Benedikt XVI.: Die geistigen Waffen des Christentums im Kampf gegen den politischen Islam

Guido Reni - Der Erzengel Michael besiegt Satan (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

In einem erst jetzt veröffentlichten, im Oktober 2014 entstandenen Text beschreibt der emeritierte Papst Benedikt XVI. das Konzept der Menschenrechte als geistige Waffe des Christentums im Kampf gegen den politischen Islam und andere totalitäre Ideologien. Zugleich kritisiert er nihilistische Tendenzen in liberalen Menschenrechtsideologien.

Der hl. Papst Johannes Paul II. habe gegen totalitäre Ideologien wie den Marxismus als „konkrete Waffe den Gedanken der Menschenrechte“ ins Feld geführt, „der die Totalität des Staates begrenzt und damit den nötigen Freiraum nicht nur für persönliches Denken, sondern vor allem auch für den Glauben der Christen und die Rechte der Kirche bietet.“

Die Menschenrechte als geistige Waffe im Kampf gegen den politischen Islam

Die christlich verstandenen Menschenrechte seien jedoch nicht nur eine geeignete geistige Waffe in der Auseinandersetzung mit „atheistischen Diktaturen, sondern auch religiös begründeten Staaten, wie sie uns vor allem in der islamischen Welt begegnen“:

Der Verschmelzung von Politik und Religion im Islam, die notwendig die Freiheit anderer Religionen, so auch der Christen, einschränkt, wird die Freiheit des Glaubens entgegengestellt, die nun in gewissem Maß auch den laikalen Staat als richtige Staatsform ansieht, in der die Freiheit des Glaubens Platz findet, auf die die Christen von Anfang an Anspruch erhoben haben.

Der hl. Johannes Paul II. habe diese Waffe „gegen Diktaturen aller Art“ auch deshalb eingesetzt, weil das Konzept der Menschenrechte „eine von der allgemeinen Vernunft anerkannte Macht“ sei und daher auch außerhalb des Christentums anschlußfähig sei.

Nihilistische Tendenzen in liberalen Menschenrechtsideologien

Das Konzept der Menschenrechte habe seine Wurzeln im christlichen Gedanken einer unverfügbaren, von Gott gesetzten moralischen Ordnung der Welt, über die sich auch ein Staat nicht hinwegsetzen könne. Der Gehorsam gegenüber Gott habe für Christen von Anfang an die Grenze jeder Gehorsamspflicht gegenüber dem Staat dargestellt. Eine weitere Grundlage der Menschenrechte sei die christliche Vorstellung der Gottesebenbildlichkeit des Menschen.

Liberale Menschenrechtsideologien hätten diesen Gottesbezug der Menschenrechte zunächst noch anerkannt, sich aber zunehmend von diesem gelöst und dadurch auch das Konzept der Menschenrechte relativiert und geschwächt.

Was geschieht, wenn der Begriff der Menschenrechte vom Gottesbegriff abgelöst wird […] [:]Die Multiplikation der Rechte führt letzten Endes zur Zerstörung des Rechtsbegriffs und endet in einem nihilistischen „Recht“ des Menschen, sich selbst zu verneinen – Abtreibung, Suizid, Produktion des Menschen als Sache werden zu Rechten des Menschen, die ihn zugleich verneinen.

In diesem Zusammenhang warnt Benedikt vor den absehbaren Folgen der „gegenwärtigen geistigen Entwicklung des Westens, der immer mehr seine christliche Grundlage negiert und sich gegen sie kehrt“.

Hintergrund: Papst Benedikt XVI. über islambezogene Herausforderungen

Benedikt XVI. bzw. der damalige Kardinal Ratzinger sah in seinem 1987 erschienenen Werk „Kirche, Ökumene und Politik“ im Islam „ganz offenkundig gerade das Gegenmodell zur pluralistischen Demokratie“. Es sei daher nicht zu erwarten, dass der Islam in den freiheitlichen politischen Ordnungen Europas eine tragende Rolle einnehmen werde.

In seiner „Regensburger Rede“ hatte er sich indirekt zu islambezogenen Herausforderungen für das Christentum geäußert. Er zitierte damals eine Aussage zur Rolle der Gewalt im Islam, die der byzantinische Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350–1425) während der Unterhaltung mit einem persischen Gelehrten vorgebracht hatte:

Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von „Schriftbesitzern“ und „Ungläubigen“ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. […] Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.

