch in der alltäglichen Lebensführung, in der Diskurskultur und in der schroffen Ablehnung alles Unislamischen ausdrückt, hat den Christen ausschließlich Nachteile gebracht. Jedes Mehr an Islam in der Rechtsprechung, in der öffentlichen Meinungsbildung und in der Alltagskultur bedeutet für Christen […] ein Weniger an Rechten und gesellschaftlicher Akzeptanz.1

Islamistische Tendenzen würden zunehmend auch Muslime in Europa erfassen. Auch die seit 2015 laufende Welle irregulärer Migration habe zu einer Zunahme der Präsenz christenfeindlich eingestellter Muslime in Europa geführt. Es sei in diesem Zusammenhang von einer hohen Dunkelziffer christenfeindlicher Gewalt gegen Konvertiten sowie gegen Christen nichteuropäischer Herkunft in Europa auszugehen.

Breuers Kritik an der katholischen Kirche

Die Autorin kritisiert in diesem Zusammenhang den Umgang der katholischen Kirche mit islambezogener Christenfeindlichkeit:

  • Das fehlende Eintreten für verfolgte Christen werde von Islamisten als Zeichen von Schwäche und als Bestätigung dafür gedeutet, dass europäische Christen „sowieso alle nicht mehr wirklich glauben“. Dies verstärke die vorhandene Verachtung gegenüber Christen und fördere Christenfeindlichkeit.
  • Breuer nimmt an, dass ein Motiv der Kirche in Deutschland für die weitgehende Verweigerung der Unterstützung für verfolgte Christen die durch die tatsächliche Entwicklung widerlegte Annahme sei, dass Islamisten sich durch Beschwichtigung zu einer Abschwächung christenfeindlichen Vorgehens bewegen ließen.
  • Sie habe zudem den Eindruck, dass es Teilen der Kirche mangels gesellschaftlicher Akzeptanz islamkritischer Äußerungen als „peinlich erscheint, sich für Christen einzusetzen“, während andere Teile „einfach zu feige“ seien, „die Missstände zu benennen“.2

Die Autorin kritisiert als konkretes Beispiel Äußerungen des Präsidenten der Hochschule der Jesuiten für Philosophie in München, Michael Bordt, der es als „unverantwortlich“ bezeichnet hatte, bestimmte Terroristen  „Islamisten“ zu nennen, „weil damit der Islam, eine im Kern friedliche Religion, unter Generalverdacht gestellt wird“. Angesichts der Tatsache, dass militante Islamisten „vehement und ausschließlich auf ihre religiöse Motivation verweisen“, bewertet die Autorin diese Position als Ausdruck von Realitätsverweigerung.3

Hintergrund: Kritik am Umgang der Kirchen in Deutschland mit islambezogenen Herausforderungen

Ähnliche Kritik an den Kirchen in Deutschland und Europa hatten christliche Stimmen aus dem Nahen Osten und Subsahara-Afrika vorgebracht:

  • Zu diesen Stimmen gehört z.B. der nigerianische Bischof Matthew Kuka. Auch der ehemalige Leiter der katholischen Wohlfahrtsorganisation Caritas in Ägypten, der Jesuit Henri Boulad, hatte entsprechende Kritik geäußert.
  • Die katholischen Patriarchen des Nahen Ostens hatten kürzlich einen allgemein in Europa kaum beachteten Hilferuf an die Kirche veröffentlicht. In diesem Zusammenhang sprachen sie von einem drohenden Verschwinden des Christentums aus der Region in Folge eines planmäßigen Genozids, dem die Welt tatenlos zusehe.

Auch einige ehemalige Muslime sowie liberale Muslime in Deutschland hatten den Umgang der Kirchen mit islambezogenen Herausforderungen kritisiert:

Die katholische Soziallehre hat eine Reihe von strategischen Ansätzen zum Umgang mit islambezogenen Herausforderungen formuliert. (ts)

9 Kommentare

  1. Die katholische Soziallehre hat eine Reihe von strategischen Ansätzen zum Umgang mit islambezogenen Herausforderungen formuliert. (ts)

    Ich denke, dort sollte dann auch der Inhalt des folgenden Links http://www.kath.net/news/7678 aufgenommen werden, zumindest der Teil, in dem die, vatikanische Warnung vor Eheschließungen zwischen Katholikinnen und Muslimen wirksam werden sollte.
    http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/migrants/documents/rc_pc_migrants_doc_20040514_erga-migrantes-caritas-christi_ge.html
    Hat jemand in Erfahrung bringen können, ob hier in Deutschland solche vatikanischen Empfehlungen an junge Katholikinnen durch die hiesige Kirche weitergegeben wurden oder ob das auch verschwiegen wurde? Denn das alles hat wohl bereits anno domini 2004 stattgefunden. Ist wohl in Vergessenheit geraten oder es hat den Dialog gestört.

    Die Suche nach Gemeinsamkeiten zwischne Islam und Christentum, der immer wieder beschworen wird, kann doch letztlich nur auf falschen oder nur formalen Gemeinsamkeitsfindungen beruhen, nicht auf geistlich wahre.

    Gebet:
    Christentum: frei, dringend empfohlen, Jesus kritisiert an einer Stelle das Plappern als Gebet, Innere Sammlung und in Liebe oder aus Kummer und Not heraus soll gebetet werden. Rein, deklarierende Gebete scheinen dem Herrn nicht wichtig. Gebeteshaltung: Stehend mit geöffneten Armen zum Herrn oder auch knieend bei der Wandlung der hl. Messe in innerer Sammlung. Stets muss die Seele ehrlich beten Islam: Höllendrohung, falls nicht praktiziert, Ohne Normgebete ab in die Hölle. Gebetshaltung: Niederwerfen in Unterwerfung. Gebet von Männern kann ungültig werden, wenn Frauen, Hunde oder Pferde (Esel) die Gebetsrichtung nach Mekka kreuzen. Gebet muss wiederholt werden.

