Bischof Tichon: Katholisch-orthodoxe Zusammenarbeit für die Bewahrung des christlichen Europas

Ridolfo di Arpo Guariento - Das Heer der Engel (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Der russisch-orthodoxe Bischof Tichon ist unter anderem Leiter des Rats für Kulturfragen des Patriarchen von Moskau und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

In einem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Gespräch geht er auch auf die Zusammenarbeit zwischen dem russisch-orthodoxen Christentum und der katholischen Kirche ein:

Als Vorsitzender unseres Kulturrates stehe ich in engem Kontakt zum Kulturrat von Papst Franziskus. Unsere gemeinsame Hauptaufgabe liegt darin, die christliche Identität Europas zu bewahren.

Bereits vor einiger Zeit hatte der russisch-orthoxe Metropolit Hilarion, der aktuell Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats ist, eine strategische Allianz zwischen der katholischen Kirche und der Orthodoxie befürwortet und die katholische Kirche als „Verbündeten“ bezeichnet. Die zunehmenden Herausforderungen für das Christentum in Westeuropa würden eine solche Zusammenarbeit erforderlich machen.

Hintergrund und Bewertung

Konservative, auf die Bewahrung der jeweiligen Lehre und Tradition ausgerichtete Akteure in den verschiedenen christlichen Konfessionen, aber auch im Judentum, stehen in westlichen Gesellschaften den gleichen Herausforderungen gegenüber und vertreten im Bereich der Soziallehre meist ähnliche Positionen. Dies führt angesichts zunehmender Herausforderungen zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen diesen Konfessionen und Religionen.

Im Fall der Annäherung zwischen katholischer Kirche und orthodoxem Judentum ist ausschlaggebend, dass die gemeinsamen Interessen die Auswirkungen der vorhandenen Gegensätze deutlich überwiegen. Im Verhältnis zu den meisten islamischen Akteuren überwiegen hingegen die Konflikte, weshalb es hier keine relevante Zusammenarbeit gibt und wohl auch langfristig nicht geben wird. Der kürzlich ins Leben gerufene ständige Dialog zwischen der katholischen Kirche und der „Islamischen Weltliga“ stellt keine Zusammenarbeit zur Erreichung gemeinsamer Ziele dar, sondern einen Versuch, den von islamischen Akteuren ausgehenden Konflikten mit diplomatischen Mitteln zu begegnen.

Prinzipiell möglich wäre hingegen eine Zusammenarbeit mit liberalen Strömungen im Islam, die anders als die Mehrheitsströmungen auf konfrontative Positionen gegenüber dem Christentum verzichten. Hier gibt es gemeinsame Interessen, zum Beispiel was die Abwehr radikaler Strömungen im Islam angeht, die sowohl für Christen als auch für nicht-islamistische Muslime eine Bedrohung darstellen. (ts)

9 Kommentare

  1. Werte Herren,
    ich weiß schon, dass die russisch-orthodoxe Kirche sehr eng mit dem russsischen Staat verbandelt ist. Ist das die kath. Kirche hier in Deutschland etwa nicht?

    Trotzdem müssen die Kirchen ihre theologischen Identitäten in Ordnung bringen und gegenüber dem Islam mit einer Stimme sprechen, auch wenn die Trennung von Staat und Religion/Kirche in den jeweiligen Ländern begrüßenswert wäre und damit der Weg freier wäre, die eigene Identität wiederzufinden, die wohl wegen der finanziellen Nähe zum Staat irgendwie mehr abhanden gekommen ist.

    Denn in Russland hat der Islam auch schon sehr erfolgreich Fuß gefasst schon seit längerer Zeit als im Westen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Russland

  2. Für ein Bündnis mit den Ostkirchen spräche natürlich, dass der politisch-mediale Komplex dieses Landes diese offenkundig als Feind betrachtet und über sie im Rahmen des selbsterklärten „Kalten Krieges 3.0“ manipulativ berichtet (https://kirchfahrter.wordpress.com/2017/07/15/sorok-sorokow-russlands-militante-kirche-n-tv/). Allerdings ist dabei die traditionelle Staatsnähe der Ostkirchen in Betracht zu ziehen, dort haben kirchliche Entscheidungen oft einen konkret politischen Einschlag (sog. „kanonisches Territorium“), siehe Ukraine (autokephal ja oder nein). Inwiefern der kirchenfreundliche Kurs Putins nicht nur der Not geschuldet ist, das postsowjetische Russland halt irgendwie „ideologisch aufzuladen“, wird man abwarten müssen. Man möge es mir nachsehen, aber auf Äusserungen des gegenwärtigen Papstes wird man nicht bauen können. So oder so sind wohl nur begrenzte strategische Allianzen denkbar, eine inhaltliche „Ökumene“ durch Kuhhandel, bei dem jeder halt etwas zugesteht und ein bißchen abgibt und ansonsten „Glaubt doch, was ihr wollt“ gilt, verbietet sich und würde nur die Zersplitterung fördern.