Die Rede führte auf islamischer Seite sowohl zu gewalttätigen Reaktionen als auch zu Erklärungen islamischer Geistlicher, in denen diese sich von Gewalt gegen Nichtmuslime distanzierten.

2012 äußerte sich Benedikt kritisch über die im Rahmen des II. Vatikanischen Konzils im Jahre 1965 veröffentlichte Erklärung „Nostra Aetate“, die das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen behandelt. In dem Dokument heisst es, dass die Kirche positiven Aspekten des Verhaltens von Muslimen „mit Hochachtung“ begegne. Papst Benedikt zufolge weise das Dokument die Schwäche auf, von Religion „nur positiv“ zu sprechen und „die kranken und gestörten Formen von Religion“ auszuklammern,“ die „geschichtlich und theologisch von großer Tragweite sind“.(ts)

6 Kommentare

  1. Wie können wir es hinbekommen, in den Kindern einen so tiefen Glauben einzupflanzen, wie es folgender Link hergibt:

    http://kath.net/news/63804

    Offensichtlich kann es bei uns Christen nur in Verfolgungssituation gelingen, eine solche Glaubensintensität aufzubringen. Und genau das ist im Grunde skandalös. Wenn es uns gutgeht, verdunstet der Glauben, nur wenn es uns schlecht geht, entdecken wir Jesus wieder? Eine mehr als schwache Vorstellung – nicht von der kleinen Koptin, sondern von den Christen hier in Europa!

  2. So ist sie halt – die kath. Kirche. Sie vereinnahmt alles von dem sie glaubt, daß es ihr hilfreich sei! Das war mit „Plagiaten“ früherer Zivilisationen und Kulturen so (z.B. Feiertage) und ist jetzt mit den Menschenrechten so. Die Menschenrechte wurden gegen den Widerstand der kath. Kirche durchgesetzt. Und bis heute anerkennt sie nicht das Diskriminierungsverbot. Die Nächstenliebe ist keine Erfindung des Christentums. Die gab auch bei den Frühmenschen. Ja sogar im Tierreich gibt es sie.

    • Sehr geehrter Herr Thumm, dem Anfang Ihres Kommentars kann man aus katholischer Sicht größtenteils nur zustimmen, wobei man es es allerdings positiv formulieren kann: Die Kirche hat von Anfang an von anderen Kulturen gelernt und war stets offen dafür, von ihnen zu lernen, wo sie Wertvolles anzubieten hatten. Es stellt eine Leistung des Christentums dar, dass es das beste von dem in sich integriert hat, was griechische, römische, keltische, germanische Kultur etc. anzubieten hatte. Alle Europäer profitieren bis heute davon.
      Nicht ganz zutreffend ist jedoch, was Sie über die Menschenrechte schreiben. Diese stellen eine Weiterentwicklung der christlichen Naturrechtslehre dar und sind daher nicht ohne Grund im christlichen Kulturraum formuliert worden, wobei sich die Vorläufer schon im Mittelalter finden. Es ist vielen Menschen nicht bekannt, dass der Begriff „Menschenrechte“ erstmals durch den Dominikanermönch Bartholomé de Las Casas im 16. Jahrhundert verwendet wurde.
      Die Kirche hat an bestimmten Vortellungen über die Menschenrechte nur kritisiert, dass sie einigen als Produkt von Mehrheitsentscheidungen betrachtet wurden und nicht als absolut und unveränderlich gelten. Es gibt ja mittlerweile auch „Menschenrechte“ auf Prostition und Abtreibung, was mit dem Gedanken der unverletzlichen Menschenwürde kaum vereinbar ist und diese Warnung bestätigt.
      Die Menschenrechte wurden auch nicht gegen den Widerstand der Kirche durchgesetzt, sondern von christlichen Konservativen im Europa der Nachkriegszeit mit voller Unterstützung der Kirche in den Verfassungen der freiheitlichen Staaten Westeuropas verankert. Es war nicht die Kirche, welche die Menschenrechte in Osteuropa bekämpft hat, sondern der atheistische Kommunismus.
      Christliche Nächstenliebe ist übrigens etwas anderes als biologischer Altruismus, der sich nur auf biologisch verwandte Wesen bezieht. Diesen gibt es in der Tat auch im Tierreich. Nur der Mensch ist aber in der Lage, aus freiem Willen für das Wohl anderer Menschen einzutreten. Keine andere Religion als das Christentum hat dies zum Prinzip der Religion erhoben.

