Ludger Schwienhorst-Schönberger: Das Christentum als normative Grundlage europäischer Staaten

Das christliche Europa - Ausschnitt aus dem Genter Altar (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. Im Zusammenhang mit der Debatte über die Anbringung christlicher Kreuze an Dienstgebäuden des Freistaats Bayern weist er darauf hin, dass jedes Gemeinwesen ein metaphysisches Fundament benötige. Es könne keinen weltanschaulich neutralen Staat geben. Das Christentum habe bewiesen, dass es eine gute normative Grundlage für gelingende Gemeinwesen darstelle. Es sei daher zu befürworten, wenn Staaten sich auf diese Grundlage stellen und dies auch öffentlich zeigen würden.

  • Politische Gemeinwesen könnten „ohne metaphysisch-religiöses Fundament auf Dauer keinen Bestand haben“. In Europa habe sich das Christentum bereits in der Antike als „gesellschaftlich prägende Kraft“ bewährt und „einen Beitrag zur normativen Grundlegung“ von Staaten geleistet.
  • Die christliche Soziallehre habe unter anderem in Form ihres Gedankens der Einhegung unrechtmäßiger Gewalt (lat. violentia) durch rechtmäßige Gewalt (lat. potestas) die „normativen Grundlagen eines Rechtsstaates“ begründet. Es sei „weder aus christlicher noch aus staatspolitischer Sicht grundsätzlich etwas einzuwenden“, wenn ein Staat sich zu diesen Grundlagen bekenne und dies auch „öffentlich symbolisch sichtbar werden“ lasse.

Weltanschaulich neutrale Staaten gebe es anders als von Laizisten behauptet nicht. Es gebe allenfalls Staaten, die auf anderen weltanschaulichen Grundlagen beruhten als auf denen der christlichen Soziallehre.

  • Laizistische Staatskonzeptionen, auf denen ein Großteil der Kritik an der bayerischen Entscheidung beruht, seien „besonders krisenanfällig“ und hätten sich in der Praxis nicht bewährt. Die laizistische Französische Revolution sei zum Beispiel von Terror und Genozid, etwa an den Einwohnern der Vendée, begleitet und auch eine Vorläuferin des von säkularen Ideologien in Europa verübten „Terrors des 20. Jahrhunderts“ gewesen.
  • Laizistische Vorstellungen politischer Ordnung wiesen selbst zum Teil „religiös-fanatische Züge auf“, zum Beispiel wenn sie die Religion grundsätzlich aus dem öffentlichen Leben ausschließen wollten. Radikale Intoleranz dieser Art sei in der christlichen Soziallehre nicht zu finden.

Die Gründung der staatlichen Ordnung auf den normativen Grundlagen des Christentums bedeute zudem nicht die Ausgrenzung oder Unterdrückung von Menschen anderer Bekenntnisse. Dies zeige sich auch daran, dass die christlich geprägten Kulturen Europas in höchstem Maße attraktiv für nichtchristliche Migranten seien.

Es sei zudem ein Ausdruck positiver Vielfalt, wenn ein „lebendiger Wettbewerb“ zwischen den Religionen stattfinde, indem diese ihre Impulse zur Gestaltung politischer Ordnungen praktisch umsetzten. „Eine Ansammlung laizistischer Einheitsstaaten nach westlich-säkularistischem Kanon“ sei „kein reizvoller Ausblick auf die Zukunft“.

Hintergrund und Bewertung

Die freiheitlichen politischen Ordnungen Europas beruhen auf der Grundlage christlicher Weltanschauung. Es waren vor allem christliche Konservative unter der Führung von Männern wie Konrad Adenauer, Robert Schumann und Alcide De Gasperi, die den geistigen, kulturellen und politischen Wiederaufbau Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg prägten. Auch in Osteuropa trugen starke christliche Kräfte die Freiheitsbewegungen, welche die Befreiung von kommunistischer Herrschaft erkämpften, zum Beispiel in der Solidarnosc in Polen.

Die christliche Soziallehre, auf der unter anderem das deutsche Grundgesetz wesentlich beruht, ist das Ergebnis eines zweitausendjährigen Strebens nach der Verwirklichung eines guten und gerechten Gemeinwesens sowie nach den Voraussetzungen gelingenden gemeinschaftlichen Lebens. Christliches Denken hat dabei seit der Antike die besten Gedanken und Ansätze integriert, auf die es gestoßen ist, und diese zusammengeführt und weiterentwickelt, wobei es auch an seinen Fehlern gewachsen ist. Es stellt den am weitesten entwickelten Bestand an erprobtem und bewährtem Wissen über die Natur des Menschen und die Erfordernisse des am Gemeinwohl orientierten gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen in der Geschichte der Menschheit dar.