  3. Man muss da sehr vorsichtig sein. Die russisch-orthodoxe Kirche ist so eng mit dem russischen Staat verbunden, dass eine Kooperation mit ihr immer auch eine mit dem russischen Staat ist. Die Botschaften von russisch-orthodoxer Seite haben immer auch eine politische bzw. geopolitische Dimension. Deren Kritik an den kulturellen Problemen des modernen Europas ist z.B. immer auch eine Kritik am Einfluss der USA in Westeuropa.
    Das wiederum berührt u.a. amerikanische Interessen und zieht entsprechende Reaktionen nach sich. Ein Beispiel ist die gerade gegen das christlich-konservative Netzwerk „Agenda Europe“ laufende Kampagne, die von amerikanischen Stiftungen finanziert wird und über Informationen in nachrichtendienstlich anmutender Qualität verfügt:
    https://www.epfweb.org/node/689
    https://www.arte.tv/de/videos/075221-000-A/pro-life-abtreibungsgegner-auf-dem-vormarsch/
    http://www.taz.de/!5498934/
    Teile des Netzwerks von Agenda Europe hatten offenbar der Versuchung nachgegeben, Gelder von regierungsnahen russischen Stiftungen anzunehmen. Die russische Seite versucht offenbar, gezielt konservative Kräfte in Europa als Partner zu gewinnen, was durch die
    Man sollte sich darüber im klaren sein, dass die Christen Westeuropas hier zwischen zwei Machtblöcken stehen, die um Einfluss in der Region kämpfen. Aus diesen Kämpfen sollte man sich m.E. so weit wie möglich heraushalten und die geopolitischen Faktoren im eigenen Vorgehen dabei soweit berücksichtigen, wie es erforderlich ist. Die Amerikaner sind in Westeuropa die Stärkeren, und es ist unklug, sich gegen sie zu stellen.

  4. Eine gute Idee, ja, eine gute, eine notwendige, ja überlebenswichtige Strategie nicht nur für Europa im Sinne Christi.
    Zwischen katholischer und orthodoxen Kirchen sollte es nach Hunderten von Jahren endlich einen Neubeginn geben. Theologisch ist man ja wohl nicht so extrem weit voneinander entfernt.

    Aber auch mit anderen christlichen Bewegungen, die Jesus Christus ins Zentrum stellen, sollte zumindest eine soziale Einheit gesucht werden. Auch hier ist Einigkeit in standhaft-theologischer Vielfalt angeraten zwischen den christlichen Kirchen und Gemeinschaften. Wenn mit dem antichristlichen und antijüdischen Islam Dialoge geführt werden können, sollten solche Dialoge doch wohl auch möglich sein.

    Jede Kirche hat über lange Zeit eigene Traditionen entwickelt, die durchaus ihre Berechtigung haben können. Während die orthodoxen Kirchen ihre Linie haben beibehalten können, hat die katholische Kirche ohne Not sich zu sehr dem politischen Zeitgeist angepasst. Wie geschrieben: Einheit in Vielfalt.

    Leider hat die kath. Kirch aufgrund ihrer Geschichte einen mehr als schlechten Ruf bei evangelikalen Christen und sie wird mitunter als „Hure Babylons“, „Antichrist“ oder „Judaskirche“ o. ä. bezeichnet. Der jetzige Papst als Jesuit wird wohl kaum derjenige sein können, der in diesen Kreisen Vertrauen schaffen könnte.

    Wo kann ich eine Arbeit finden, die den Hass auf Jesuiten oder die Kath. Kirche beschreibt und in der jeder Hass-These eine Antithese oder Erklärung der kath. Kirche entgegengesetzt wird, damit endlich diese Hasstiraden enden oder gibt es eine solche Arbeit nicht. Wenn nicht, sollten sich Theologen der kath. Kirche schleunigst sich ans Werk begeben, um auch mit diesen Kreisen – auch wenn es argumentativ nichts bringen sollte – im Gespräch zu bleiben. Auf Foren werden Videos und Thesen verbreitet, die keine Erwiderung erfahren. Für mich verpasste Chancen. Jeder Seele ist ernst zu nehmen., auch die Verirrte.

    Nach tausend und hunderten von Jahren theologischer Trennung muss endlich wieder auf pastoraler und sozialer Ebene zusammengearbeitet werden und gegenüber dem Islam mit einer Stimme, und zwar mit einer klaren Stimme gesprochen bei allem notwendigen Dialog mit dieser Politreligion.

    Es muss die dunkle Seite des Islams und seines Propheten angesprochen werden, die in ein dunkles Gottesbild münden. Einen Siegelpropheten, der Kriege, Mord, Sklavenhaltung, Kinderehen, Zwangsehen, Kritikermord und anderes praktiziert hat, muss als abgrundtief Unheiliges angesprochen werden dürfen. Keine Religion darf für ihre Gründung und für ihre Aufrechterhaltung Gewaltgesetze anwenden wie Blasphemie- und Apostasiegesetze. Und die ewige koranische göttliche Beleidigung von Dreifaltigkeitschristen und Juden, die die abscheulichsten oder schlechtesten Geschöpf darstellen sollen, sollte endlich im Sinne des Friedens thematisiert werden.