    • Werter Ulrich Thumm,
      In Ergänzung des Antwortkommentars von ts:
      Papst Paul III war Verfechter des Nepotismus, also seinen Verwandten Vorteile verschaffend, also nicht gerade Superpapst und damit also in seinem persönlichen Lebensbeispiel möglicherweise kein Vorbild in Sachen Jesu Nachfolge. Aber als die spanischen Eroberer in Amerika die Indianer mit Tieren verglichen hatten und sie versklaven wollen, war es Paul III, der in Sachen Menschenrechten auf der Höhe war. Aus der Formulierung seiner Bulle .. dass Indianer als „WIRKLICHE“ Menschen …, ergibt sich wohl, dass die Versuchung bestand, dieser Bevölkerungsgruppe ihr Menschsein abzusprechen. Während der Islam das Sklaventum von Beginn an weiterhin praktizierte, wie der Prophet auch und auch nie ein Problem im Sklaventum sah, so war die kath. Kirche wohl schon menschenrechtlich viel weiter: Also hier ein praktisches Beispiel, dass die Kath. Kirche wahrlich nicht immer falsch lag:

      Und weil sie einfach nur – natürlich in meinen Augen – so toll ist, kopiere ich sie hier vollständig hinein!
      http://www.stereo-denken.de/sublimis_deus.htm

      Der erhabene Gott neigte sich unserem Geschlecht mit solcher Liebe zu und schuf den Menschen dergestalt, dass dieser nicht bloß wie die anderen Geschöpfe am Guten teilnehmen, sondern das unzugängliche und unsichtbare höchste Gut selbst verkosten und von Angesicht zu Angesicht schauen darf. Da nun, nach dem Zeugnis der Hl. Schrift, der Mensch für das ewige Leben und die Glückseligkeit bestimmt ist, dieses ewige Leben und die Seligkeit aber nur durch den Glauben an unsern Herrn Jesus Christus erlangt werden können, muss man dem Menschen eine derartige Beschaffenheit und Natur zuerkennen, dass er diesen Glauben an Christus zu empfangen imstande sei und dass, wer immer die menschliche Natur sich zu eigen nennt, auch die Fähigkeit zu glauben besitze. Denn es wird wohl niemand so beschränkt sein, um annehmen zu wollen, ein Ziel lasse sich ohne den Einsatz der dazu notwendigen Mittel verwirklichen. Wie wir wissen, sprach deshalb die Wahrheit selbst – und sie kann ja weder irren noch jemanden in Irrtum führen -, als sie die Prediger des Glaubens zum Amte der Verkündigung auserkor, die Worte: Euntes docete omnes gentes. Alle, sagte sie, ohne Ausnahme, sind doch alle fähig, im Glauben unterwiesen zu werden. Scheelen Blickes sah dies der Rivale des Menschengeschlechtes, der stets allem Guten entgegenwirkt und es zu vernichten trachtet. Daraufhin ersann er eine bislang nie gehörte List, um die Verkündigung des Wortes Gottes an die Völker und damit deren Heil zu hintertreiben: Er veranlasste nämlich einige seiner Helfershelfer, die nichts anderes begehrten, als ihre Habsucht zu befriedigen, dass sie unablässig daraufhin arbeiteten, die Bewohner West- und Südindiens und andere Nationen, von denen wir Kunde erhalten haben, wie Tiere zum Sklavendienst einzuspannen. Sie schützten dabei vor, diese Leute könnten des katholischen Glaubens nicht teilhaftig werden. Als Stellvertreter Christi, unseres Herrn, wiewohl dessen unwürdig, suchen wir mit all unseren Kräften, die Schafe seiner Herde, die uns anvertraut sind und sich außerhalb seiner Herde befinden, in seinen Schafstall hinein zu führen. Wir wissen wohl, dass die Indianer als wirkliche Menschen nicht allein die Fähigkeit zum christlichen Glauben besitzen, sondern zu ihm in allergrößter Bereitschaft herbeieilen, wie man es uns wissen ließ. Aus dem Verlangen, in diese Angelegenheit Ordnung zu bringen, bestimmen und erklären wir mit diesem Schreiben und kraft unserer apostolischen Autorität, ungeachtet all dessen, was früher in Geltung stand und etwa noch entgegensteht, dass die Indianer und alle andern Völker, die künftig mit den Christen bekannt werden, auch wenn sie den Glauben noch nicht angenommen haben, ihrer Freiheit und ihres Besitzes nicht beraubt werden dürfen; vielmehr sollen sie ungehindert und erlaubter Weise das Recht auf Besitz und Freiheit ausüben und sich dessen erfreuen können. Auch ist es nicht erlaubt, sie in den Sklavenstand zu versetzen. Alles, was diesen Bstimmungen zuwiderläuft, sei null und nichtig. Die Indios aber und die andern Nationen mögen durch die Verkündigung des Wortes Gottes und das Beispiel eines guten Lebens zum Glauben an Christus eingeladen werden.