    Fasten:
    Christentum: frei, dringend empfohlen, Islam: Hollenandrohung, falls nicht praktiziert

    Spiritualität:
    Christentum: Jesus fordert dazu auf, in das Herz auf das Wesentliche der Liebe Gottes und der Nächstenliebe zu achten, Islam: Spiritualität ist streng an den Koran und islamische Schriften gebunden. Fatwen legen die Spiritualität an die Kette

    Einer Gott
    Christentum: Dreifaliger Gott, Vater, Sohn, Hl. Geist als Einheit, hier besonders die Integration Jesu und des Hl. Geistes zu erwähnen, an welchen diesem Gott dessen Vollkommenheit verdeutlich wurde bis hin zur Feindesliebe. Dieser Gott ist sich nicht zu schade, sich von Menschen in DEMUT, eine völlig herausragende und dimensionssprengende Eigenschaft Gottes umbringen zu lassen.
    Islam: Der eine Gott residiert fern von Menschen, spricht nur mittelbar durch Koran mit ihnen und teilt die Menschen religionsrassistisch in gut und böse ein mit entsprechenden Diskriminierungs- und Verfolgungsgeboten

    Eheschließung:
    Christentum: Sakrament, Zeichen Gottes, religiöse Gleichberechtigung, Islam: Geschäftsabschluss durch Morgengabe, Arrangierte Ehe: Schweigen der Braut reicht aus, gilt als Zustimmung. Göttlich festgezurrte Ungleichheit für Frauen, dürfen in der Ehe vergewaltigt werden. Beutefrauen ebenfalls in vergewaltigender Weise erlaubt.

    Frieden:
    Christentum:
    Jesu fordert Frieden mit allen Menschen ohne Unterschied! Mohammed: Friedensforderung nur für Muslime. Bei Abweichung: Stress und Abgrenzung

    Feindesliebe:
    Christentum: Jesus fordert und praktiziert diese selbst: Mohammed legitimert auch Rache, mit Liebe zu Ungläubigen haben es weder Allah noch Mohammed sonderlich.

    Barmherzigkeit Gottes:
    Christentum: Die Barmherzigkeit Gottes ist allumfassend, wenn Menschen zu ihm umkehren. Christen haben nicht unbedingt Vorteile. Sie stehen in der Pflicht. Islam: Barmherzigkeit Allahs nur für Muslime, alles andere fällt eh der Hölle anheim, natürlich auch Muslime, die irgendwelche Gebote nicht geachtet haben.

    Hölle/Satan:
    Christentum: Jesus warnt eindringlich vor dem, der Leib UND Seele zerstören kann. Mit Liebe und Nachfolge zu ihm, die ernsthaft versucht werden soll, wird die Hölle marginal. Für Nichtchristen bleibt sie jedoch präsent. Wir dürfen von GottesBarmherzigkeit ausgehen. Ihm wird es bei seinem Richterspruch auf die Liebe ankommen, die auch Nichtchristen gelebt haben und dies wird Berücksichtigung finden. Gott hat Satan als guten Engel erschaffen, der in sich verkrümmt werden wolle wie Gott. Zustand der ewigen Gottesferne, Gott meidet seinen Einfluss in der Hölle. Islam: Hölle ist allgegenwärtig. Er macht es eh vom Glauben abhängig. Ein Muslim kann selbst bei Begehung von Sünden, die der Ausbreitung des Islams dienen, im islamischen Paradies landen. Allah ist Herr auch über die Hölle. Allah ist somit Herr über Himmel, Erde und Hölle ist somit auch der größte in der Hölle, der sich jede menge sadistische Strafen ausdenkt.

    Sünden:
    Christentum: Alle Gedanken und infolgedessen auch Taten, die bewusst sich gegen Gott und seine Gebote richten, sind Sünde. Islam: Alle Sünden (10 Gebote) sind erlaubt, die dem Islam dienlich sein können. Sünde ist nicht gleich Sünde. Sie ist zweckgebunden. So sind Mord, Totschlag, Diebstahl, Vergewaltigung u. a. nicht unbedingt Sünden, sondern können erlaubt sein, wenn sie dem Islam dienen. Selbst Mord unter Muslimen kann ungeahndet bleiben, wenn die Angehörigen des Getöteten damit einverstanden sind und Blutgeld kassieren können.

    Spezielle islamische Sünden: Apostasiestrafen, Zwang im Glauben, auch wenn deren Freiheit verkündet wird. Innerislamisch reicht es allemal für einen Ehrenmord, der zwar im Koran als solcher nicht benannt wird, aber durch die Apostasiegesetze der Scharia gedeckt werden.
    Verfolgung Andersglaubender und -denkender
    Diskriminierung als „Schutz“-Dhimmi-befohlener

    und damit:
    Schutz:
    Unter Ungläubigen Dhimmi-Schutz versteht der Islam die Zulassung der Existenz Andersgläubiger, jedoch nicht in Freiheit, sondern unter dem Zwangdiktat des Islams. Das was der Islam zulässt, darf praktiziert werden.

    Religionsfreiheit:
    Christentum: Kein Zwang im Glauben: Missionierungsbefehl durch Jesus: Freiwillig, weitergehen,wenn das Evangelium nicht angenommen wird.
    Islam: Apostasie wird zuweilen mit dem Tod bestraft. In kriegerischen Zeiten gilt die Regel: Tritt über oder stirb.

    An diesen Beispielen wird mehr als deutlich, dass es zwischen Islam und Christentum zunächst ein Begriffslexikon geben muss, welches die gleichlautende Worte in ihre völlig verschiedenen Begrifflichkeit und Definition erfasst.

    Frieden, Liebe, Barmherzigkeit, Sünde, Hölle all das sind zwar gleichlautende Begriffe, schließen sich in ihrer Auswirkung meistens aus. Barmherzigkeit ist nicht Barmherzigkeit und Frieden ist nicht gleich Frieden.