Papst Johannes Paul II. schrieb 2003 über die Soziallehre als Impuls für die Gestaltung Europas:

Beim Aufbau der menschenwürdigen Stadt muß der Soziallehre der Kirche eine inspirierende Rolle zuerkannt werden. […] Durch die Gesamtheit der von ihr gebotenen Prinzipien trägt diese Lehre dazu bei, solide Grundlagen für ein menschengerechtes Zusammenleben in Gerechtigkeit, Wahrheit, Freiheit und Solidarität zu legen. […] In dieser Lehre finden sich die Anhaltspunkte, um die moralische Struktur der Freiheit verteidigen zu können und so die europäische Kultur und Gesellschaft sowohl vor der totalitären Utopie der ‚Gerechtigkeit ohne Freiheit‘ als auch vor der Utopie der ‚Freiheit ohne Wahrheit‘ , die mit einem falschen ‚Toleranz‘-Begriff einhergeht, zu bewahren; beide Utopien sind Vorboten von Irrtum und Schrecken für die Menschheit, wie die jüngste Geschichte Europas selbst leider beweist.

Die christlichen Grundlagen europäischer Gemeinwesen anzuerkennen und zu pflegen setzt keinen christlichen Glauben voraus, weil Erfahrung und Vernunft unabhängig vom Glauben den Wert dieser Grundlagen belegen. Dies zeigt nicht zuletzt auch die Tatsache, dass eine große Zahl von Muslimen das christlich geprägte Europa den Gesellschaften ihren eigenen Kulturkreises vorzieht. (ts)

4 Kommentare

  1. Wir können den Salafisten und 68ern (Zerstörung Deutschlands als Ziel des „Marsches durch die Institutionen“) dankbar für ihre offenen und ehrlichen Worte sein. Ihre Ankündigungen lassen wirklich nicht viel Ermessensspielraum frei. Ihre Allianz, trotz völlig unterschiedlicher Endziele, ist ebenfalls offensichtlich.
    Umso erstaunlicher, dass man immer noch von „Verschwörungstheorien“ und „diffusen Ängsten“ spricht.

  2. Guter Artikel bis auf den letzten Satz, den ich in Zweifel ziehe.

    Dies zeigt nicht zuletzt auch die Tatsache, dass eine große Zahl von Muslimen das christlich geprägte Europa den Gesellschaften ihren eigenen Kulturkreises vorzieht.

    „Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekommen sind. Aber Allah hat einen anderen Plan.“ – Erbakan in Hagen am 15. April 2001. Siehe: , Seite 147.

    Necmettin Erbakan

    1. “Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.”

    6. Dezember 1997, auf einer Wahlveranstaltung, zitiert nach einem alten religiösen Gedicht von Ziya Gökalp. Im Jahr 1998 wurde Erdogan aufgrund dieser Aussage zu einem Jahr Haft verurteilt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Anjem_Choudary

    In einem knapp 30-minütigen Interview mit dem christlichen US-Sender CBN hat Choudary im August 2012 seine Strategie erläutert, in Europa und in den USA mithilfe eines wachsenden Bevölkerungsanteils von Muslimen schrittweise die Voraussetzungen zur Ablösung der Demokratie und zur Gründung eines islamischen Staates („Kalifat“) unter der Herrschaft der Scharia zu schaffen: „If we have enough authority and we have enough power, then we are obliged as Muslims to take the authority away from those who have it and implement sharia“ (Wenn wir mit ausreichend Autorität und Macht ausgestattet sind, dann sind wir als Muslime verpflichtet, die Ordnungsgewalt denen wegzunehmen, die sie innehaben, und dann die Scharia einzuführen)

    https://www.katholisches.info/2013/05/islamprediger-nehmen-wir-uns-europa-und-lassen-uns-dabei-von-den-europaern-aushalten/

    Der Höhpunkt der Dreistigkeit findet sich in diesem verlinkten Text:
    Anjem Choudary forderte seine Anhänger auf, alle Möglichkeiten des britischen Sozialstaates auszunützen, um damit die islamische Eroberung Großbritanniens zu finanzieren. Choudary machte sich über die britischen Arbeiter und Angestellten lustig. Sie würden arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen, während die islamischen Prediger ein oder zwei Tage im Jahr arbeiten und sich das übrige Jahr vom britischen Sozialstaat aushalten lassen.