      Deutsche Übersetzung (nach J. Baumgartner, Mission und Liturgie in Mexiko, Bd. 1, Schöneck-Beckenried 1971, 122)
      aus: Conquista und Evangelisation (Mainz 1992), S. 475 f.

      Sehen Sie, Herr Thumm, in der Kath. Kirche gab es auch in der Form eines nepotistischen Papstes wahre Menschenrechtler auf dem Stuhl Petri, und das schon im 16. Jahrhundert. Und diese Bulle ließ keine Winkelzüge in Sachen Menschenrechte zu: Alles, was diesen Bestimmungen zuwiderläuft, sei null und nichtig, (ob vergangen, gegenwärtig oder auch zukünftig). Das Besondere an dieser Bulle ist, dass jeder Mensch die FÄHIGKEIT hat, den Glauben anzunehmen, also auch die Fähigkeit zu lieben, zu glauben und zu hoffen.

      Meines Erachtens ist diese Bulle richtungsweisend und stellt einen entscheidenden Türöffner und eine Schlüsselrolle dar, die die Menschenrechte nicht nur definierte, sondern auch zur Geltung verhalf. Die französische Revolution war letztlich nichts gegen diese Geisteshaltung dieses durchaus kritikwürdigen Mannes auf dem Stuhl Petri. Diese Bulle ist somit noch heute mit dem GG kompatibel. Und vom Zwang zum kath. Glauben auch nicht die Rede! Hier in dieser Bulle, so meine ich, sprach der Heilige Geist selbst in einer Zeit, die schon sehr dunkel war, leider auch durch die Kirche selbst in der Inquisition dunkel gestaltet wurde.

      Wenn Sie die Kirchengeschichte wirklich interessiert, so ein Buch, welches nichts unterdrückt, aber die der Meinungsfreiheit unterworfenen Ausschweifungen auf ein Realmaß mit vielen Quellenangaben zu Leibe rückt:

      Ein Buch zur Kirchengeschichte:
      https://www.perlentaucher.de/buch/arnold-angenendt/toleranz-und-gewalt.html

      [Moderationshinweis: Aus Urheberrechtsgründen gekürzt]

      Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

      • Werter Herr Kemmer,
        Vielen Dank für die Hinweise. Aus Urheberrechtsgründen bzw. da es rechtlich problematisch ist, vollständige Texte zu übernehmen, musste ich den Text zum Perlentaucher-Link kürzen.

  3. Ja, der Vorgängerpapst war schon eine große Nummer. Seine geistige und geistliche Bedeutung wird sich wohl erst in der Zukunft zeigen.

    Besser wäre es jedoch, die Kirche würde sich heute schon den Benediktmantel anziehen. Dafür ist sie offensichtlich – selbst zu liberal geworden – wohl nicht fähig und in der Lage. Mutige Worte hören wir von Kirchenführern selten. Selbst Abtreibung, Euthanasiegesetze werden nicht deutlich und wiederholt angeprangert. Viel zu schwach, als das sich diese Worte ins Bewusstsein der Menschen einprägen würden. Die „Ehe für alle“ und die nihilistischen bar jeglicher christlicher Moralvorstellung im Aufklärungsunterricht für Schüler in den ersten Klassen wird schon gar nicht mehr kritisiert, wenn, dann nur halbherzig.

    Nun wird die Kirche dies nur für Christen gültig vermelden können. Sie hätte genug Argumente, aber sie macht sie nur zu wenig publik oder nur auf Seiten, die niemand, sorry, wenige lesen.