    Diese Dialoge – nun war ich nie dabei, als höheren Ortes diese stattfanden – müssen diese verschiedenartigen Definitionen von lediglich äußeren Gemeinsamkeiten, die einer inneren „konstitutionellen“ Prüfung in der Regel nicht standhalten werden, erst einmal festlegen, um dann ins Gespräch zu kommen. Denn diese Gemeinsamkeiten, die immer so gern beschworen werden, sind bei näherem Hinsehen keine wirklichen Gemeinsamkeiten.

    Der kleinste gemeinsame Nenner kann hier nur ein vordergründiges Geplapper sein. Ehrlichkeit wäre hier angebracht!

    • Kleiner Nachtrag: Wie groß die Macht der Radikalen in Pakistan ist, zeigt der Artikel auf kath.net aus:http://kath.net/news/65746

      Hier wäre es an der Zeit, dass sich Frau Merkel und die kath. Kirche dieser Frau und deren Familie annehmen und diese aus dieser Hölle befreien und ihnen hier Asyl anbietet, allerdings unter Veränderung ihrer Namen, um hier unbehelligter leben zu können.

      Dieser terroristische Geist im Islam sieht es ja geradezu als Barmherzigkeit und Wohltat an, Nichtmuslime oder in deren Augen „abgefallene“ Muslime zu töten, da sie, die Mörder im Auftrag Allahs, die Opfer davor bewahrt haben, in noch tiefere und schmerzlichere Gefilde der Hölle gelangen zu können. Denn bei fortschreitendem Alter im Ungläubigen-Status, kommen sie auch in die härtere Form der Höllenbestrafung. Davor hat sie dann der gewaltsame Tod durch Terroristen bewahrt.

      Solche kranken Sichweisen, aber sie sind existent und so wird der Terrorismus „geistlich“ gestützt. Somit können Terrortaten als religiöse Sakralakte in ihrer Bedeutung aufgewertet werden.

      Gern wird von Muslimen die Friedlichkeit des Islams mit folgendem Vers dargestellt:

      Im Koran steht: „Aus diesem Grunde haben wir den Kindern Israels angeordnet, dass, wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten.“

      Ja, dort steht auch, dass dieser Satz für die Kinder Israels angeordnet wurde, nicht für Muslime. Sie vereinnahmen diesen Satz, der an die Kinder Israels gerichtet worden sein soll, für sich, was aber bereits aus dem Wortlaut („an die Kinder Israels“, also an die Juden) heraus nicht möglich sein kann. Ausnahmen sind hier bereits eingebettet.

      Dazu: https://www.youtube.com/watch?time_continue=29&v=07bhvpeEpWE

    • Werter Herr Kemmer,
      vielen Dank für den Hinweis, der entsprechend aufgenommen werden wird. In den spontan zu diesem Thema zu findenden Angeboten der katholischen Kirche in Deutschland wird dieses Dokument und sein Inhalt offenbar nicht erwähnt und statt dessen davon gesprochen, dass solche Verbindungen „spannend und bereichernd“ seien:
      http://www.kirchlich-heiraten.de/kirchlich-heiraten/vor-der-trauung/katholisch-muslimische-ehen/
      Scheinbar ist zumindest im Bistum Münster die Sorge davor, politisch Anstoß zu erregen, größer als die Wahrnehmung der eigenen Pflicht und Verantwortung gegenüber den betroffenen Frauen und Kindern. Liegt es vielleicht daran, dass Bischof Genn ausdrücklich keine „vorkonziliaren Typen“ in seinem Bistum haben will?
      Mt 23 beschreibt die Rede Jesu Christi gegenüber den Pharisäern, denen Außenwahrnehmung und soziale Anerkennung wichtiger waren als ihre Pflichten gegenüber Gott und dem Nächsten: „Weh euch, ihr seid blinde Führer!“ (Mt 23,16)
      Filmisch wurde diese Stelle übrigens hier ab 1:40 sehr gut umgesetzt.

  2. Vielen Dank an die anderen Leser für die interessante Diskussion.

    Ich möchte jedoch einmal etwas in den Raum stellen: Lumen gentium ist die Grundlage dieses Problems, das von absoluten Machtmenschen in der Kirche auf Basis des 2. Vaticanums perpetuiert wird.

    Besonders Herr Kemmers Aufzählung des Widerspruchs zwischen Koran/Mohammed und dem Dekalog hat mich wieder an meine tiefe Abneigung gegen das 2. Vaticanum und seine Beschlüsse denken lassen, da es der kirchlichen Tradition und den biblischen Geboten völlig widerspricht, die Gefährlichkeit von falschen Propheten/Religionen/Götzen zu relativieren, statt diese deutlich zu machen und für die Menschen, Christen oder Nicht-Christen zu bekämpfen.

    Wenn ich fast wöchentlich in der Zeitung lese, dass der katholischen Kirche in Deutschland gute Publicity und eine Anbieterung an das linksgrüne Bürgerestablishment wichtiger ist, als das Seelenheit der Menschen und das Wohl der Menschen in der Kirche Christi, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

    Die innere Migration, in der viele Katholiken sich schon längst befinden, wird doch genau durch solche Dinge noch befeuert.

    Menschen wie Kardinal Marx, materiell reich genug, eine Spende von zigtausenden Euro aus ,,privaten Mitteln“ ganz medienwirksam für ein Schlepperschiff zu tätigen, interessiert das freilich nicht. Dabei ist er doch sonst so rücksichtsvoll und nimmt auch sein Kreuz in Jerusalem ab, um ja keine religiösen Gefühle von Muslimen zu verletzen.

    Wie ernst die Kirche es damit meint, sehen wir ja auch an der Bruderschaft St. Pius X.