    „Den Rest des Jahres sind wir mit dem Dschihad beschäftigt, weil es normal und richtig für uns und für euch ist, Geld von den Kuffar [Ungläubigen] zu nehmen, während wir daran arbeiten, sie zu besetzen“, so Anjem Choudary. „So beziehen wir als Dschihadisten den Scheck vom Staat.“

    Weiter sagte er seinen Anhängern: „Wir sind dabei uns England zu nehmen, die Moslems kommen“.

    Spöttisch sagte Choudary über das tägliche Leben der berufstätigen Briten: „Ihr findet Menschen, die das ganze Leben damit beschäftigt sind, zu arbeiten. Sie wachen um 7 Uhr auf und gehen um 9 Uhr zur Arbeit. Sie arbeiten acht, neun Stunden am Tag. Sie kommen um sieben Uhr abends nach Hause, schauen fern, und machen das 40 Jahre ihres Lebens so. Und wir lassen uns von ihnen aushalten.“

    Genug der Verlinkungen:
    Ich denke, dass es naiv ist zu glauben, dass Muslime nur deshalb hierher kommen, weil es hier so schön ist. Das mag bei der einladenden Vollversorgung natürlich nebenbei der Fall sein. Selbst die Sozialzuwendigen, die radikale Muslime bekommen, betrachten sie offensichtlich als Tribut von Ungläubigen, die ihnen diese Zahlungen für ihre Existenz schulden. Darüber hinaus schreibt der Koran die Einengung des Hauses des Krieges mit dem Ziel der Weltherrschaft vor. Ich denke, dass zumindest bei den eher reliigiös geprägten muslimischen Gesellschaften genau dieser koranische Antrieb vorherrscht, aus den christlich geprägten Gesellschaften muslimische zu machen, weil sie ihre Kultur 1 zu 1 hier manifestieren wollen. Die christliche Soziallehre hat somit auch eine Sogwirkung auf Religionsangehörige entfaltet, die geeignet ist, die christliche Prägung Europas gänzlich zu verdrängen und in eine islamische zu verwandeln.

    Der Autor (ts): Es stellt den am weitesten entwickelten Bestand an erprobtem und bewährtem Wissen über die Natur des Menschen und die Erfordernisse des am Gemeinwohl orientierten gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen in der Geschichte der Menschheit dar.

    Ja, das ist solange richtig, solange zivilisierte und ähnlich kulturierte Völker miteinander leben. Dabei ist es jedoch wichtig, Menschen mit biblischem „guten Willen“ zusammenzuführen, was auch unter der Ägide eines christlich sozial geprägten Gesellschaft am besten möglich ist. Diesen Menschen – wir reden hier wohl in erster Linie von Europa – stehen aber zu viele Menschen mit einem Willen gegenüber, die genau diese Prägung des christlich-sozialen Zusammenlebens durch marxistisch-kommunistisch oder sozialistische Lebensentwürfe der absoluten irdisch-materiellen Freiheit von göttlichen Zwängen erreichen wollen oder aber eben islamisch geprägte Menschen, die große Teile der christlichen Werte als religiös unrein ansehen, und den hier lebenden Menschen ihre Grundsätze aufzwingen wollen unter gleichzeitiger Herabwürdigung dieser Gesellschaftsordnungen und der ihnen anhängenden Menschen, die bis in die religiös-koranische Verachtung hineinreicht.

    Der obige Artikel ist somit völlig richtig, solange sich ähnliche Kulturen finden. Was aber tun, wenn die Menschen sukzessive in die Mehrheit wachsen, ja auch durch Geburtendschihad. Muslime haben nicht gelogen. Einige von ihnen sind brutal ehrlich wie Herr Erbakan, Herr Edrogan und auch Herr Choudary aus GB.

    Die gut funktionierende christlich-soziale Gesellschaftsordnung ist dabei, sich durch übertrieben christliche Werte, die in die Selbstaufgabe hineinreichen, selbst zu zerstören. Diese Gesellschaft funktioniert nur bei zustimmender Freiwilligkeit ohne Störfeuer von links, radialrechts und Islam.