    Zum Marxismus ist zu sagen, dass der Kampf gegen ihn vornehmlich ein politischer sein muss, da Politik das Zusammenleben hier auf Erden bestimmt, ob im Marxismus oder in einer Demokratie. Wenn christliche Werte in diese Politik eingedrungen sind, stärken christliche Konditionierungen die Argumentationsketten gegen irdische Ideologien überhaupt und so konnte zwar der harte Marxismus in jedweder Form gestellt werden bis auf China und Nordkorea oder Venezuela, aber die atheistische oder nihilistische Seite des Sozialismus oder des Kommunismus ist nach wie vor noch im Bewusstsein der Bevölkerungen präsent bei den Linken. Religion ist Opium des Volkes, Atheismus, Agnostiker oder Kampfatheisten, die Religiöse als Religioten bezeichnen, gibt es auch hierzulande zuhauf. Der Marxismus ist nicht tot wie die neu aufgestellte Statue von Karl Marx in Trier leider zu deutlich zeigt. Und dieser Kampf geht unvermindert weiter. Ob er gewonnen werden kann, kann nicht gesagt werden. Menschen haben leider ein zu kurzes Gedächtnis und echte Wahrnehmungsstörungen mit Verdrängungseffekt sind da besonders beliebt, wie das Aufstellen dieser Statue mehr als deutlich zeigte.

    Soll jedoch der politische Islam bekämpft werden, so mangelt es m. E. bereits im Verständnis daran, dass Islam in Religion und Politik nicht trennbar ist und somit Politik- und Religionsvertreter gleichzeitig den Kampf gegen die dunklen Seiten des Islams gemeinsam führen müssen, obwohl diese Erkenntnis für jeden Laien sichtbar ist. Auch hier wieder: Verdrängungsstrategie bei allem, was unangenehm werden könnte. Die künstliche Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus lässt die Hilflosigkeit, aber eben auch den Verdrängungsmechanismus erkennen, mit der und dem diese Religion beurteilt und bewertet wird. Der Gründer war bereits nicht nur Religionsgründer, sondern hat seine Religion mit dem Schwert verbreitet, also mittels staatlicher Wehrmittel aus einer muslimischen Gesellschaftsordnung im Kleinen heraus und durch Gewalt und Erpressung als politische Strategie erhalten. Die Tributzahlungen durch Christen und Juden brachten Geld in die Kasse. Durch Arbeit hat sich Mohammed seine Existenz nicht gesichert, wohl aber durch Raub und Kriegszüge und nicht nur durch Verteidigungskriegszüge, die es auch gegeben hat. 1/5 der Beute ließ er für sich und seinen Allah sichern.

    Darum ist es zwar sinnvoll, auch einen rein interreligiösen Dialog mit dem Islam zu führen, aber eben nicht zielführend, weil dieser ja immer eine politische Dimension mitbringt und sich gegenüber den kirchlichen Dialogpartnern immer als überlegen erweisen muss.

    Ideal wäre, das Politische am Islam durch Kirchen- und Politikvertreter herauszufiltern, durch Verfassungsrechtler überprüfen zu lassen, also letztlich die Prüfung der Kompatibilität der Scharia mit dem Grundgesetz und den anderen Gesetzen wie dem BGB, FamFG oder dem StGB bzw. JGG und so den Islam da zu fassen, wo er hier im Lande fassbar angreifbar ist, nämlich in der Konfrontation mit seinen Vorstellungen und Rechtsvorstellungen aus dem mohammedanischen Zeitalter der arabischen Wüste des 7. Jahrhunderts, die in der Scharia teilweise ja noch immer gelten.
    Kinderehe, Zwangsehe, Polygamie, Egalisierung des Rechtsstatus von Mann und Frau, Bekleidungsvorstellungen in öffentlichen Gebäuden und staatlichen Schulen, die Selbsterhöhung in Bezug auf die Verachtung der Nichtmuslime und deren Gesellschaftsordnungen, usw.

    Da gäbe es genug Ansatzpunkte. Nur sie werden nicht durchgeführt, (selbst nicht durch Gerichte, die immer wachsweicher diese islamischen Unrechtszustände zulassen), zumindest nicht in der Intensität, die erforderlich wäre, um ein gedeihliches Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen zu gewährleisten. Ja, die hiesige Kultur muss auch den Mut haben, zu sagen, wie in Deutschland und in Europa zu leben sein wird und das dürfen nicht islamische Grundsätze sein.

    Wehret den Anfängen. Leider wehrt sich kaum jemand Verantwortlicher.

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