    Beste Grüße

  3. Werter Herr Kemmer,

    vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort und Informationen zum Islam in Kontrast zu unserem Glauben. Es ist sehr richtig, wie Sie sagen, zwischen dem Islam und den Muslimen zu unterscheiden. Für eine Weile war ich beruflich bedingt in vielen arabischen Ländern unterwegs und habe dort ganz hervorragende, herzliche und vorbildhafte Menschen kennen gelernt. Damals stand ich selbst noch nicht im Glauben und hatte mich zudem noch nicht so intensiv mit dem Islam befasst. Heute denke ich aber, dass diese Menschen vielleicht sogar darunter leiden, dass insbesondere die medinensischen Suren so offenbar den persönlichen menschlichen Werten dieser Muslime widersprechen. Umgekehrt ist die Verwahrlosung des Westens, seine sichtbare Glaubensferne im besten Falle irritierend für diese Muslime, eher aber abstoßend. Ich entsinne mich, wie entsetzt meine Geschäftspartner oft waren, wenn Sie erfuhren, wie die familiären Verhältnisse vieler Ihrer europäischen Kontaktpersonen aus dem Ruder gelaufen waren oder diese ihre Ablehnung, ja Hass zur Kirche zum Ausdruck brachten. Da ist mir ein Abendessen in sehr unangenehmer Erinnerung, als sich ein Kollege brüstete über Gott und verachtend ausließ und damit nur Unverständnis auslöste. Unausgesprochen schwang oft noch das Wissen um zersetzende westliche Pornographie mit, die bei selbst-disziplinierten Muslimen, denen ja einiges abverlangt wird, eigentlich nur für Verachtung sorgen kann. Nun will ich kein rosa Bild der arabischen Länder malen, denn ich könnte auch von überbordender Prostitution, Scheinheiligkeit, Dummheit, Menschenverachtung etc. berichten. Aber es ist eben wichtig, dass wir den Menschen sehen und uns des antichristlichen Islam bewusst sind.

    Was meine Bemerkung der Häresie angeht, so habe ich diese bewusst als Frage formuliert, denn wer bin ich, darüber eine Aussage treffen zu können. Ich möchte auch anfügen, dass ich den Papst Johannes Paul II sehr schätze und er mir ein Vorbild ist im Glauben und Beten, ich kann mich keinesfalls mit ihm messen. Aber ich wollte auch ehrlich sein, da mir die Diskrepanz des katholischen Glaubens mit der auch von Ihnen ausgearbeiteten Realität des Islams zu präsent ist, als dass mir dieses Wort nicht in den Sinn gekommen ist. Ihre Interpretation ist interessant, ich werde darüber nachdenken und forschen, aber irgendwie meine ich, die „Provokation“, mit der wir antworten sollten, das ist Jesus. Das Wort Jesus, die Bibel, ist das nicht schon Provokation genug? Gerade für einen jihaddistischen Muslim. Diese Provokation, Gottes unverfälschtes Wort der Bibel, zu leben, Zeugnis abzulegen, ich denke, das will Jesus von uns. Ich lese derzeit das Buch „Die Benediktoption“. Irgendwo ist dort der Gedanke, dass nach Jahrhunderten des christlich geprägten Europas und jetzigen Niedergangs für eine Neuevangelisierung es Opfer und Märtyrer brauchen wird, die dem Vorbild des leidenden Jesus folgen. Eine zerfallende, dekadente westliche Zivilisation wird einem sittenstrengen Islam nichts entgegensetzen können. Ein starker christlicher Glaube kann/könnte dies.

  4. Werter k.b.
    ich hatte einmal genauso gedacht wie Sie, den Korankuss des Papstes Johannes Paul II. als häretisch anzusehen. Mittlerweile habe ich eine andere Interpretation dazu. Wir machen den Fehler, alles nur aus christlicher Sicht zu sehen. Wir müssen die islamische Sicht beurteilen: Wenn in aller Öffentlichkeit das Oberhaupt der kath. Kirche den Koran küsst, so ist ihm bewusst, dass er damit die Muslime mehr als provoziert hat. Mit diesem Kuss hat er den Koran beschmutzt aus islamischer Sicht. Ein Ungläubiger wie ein Papst, der nach einer Fatwa sogar der Hölle anheimfällt, ist aus islamischer Sicht nicht gerade die Person, die dem Koran gegenüber Ehrerbietung in dieser Form zuteil werden lassen darf. Insofern können wir dem damaligen Papst unterstellen, durch diesen Kuss den guten Willen zum Ausdruck gebracht zu haben, Dialog zu führen und die Friedenshand zu reichen; obwohl ich mir auch heute noch andere Ausdrucksmöglichkeiten gewünscht hätte. Ich denke, dass die Dokumente des 2. Vat. viel mehr negative Bewegung in Richtung Religionssynkretismus gebracht haben als dieser Kuss. Es war der Auftakt zu theologischen Häresien und Irrlehren. Wir wissen nicht, welche geistliche Intention der Papst mit diesem Kuss gehabt hat. Ein Judaskuss war es mit Sicherheit nicht.

    Ansonsten kann ich Ihrem Kommentar nur zustimmen.

    Mohammed war und ist ein falscher Prophet aus Sicht der Bibel. Dabei kann es nur bleiben. Mehr als die Hälfte des Korans beschäftigt sich negativ mit dem Ungläubigenheer, welches zu bekämpfen ist. Die Ungläubigen werden zum Teil entmenschlicht und ihnen wird damit die AT-Menschenwürde genommen. An einer Stelle heißt es, dass Juden und Christen (also die Schriftbesitzer, nicht einmal die Ungläubigen) die „abscheulichsten“ oder je nach Übersetzung „die schlechtesten Geschöpfe“ auf Erden seien.