    • @Herr Kemmer
      Der Autor des zitierten Textes drückt sich sehr dezent und freundlich aus. Sein Verweis darauf, dass viele Muslime ein Leben im christlichen Kulturraum vorziehen, ist m.E. kein Kompliment an den Islam. Er will offenbar sagen, dass der Islam anders als das Christentum keine erfolgreichen Gesellschaften hervorbringt. So ist m.E. auch sein Verweis auf den positiven Wettbewerb der Kulturen zu verstehen.

      • Werter Morbrecht,
        ja, ich kann Ihre Einschätzung selbstverständlich teilen.

        Ob jedoch diese freundliche sehr neutrale Ausdrucksweise jedoch insgesamt nur als positiver Wettbewerb der Kulturen zu verstehen sein wird, wird letztlich von der Realität beantwortet und da sehe ich keinen friedlichen positiven Wettbewerb, wenn es um die Kräfte innerhalb des Islams geht, die das Herrschen über andere (Dhimmitum) im Urblut des Korans in sich tragen. Diese Kräfte haben im Islam in der Regel immer die Oberhand gewonnen.

        Ich wäre mehr als froh, diese Realität nicht sehen zu müssen und ich wäre geradezu glücklich, nicht sehen zu müssen, wie gerade Christen neben anderen Kultur- und Religionsangehörigen in islamischen Ländern diskriminiert werden. Ich möchte diese Verhältnisse in Europa nicht haben und am besten wäre es, die Verhältnisse der Christen und den Menschen anderer Fremdkulturen in islamischen Ländern ebenfalls verbessern zu können.

        Ich versuche auch nur „vom Islam“ zu sprechen und hoffe, Muslime, die die eigentlichen Opfer ihrer eigenen Religion sind, aus dieser Diskussion heraushalten zu können, auch wenn dies bei radikal eingestellten Muslimen die Annahme der Quadratur des Kreises bedeuten würde.

        Meine Wenigkeit möchte auch nur zum Ausdruck bringen, dass die geschilderte gute Zusammenarbeit und das gute Zusammenleben im Rahmen des sozial-christlichen Weltbildes, welches in dem Bezugsartikel zu Recht auch so deutlich hervorgehoben wird, sich eben nicht mit allen Kulturen konfliktfrei gestalten lässt.

        Ich glaube eben nicht, dass alle Muslime nur deshalb hierher kommen, weil sie unser Kulturkreis so anspricht, eben weil sie ihre Kultur in Parallelgesellschaften 1 zu 1 hierher übertragen. Das, was sie anspricht, hat mit Geld zu tun und ich kann das sogar gut verstehen, wenn in meinem Kulturkreis keine Aussicht auf ein gutes Leben bestünde.

        Das bedeutet doch andererseits im Grunde nichts anderes, als dass sie ihre Kultur und ihre Religion eben nicht verlassen wollen, sondern die gleichen Bedingungen der islamischen „Herrsche-und-Diene-Kultur“ schaffen wollen, vor denen sie „angeblich“ geflohen sind. Und genau das widerspricht insbesondere dem letzten Satz nach meiner Meinung sehr deutlich. Ich spreche hier nicht von allen Muslimen, sondern von denen, die die Einigelung in ihrer kulturellen Parallel- oder Gegengesellschaft praktizieren, die leider eben auch mit der mentalen, ja aber auch religiösen Verachtung und Herabsetzung der christlich-abendländischen Kultur einhergeht. Und das muss uns alle angehen, ob wir wollen oder nicht.

        Die absolute Religionsfreiheit hier kann in Bezug auf den politischen Islam und die Schwäche des „christlichen Abendlandes“ eine tödliche Falle werden. Die Definition der Religionsfreiheit, wie sie hier praktiziert wird, bezieht sich nur auf die Religion als solche, nicht aber auf politische Religionskonstrukte wie sie eben der Islam darstellt. Die Religionsfreiheit, die wir definieren, kennt keine politischen Regeln und Gesetze wie der Scharia und darf sie auch nicht kennen. Wir werden somit auf Dauer gezwungen werden, die Definition der Religionsfreiheit neu zu überdenken, weil hier sowohl von der politischen als auch von der kirchlichen Führung der Islam noch immer das schützenswerte Religionskleid der reinen Religion trägt und als gegeben anerkannt wird, welches er jedoch nie tragen kann, weil Allah, Mohammed und der Koran nebst Hadithen und Sunna dies ihm vorschreiben, ein religiös-politischer Geburtsfehler sozusagen. Islam, soll er funktionieren, ist immer politisch. Darum müssten Politik und Kirche viel mehr zusammenarbeiten und den politischen Teil des Islams verbal politisch bekämpfen und Bedingungen und Regeln aufstellen, an die sich zu halten sein wird. Was jedoch hören wir von der Politik? DER Islam gehört zu Deutschland, ein mehr als falscher und vor allem politisch kurzsichtiger Ausspruch. Da jedoch schrecken beide zurück im vorauseilenden Gehorsam. Wer in diese Falle zunehmend hineingerät, scheint doch wohl zurzeit leider eher mehr als klar.