    Im religiösen Kontext bedeutet das, dass sogar Satan selbst ein besseres Geschöpf ist, als Juden und Christen, denn die sind ja die schlechtesten! Ein Gott, der die Dschinn (u. a. Satan) und die Hölle selbst erschafft und Menschen speziell von vornherein für die Hölle erschafft, ein Gott, der die Glaubensfreiheit nicht zulässt (Apostasiestrafen der Scharia), ein Gott, der ja mit Jehova identisch sein soll, und zunächst die 10 Gebote und die allgemeine Menschenwürde seiner Schöpfung im AT verkündet, soll jetzt seinen Propheten dazu anleiten, diese Gebote nicht mehr anzuwenden und die Menschenwürde durch seine Hassverse mit Füßen zu treten, nur weil sie nicht an diese Art von Gott glauben wollen, ein Gott, der dazu aufruft, nicht am Grabe eines Juden oder Christen zu beten oder der Muslime verbietet, Freundschaft selbst mit Juden und Christen, geschweige denn mit Ungläubigen, also Atheisten zu pflegen, scheint nicht geeignet, als Gott angegebet werden zu sollen. Ein Gott, der seinen letzten Siegel-Propheten 13 Frauen heiraten lässt, darunter seine Schwiegetochter und ein Kind, hält sich nicht an das Ehebruchsgebot. Ein Gott, der seinen Propheten zum Staatsgründer und Feldherrn aufbaut, ist ein Gott, der dem Machtstreben eines menschlichen Diktators näher ist, als einem Gott der Gerechtigkeit, geschweige denn einer der Liebe und der Barmherzigkeit. Ein Gott, der von seinen Gläubigen letztlich mehrfach im Koran verlangt, mit Gut und Blut zu kämpfen und diesen während des Fallens im Krieg (egal ob gesiegt wurde oder der Kampf verloren wurde) 72 Jungfrauen im Paradies verspricht, erinnert eher an einen Mafioso und Bordellbesitzer.

    Und darum kann ich nicht verstehen, warum die christlichen Kirchen diesem Gottesbild erlauben, auch nur einen geistlichen Minischritt auf die Erhabenheit des Dreieinen Gottes zugehen zu lassen. Allah in seinen im Koran beschrieben Charaktereigenschaften verdunkelt das Gottesbild des Dreieinen Gottes enorm, wirft auf die Vollkommenheit des Dreieinen Gottes Schatten, die nichts dort zu suchen haben. Schade, dass die Kirchen hier Gottes Ansehen verdunkeln. Dieses Ansinnen „mit verschiedenen Zugängen“ zu kaschieren, ist mehr als durchsichtig.

    Die Ehe wird zu einem Geschäftsabschluss degradiert, im Christentum zum Sakrament erhoben.

    +Das erste Gebot: Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
    Mohammed legte fest, dass der altarabische Gott, der mit seinen drei Töchtern als Obergott Chef über über 360 Tagesgöttern in der Kaaba herrschte, als alleiniger Gott zu verehren sei. Er vernichtete die 360 Götterstatuen (also hier nix mit Jehova als alleinigem Gott von Anbeginn. Der Ursprung von Allah war der Ursprung als „Obergott“)

    + Das zweite Gebot: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
    Mohammed benützte den Namen Gottes bei all seinen Morden, wie es noch heute seine Anhänger tun, wenn sie Rache üben oder Terroranschläge begehen. Schlachtruf (Allah uh akbar) unter den Bezug Gottes des Islams.

    + Das dritte Gebot: Du sollst den Feiertag (Sabbat) heiligen.
    Mohammed änderte ihn auf den Freitag.

    + Das vierte Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
    Bei Mohammed gilt das nur, wenn es sich dabei um Muslime handelt. Waren und sind sie keine Muslime, sollte den Eltern nicht gefolgt werden.

    + Das fünfte Gebot: Du sollst nicht töten, morden.
    Man braucht das im Falle des Propheten Mohammed nicht zu kommentieren. Das Töten war und ist legitimierter Bestandteil der Ausbreitung des Islams durch Mohammed auf der Arabischen Halbinsel. Er tötete selbst und ließ töten. (Kriegsgefangene Juden, Hunderte an der Zahl im Grabenkrieg)

    + Das sechste Gebot: Du sollst nicht ehebrechen.
    Ehebruch bedeutet, mit jemanden anderen Sex zu haben, während man verheiratet ist. Mohammed hatte auch mehrere Frauen, inklusive eine 9-jährige Ehefrau, Aisha, die ihm von Abu Bakr gegeben worden war. Wenn man mehr als eine Frau hat, dann ist das Ehebruch. Von den Vergewaltigungen rede ich nicht. Auch seine Anhänger durften 4 Ehefrauen, und weiters noch mit Gefangenen Sex haben. Das ist mit anderen Worten Ehebrechen und Vergewaltigen, zumindest wenn es sich um Kindfrauen handelt.

    + Das siebte Gebot: Du sollst nicht stehlen.
    Mohammed fing seine Karriere als Feldherr an. Dabei überfiel er auch Karawanen. Er befahl Plünderungen ganz im Sinne der Beutesure des Korans. Beute sollte verteilt werden, 1/5 behielt Mohammed dabei immer für sich („und seinen Gott“).

    + Das achte Gebot: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
    Mohammed war der schlimmste Feind all seiner Nachbarn. Er wollte sie entweder tot, oder unter seiner Herrschaft des Glaubens. Mohammed stellte mehrere religiöse Lügen auf, u. a. Jesus sei nicht gestorben, Jesus habe ihn und nicht den Heiligen Geist als Propheten angekündigt, die Christen würden den Vater, Jesus und seine Mutter als Trinität ansehen, usw. Selbst wenn er das in Unwissenheit getan haben sollte, und diese religiösen Lügen keine bewussten Lügen waren, dann hatte Gabriel im Auftrag Allahs aber keine Ahnung vom christlichen Glauben. Er hätte es dann ja richtigstellen können in göttlichem Allwissen. Ein Hinweis darauf, welchen Quellen Mohammed folgte, wahrlich wohl nicht den göttlichen Quellen. Selbstverständlich war es damals auch bei einigen Christen Praxis, Maria anzubeten, so dass Mohammed, wenn er in Kontakt mit diesen Christen geraten ist, falsche Annahmen im Koran einfließen zu lassen. Das allein ist schon Grund genug, am göttlichen Ursprung des Korans zu zweifeln.

    + Das neunte Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus
    Mohammed enteignete die Juden von Medina. Außerdem vertrieb er sie bzw. ließ sie töten und deren Frauen versklaven.

    + Das zehnte Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.
    Mohammed machte ein Gebot daraus, die Frauen und Töchter der Ungläubigen die vorher durch seine „Armee“ getötet wurden zu entführen und zu vergewaltigen. Mohammed war ein Karawanenräuber. Was seine Räuberbande nicht plündern konnte, das zerstörten sie.

    (1) Koran 1- Die Eröffnung (Al-Fátihah)
    1. Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.
    2. Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten,
    3. Dem Gnädigen, dem Barmherzigen,
    4. Dem Meister des Gerichtstages.
    5. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.
    6. Führe uns auf den geraden Weg,
    7. Den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, DIE NICHT (Dein) MISSFALLEN ERREGT HABEN und DIE NICHT IRREGEGANGEN SIND.

    Das heißt: Ausschluss aller anderen, die nicht Allah nachfolgen.

    Koran 9/ 5. Und wenn die verbotenen Monate verflossen sind, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie trefft, und ergreift sie, und belagert sie, und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt. Bereuen sie aber und verrichten das Gebet und zahlen die Zakat, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.
    (2) Koran 9/ 23. O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen…
    (3) Koran Q 15/19 Und die Erde haben Wir ausgebreitet, und darin feste Berge gesetzt, und wir ließen alles auf ihr wachsen im rechten Verhältnis.
    Q51/48 Und die Erde haben Wir ausgebreitet, und wie schön breiten Wir aus!
    Q 35/13 Er lässt die Nacht übergehen in den Tag und den Tag übergehen in die Nacht. Und er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht; ein jedes läuft seine Bahn auf eine bestimmte Zeit. Dies ist Allah, euer Herr; SEIN IST DAS REICH, und jene, die ihr statt Ihm anruft, haben nicht Macht über das Häutchen eines Dattelkernes.
    (4) Koran 4/ 3. Und wenn ihr fürchtet, ihr würdet nicht gerecht gegen die Waisen handeln, dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier; und wenn ihr fürchtet, ihr könnt nicht billig handeln, dann (heiratet nur) eine oder was eure Rechte (Gefangene, Kriegsgefangene) besitzt.
    Koran 4/ 24. Und (verboten sind euch) verheiratete Frauen, ausgenommen solche, die eure Rechte (Gefangene, Kriegsgefangene) besitzt…
    Mit anderen Worten aus Gefangenen werden Konkubinen. Man kann so eine Praxis getrost als Zwangssex bzw. Vergewaltigung ansehen.

    Nähere Infos: http://derprophet.info/inhalt/

    Das alles heißt natürlich nicht, dass ich nicht in der Lage wäre, zwischen dem Islam als Religions- und Politideologie und den Muslimen als Menschen zu unterscheiden. Das zu beherzigen, ist und muss immer oberstes Gebot sein. Dass Dialog sein muss, brauchen wir an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Nur ein ehrlicher Dialog müsste es schon sein.

    Niemals Hass auf Muslime, auf Menschen, berechtige sachliche Kritik am Islam, am Proheten, am Gottesbild des Allah, ist Gebot der Relgionsfreiheit und auch Gebot der Stunde. So wie jeder Jesus Christus kritisieren kann und darf, so müssen sich Muslime auch daran gewöhnen, dass andere und insbesondere Andersgläubige die „Dreieinigkeit“ des Korans, des Mohammeds und Allahs hinterfragen zu dürfen. Das sollten hier die rechtlichen Spielregeln sein müssen.

    Ansonsten landen wir nämlich dort:
    http://kath.net/news/65737

    • Werter Herr Kemmer,

      vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort und Informationen zum Islam in Kontrast zu unserem Glauben. Es ist sehr richtig, wie Sie sagen, zwischen dem Islam und den Muslimen zu unterscheiden. Für eine Weile war ich beruflich bedingt in vielen arabischen Ländern unterwegs und habe dort ganz hervorragende, herzliche und vorbildhafte Menschen kennen gelernt. Damals stand ich selbst noch nicht im Glauben und hatte mich zudem noch nicht so intensiv mit dem Islam befasst. Heute denke ich aber, dass diese Menschen vielleicht sogar darunter leiden, dass insbesondere die medinensischen Suren so offenbar den persönlichen menschlichen Werten dieser Muslime widersprechen. Umgekehrt ist die Verwahrlosung des Westens, seine sichtbare Glaubensferne im besten Falle irritierend für diese Muslime, eher aber abstoßend. Ich entsinne mich, wie entsetzt meine Geschäftspartner oft waren, wenn Sie erfuhren, wie die familiären Verhältnisse vieler Ihrer europäischen Kontaktpersonen aus dem Ruder gelaufen waren oder diese ihre Ablehnung, ja Hass zur Kirche zum Ausdruck brachten. Da ist mir ein Abendessen in sehr unangenehmer Erinnerung, als sich ein Kollege brüstete über Gott und verachtend ausließ und damit nur Unverständnis auslöste. Unausgesprochen schwang oft noch das Wissen um zersetzende westliche Pornographie mit, die bei selbst-disziplinierten Muslimen, denen ja einiges abverlangt wird, eigentlich nur für Verachtung sorgen kann. Nun will ich kein rosa Bild der arabischen Länder malen, denn ich könnte auch von überbordender Prostitution, Scheinheiligkeit, Dummheit, Menschenverachtung etc. berichten. Aber es ist eben wichtig, dass wir den Menschen sehen und uns des antichristlichen Islam bewusst sind.