        Die in meinem ersten Kommentar aufgeführten Zitate sind doch wohl hochpolitisch oder reichen diese nicht aus als Beglaubigung der eben auch politischen Ebene des Islams? DITIB und ATIB in Österreich sind ja auch eben keine rein religiösen Islamorganisationen. Sie unterstehen direkt der türkischen Religionsbehörde, welche wiederum Herrn Erdogan untersteht. Und wie die Religionsfreiheit selbst in der Türkei definiert wird, dürfte allen bekannt sein. Oder möchte hier irgendwann jemand die islamischen Regeln beachten müssen, die jeden christlichen Gottesdienst anzumelden hat? Ich glaube nicht.

        Leider verlassen wir zunehmend das Feld der Theorie in dieser Frage, die man sich leisten kann, wenn der Islam noch so weit weg schien wie in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das hat sich mehr als schnell geändert. Und warum sollte die Geschwindigkeit der Änderung minimiert werden? Bei der derzeitigen Politik ist eher mit einer Beschleunigung zu rechnen. Die kath. Kirche in Deutschland verschläft die realistische Entwicklung in dieser Frage voll.

        Und warum bringt der Islam keine erfolgreichen Gesellschaften hervor? Weil er Kunst und Wissenschaft an die islamische Leine legt, weil seine Frauenverachtung und seine scharianischen Gesetze für Überbevölkerung sorgt und damit die Armutsspirale in Gang setzt.

        Man schaue sich die Bevölkerungsentwicklung in Ägypten an:

        https://www.laenderdaten.info/Afrika/Aegypten/bevoelkerungswachstum.php

        Noch Fragen. Niemand jedoch stellt sich die Frage, warum das so ist? Kinderehen, Zwangsehen, Cousinenehen, damit auch jeder Mann eine Frau mitbekommt (an die Folgen denkt da niemand), Polygamie und die Herrschaft des Mannes über die Frau sind eben Zutaten zu diesem Rezept, welches nicht nur in Armut und Perspektivlosigkeit führt, sondern auch in Flüchtlingssituationen. Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes. Aber als Gott sagte, dass der Mensch wachsen und sich mehren solle, waren nur wenige Menschen auf der Erde und Gott hat nicht umsonst den Ehebruch als Sünde dargestellt in seinen 6. Gebot, also die Einehe proklamiert. Könnte es sich wohl hier auch um ein zukunftsweisendes und zukunftssicherndes Gebot gehandelt haben, welches die Menschen in ihrem religiösen Wahn geändert haben?

        https://www.bild.de/news/ausland/grossfamilie/pakistani-wuenscht-sich-100-kinder-46274252.bild.html

        Na, denn los! Diese 100 Kinder werden in Pakistan wieder in Madrassen dem radikalen Islam zugeführt werden, welches das geistige und geistliche Elend fortführt.

        Islam legitimiert ja nicht nur Gewalt im Rahmen seiner Religionsausübung, sondern sorgt auch für gesellschaftliche Probleme, die wir ohne Islam als Weltreligion eben nicht hätten.

        Ich will hier nicht als Hetzer erscheinen, sondern gebe einfach nur zu bedenken, welche Auswirkungen Islam in der Realität mit sich bringt. Die abendländischen Ordnungen haben ja auch letztlich den Sklavenhandel abgeschafft, das Patrarchat in seinen schlimmsten Auswirkungen überwunden und die Goldene Regel des Zusammenlebens eingeführt sowie die Freiheit der Künste und Wissenschaften garantiert. Im Christentum wurde den Menschen die Freiwilligkeit ihres Glaubens in freiwilliger Liebe zu Jesus vor Augen geführt. Dies alles fehlt auf der anderen Seite und diese ist eben nicht erstrebenswert.

        Sorry, wenn ich den Mitkommentatoren ein wenig auf die Nerven gehe. Aber die Zeit scheint nicht nur zu drängen, sondern sie drängt in der Realität.

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