      Was meine Bemerkung der Häresie angeht, so habe ich diese bewusst als Frage formuliert, denn wer bin ich, darüber eine Aussage treffen zu können. Ich möchte auch anfügen, dass ich den Papst Johannes Paul II sehr schätze und er mir ein Vorbild ist im Glauben und Beten, ich kann mich keinesfalls mit ihm messen. Aber ich wollte auch ehrlich sein, da mir die Diskrepanz des katholischen Glaubens mit der auch von Ihnen ausgearbeiteten Realität des Islams zu präsent ist, als dass mir dieses Wort nicht in den Sinn gekommen ist. Ihre Interpretation ist interessant, ich werde darüber nachdenken und forschen, aber irgendwie meine ich, die „Provokation“, mit der wir antworten sollten, das ist Jesus. Das Wort Jesus, die Bibel, ist das nicht schon Provokation genug? Gerade für einen jihaddistischen Muslim. Diese Provokation, Gottes unverfälschtes Wort der Bibel, zu leben, Zeugnis abzulegen, ich denke, das will Jesus von uns. Ich lese derzeit das Buch „Die Benediktoption“. Irgendwo ist dort der Gedanke, dass nach Jahrhunderten des christlich geprägten Europas und jetzigen Niedergangs für eine Neuevangelisierung es Opfer und Märtyrer brauchen wird, die dem Vorbild des leidenden Jesus folgen. Eine zerfallende, dekadente westliche Zivilisation wird einem sittenstrengen Islam nichts entgegensetzen können. Ein starker christlicher Glaube kann/könnte dies.

      • Werter k. b.
        Recht herzlichen Dank für die Mitteilung Ihrer persönlichen Erfahrungen, mit denen ich nicht aufbieten kann. Ich unterschreibe jedes Wort und jeden Satz Ihres Kommentars. Ich hatte nur einmal ein Gespräch mit einem sehr netten jungen Muslim im Kreise meiner ehemaligen Kollegen. Er hat mir auf meine Frage eindeutig gesagt, dass ich nach meinem Glauben in der Hölle landen werde, weil ich kein Muslim sei. Er war weder fanatisch noch sonst irgendwie erkennbar den Salafisten oder den Muslimbrüder zugehörig. Aber diese Denke scheint bei den Muslimen vorzuherrschen, wenn sie religiös empfinden. Selbstverständlich stößt die westlich-dekadente Welt nicht nur Muslime ab, sondern auch Christen, nur es gibt immer weniger von letzteren. Ehe für alle, Abtreibung, Alters- und Krankeneuthanasie und die von Ihnen genannten anderen moralischen Auflösungserscheinungen sind rundheraus für Christen ebenso abzulehnen. Aber während im Westen die Unmoral als neue strukturelle Lebensweise aufgrund von Gottvergessenheit eingeführt wurde, kanalisiert die Islamideologie die Unmoral, die Sünde, sofern sie der Verbreitung des Islams dient, durch islamisch-religiöse Doktrin.

        Während die westliche Dekadenz mit dem Schutzmantel einer ominösen links-atheistisch-gendermäßigen „Freiheit“ begründet wird, werden die Gräueltaten des Islams (Gruppendruck Kopftuch(-Verschleierungs)zwang, Zwang im Glauben, stetige Angst vor der Hölle, Kinderehe, Zwangsehe, arrangierte Ehe, Polygamie, Terror, Ausgrenzung, „Religionsrassismus“, Mädchenbeschneidung, die Mohammed zwar mit einem schwachen, aber eben noch gültigen Hadith bestätigt hat, Vergewaltigung in der Ehe, Hass auf Ungläubige, Männerreligion aus archaischer Zeit mi allen Rechten, religiös legitimierte Minderwertigkeit der Frau, die Zeitehe im Schiitentum, welcher der Prostitution gleichkommt, Entführung und Zwangsislamisierung von christlichen Mädchen, usw.) mit islamischen Geboten legitimiert oder zumindest toleriert. Darüber legt sich im Islam das Leichentuch der religiösen Dekadenz.

        Kein Terrorist wird eben aus diesen Gründen aus der Umma des Islams ausgeschlossen, wie z. B. die IS-Kämpfer oder die Terroristen, die just in Ägpyten am Freitag 7 Menschen und viele schwer Verletzte in einem Pilgerbus der Christen erschossen bzw. angeschossen haben oder die IS-Kämpfer, die 21 koptische Märtyrer in Libyen geköpft haben. Sie sind Muslime und ihr Handeln findet sich eben auch beim Propheten wieder. Wie sollen die Rechtsschulen da einen Ausschluss dieser Menschen begründen? Ein wahres Dilemma, aber eines, welches den inneren Charakterzwang des Islams offenlegt.

        http://kath.net/news/65741

        Niemand darf sich auf das moralische hohe Ross setzen. Aber wir als Christen sind an jesuanische Regeln gebunden, die uns die Freiheit der Kinder Gottes ermöglicht. Jesus hat uns aus der Knechtschaft herausgeholt und uns zu Freunden gemacht.

        Diese fundamentale Unterschiedlichkeit zwischen diesen Religionen wird durch die mehr als lasche Identitätsbekundung der Kirchen einfach kaschiert und der normale Katholik meint noch immer, dass der Islam eine Religion wie jede andere und mit dem Christentum kompatibel sei und über ähnliche Regelsätze wie das Christentum verfüge.

        Die ausdrückliche Christenfeindlichkeit des Islams wird nie bis selten hervorgehoben. Der Christenverfolgung in islamischen Ländern ist zu wenig Thema bei den Christen. Sie haben jegliches Gespür dafür verloren, wer ihnen wohlgesonnen und wer ihnen nicht wohlgesonnen ist. Die Kirchen verschweigen aus diesen Gründen zu stark. Selbstverständlich gibt es im Islam wertvolle Menschen wir hier auch. Und wenn ein Muslim im Herzen aus Liebe zu seinem Allah in irriger Annahme betet ohne Hass auf Ungläubige in sein Herz zu lassen, so wird ihm das Himmelreich nicht verschlossen bleiben. Die Gnade Gottes wird ihm wohlgesonnen sein. Aber bei den Strukturregeln des Koran, der vor Hass auf Ungläubige nur so überquillt, wird diese Gebetshaltung nur selten möglich sein, immer dann, wenn ein Muslim sein persönliches Gewissen hat bewahren können und es nicht durch islamisch-koranischen Hass vergiftet hat.

        Christen dürfen völlig zu Recht über Niemanden sagen, dass er in die Hölle kommen wird, denn das weiß ausschließlich der dreieine Gott allein. Im Islam steht schon auf Erden fest, dass Dreifaltigkeits-Christen, Juden und erst recht alle anderen Nichtmuslime der Hölle anheimfallen. Allein diese Aussage ist eine allgemein gültige, leider auf ewig geltende Provokation des Islams an alle Nichtmuslime.

        Ich empfehle die Seite https://www.islaminstitut.de/

        Dort auf das Stichwort „Fatwa“, „Christenverfolgung“ klicken und schon eröffnet sich die (klein-)geistige und geistliche Ausgrenzungsbeschaffenheit des Islams in voller Blüte. Auch andere lesenswerte Artikel lassen sich dort finden.

        Auch wird dem islamischen Sklavenhandel der Vergangenheit und in einigen wenigen Ländern auch der Gegenwart viel zu wenig Beachtung geschenkt. Wir kennen nur den europäischen, den amerikanischen und den westlichen. Der war schon grausam genug. Ich denke jedoch, dass der arabische Sklavenhandel in punkto Grausamkeit in nichts nachstand und seit Bestehen des Islams bis heute fortdauert. Nicht dass es außerhalb des Islams auch Sklaventum durch prekäre Arbeitsverhältnisse gäbe, aber die religiöse Legitimation fehlt. Zu bekämpfen ist natürlich Beides!

        https://bibelbund.de/2015/01/menschenraub-und-menschenhandel-die-sklaverei-im-islam/

        Auch die Länderprofile von open-doors-deutschland sind interessant und geben Aufschluss über die gegenwärtig stattfindenden Diskriminierungs- und Verfolgungsprozesse in islamischen und kommunistischen (Nordkorea auf Platz 1) Ländern sollten endlich auch in den Kirchen Beachtung und Verkündung finden.

        https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/laenderprofile

        Das alles wissen die Kirchen und sollten es wissen. Aber hier wird der Islam für wert befunden, dass ihm hier durch Politik und Kirchen und anderen Naiven NGO’en der rote Teppich ausgerollt wird. Das Abnehmen der Kreuze auf dem Tempelberg durch Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm mag unbewusst ein Zeichen gewesen sein, wie es um die christliche Identität der Kirchen in ihrem Synkretismuswahn bestellt ist, leider.

        Diese Problematik wird uns wohl noch solange erhalten bleiben, bis die Islamisierung nicht mehr umkehrbar ist.

  5. Es ist sehr wichtig, dass das Versagen vieler kirchlicher katholischer und evangelischer Amtsträger im Umgang mit, wie es in der Überschrift heißt, „islambezogener Christenfeindlichkeit“, thematisiert wird. Dieses Versagen ist aber nur Symptom eines viel tieferen, auf die Kirche (das sind wir alle) zurück weisenden Versagens gegenüber Jesus Christus. Wer wirklich an Jesus Christus als den auferstandenen Erlöser glaubt, ist sich auch der Verneinung und Ablehnung des Islams gegenüber Jesu bewusst mit allen Konsequenzen. Dass ein Papst den Koran küsst, dass Allah als gemeinsamer Gott bezeichnet wird, ist das denn nicht Häresie? Das sind sicher harte Worte, aber die Aussagen Jesus hierzu sind eindeutig! So gut die Absicht vielleicht ist, sie ist falsch! Dabei gilt natürlich immer auch das Wort Jesu von der Feindesliebe. Sind wir wirklich im Glauben, dann sind wir uns sehr der Unterschiede bewusst und verteidigen unseren Glauben, ohne Hass, sogar im Versuch, den Muslimen (eigentlich finde ich die Bezeichnung Mohammedaner besser aus div. Gründen) die Liebe Gottes nahe zu bringen. Die Kirchen versagen hier, Beschwichtigung ist nicht was Jesus von uns verlangt und wünscht. Ich meine auch, dass wir nur in der Verteidigung des Glaubens gewinnen können gegen fortschreitende Islamisierung, nicht wenn unsere Motivation die Verteidigung unserer Zivilisation ist, weil letzteres inzwischen zu sehr kritikwürdig geworden. Dass viele Muslime sich angewidert fühlen gegenüber den dekadenten Auswüchsen unserer Zivilistation ist doch für glaubende Christen gut nach vollziehbar. Die Stärke des Islam ist letztendlich die Schwäche des gegenwärtigen Christentums, des Glaubensverlusts. Dass Muslime auf der Suche nach Gott sind ist zweifellos der Fall, schon weil Gott in jedem Menschen angelegt ist. Das Katholische, nicht nur als Kulturchristentum verstanden, sondern als wahrhafter lebendiger Glaube, ist, davon bin ich überzeugt, verlockend genug für Muslime, die sich einem letztendlich willkürlichen und unterwerfendem Gott gegenüber sehen. Christus ist in seiner Liebe verbindlich und fordert uns zur Freiheit auf. Es gibt sicher genug Muslime, die empfänglich wären für Jesus. Die Haltung gegenüber sogenannten Islamisten, wäre im zweiten Johannes-Brief Christen vorgegeben:

    „7 Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist. 8 Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt. 9 Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, NEHMT IHN NICHT AUF IN EUER HAUS (Hervorhebung durch mich) und grüßt ihn auch nicht. 11 Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.“

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*