    Das vollkommene Gottesbild der Dreieinigkeit mit Jesu-Geist-Lehre-Liebe als innerem Kern Gottes kann es nicht zulassen, dass dieses durch ein Gottesbild eines Allah, der Hass, die Abscheu und die Verachtungslehre gegenüber den unreinen Kufr offensiv als unverrückbares Wort Gottes vertritt, verunreinigt werden kann, nur weil ein Spalt des Synkretismus durch die Kirche geöffnet wurde. Hier muss Einhalt geboten werden. Wie wäre es, wie Jesus den Ehebrechern in spe den Spiegel vorgehalten hat, den Rechtsschulen des Islams den Spiegel vorzuhalten, der den Tod, Hass und die Ausgrenzung im Inhalt haben. Präsident Al Sisi aus Ägypten hat den Rechtsschulen bereits einiges vorgeworfen.

    https://www.welt.de/politik/ausland/article136039867/Revolution-gegen-moralischen-Niedergang-des-Islam.html

    Und das sollte endlich auch die Kirche deutlich machen. Und Menschen in der und den Kirchen haben nicht das Recht, diesen vollkommenen Gott durch Gottesbilder anderer Religionen, die ein unvollkommeneres Gottesbild vertreten, zuzulassen. Dann finden sie isch ganz schnell in der Rolle des Judas wieder. Ich denke, dass dies kein überhebliches und elitäres Gelabere ist, sondern dies sollte allen Religionen, seien sie noch so unterschiedlich sein, gemeinsam sein. Wenn das aber nicht möglich sein sollte, dann muss die strikte theologische Trennung erhalten bleiben. auch wenn es noch so schwer fällt, nicht die soziale und menschliche. Die Zeit, in der wir heute leben, ist von Christenverfolgung durch den Islam und den Kommunismus (der alle Religionen verfolgt und diskriminiert) geprägt. Die Christenverfolgungen im Alten Rom waren wohl peanuts dagegen, nie für den einzelnen Getöteten und Verfolgten, wohl von der Gesamtanzahl her gedacht.

    Nur das kann und muss der Gegenstand eines jeglichen interreligiösen Dialoges sein, die „Verschmutzung“ unseres christlichen Gottes abzuwenden mit Argumenten, die sich durchaus finden lassen würden. Würden alle Religionen dies inhaltlich respektieren und akzeptieren, wäre Frieden auf Erden.

    Haben die Rabbiner alle diese Einstellung wie Herr Sacks? Es bleibt zu hoffen. Zumindest ein einziger ist froh, dass Europa islamisiert wird, weil das als exzellente Nachricht angesehen wird. Auch da wird innerhalb des Judentums keine homogene Rabbi-Gemeinschaft zu erreichen sein.

    https://www.youtube.com/watch?v=zNIFMWEihvs

    Kann mich da jemand aufklären?

    Nun, der Islam sieht jedenfalls Jesus immerhin noch als Prophet an, das Judentum bis auf die messianischen Juden lehnen Jesus als solchen strikt ab. Hoffentlich wandelt sich das Bild über Jesus im Judentum allmählich. Theologisch ließe sich beim Islam bezgl. Jesus immehrin noch eher eine Brücke bauen, jedoch wohl unüberbrückbar nicht im scharianischen Gesetz und ebensowenig im koranischen Hassversen gegenüber allem Nichtmuslimischen. Und Jesus wurde mohammeadanisch-bauernschlau lediglich für den Islam zurechtgestutzt und instrumentalisiert. Was schlimmer ist, weiß ich nicht. Mir ist da eine Ablehnung Jesu ehrlicher.

    • Werter Herr Kemmer,
      Die beschriebenen Initiativen sollen die religiösen Unterschiede ja nicht leugnen, sondern erkennen diese ohne Einschränkungen an. Diese Initiativen versuchen auch nicht, die jeweils andere Seite für die eigene Konfession oder Religion zu gewinnen. Sie beruhen auf der Erkenntnis, dass es angesichts der wesentlich größeren, von dritter Seite kommenden Herausforderungen gemeinsame Interessen gibt, weshalb man sich auf einen Burgfrieden einigt.
      Die Diskussion gewinnt unabhängig davon m.E. deutlich an Niveau und Qualität, wenn man als Katholik in der Diskussion mit Protestanten diese nicht als Häretiker bezeichnet, diese umgekehrt darauf verzichten, den Papst als Antichristen zu bezeichnen, Christen gegenüber Juden auf unfreundliche Worte über die Zurückweisung Jesu Christi verzichten und Juden sich nicht so äußern wie der Herr im verlinkten Video es mutmaßlich tut.
      Man findet stets Beispiele dafür, dass sich die jeweils andere Seite irgendwo einmal unfreundlich geäußert hat. Die aktuellen Initiativen verzichten einfach auf solche Äußerungen und üben Nachsicht, was die Lasten der Vergangenheit angeht.
      Was das Judentum angeht, so ist Rabbiner Sacks in jedem Fall repräsentativer als die Person im Video. Sacks hatte bzw. hat nicht nur führende Positionen im orthodoxen Judentum inne, sondern wird auch als Philosoph allgemein geschätzt. Eine Randposition repräsentiert er auf jeden Fall nicht.

      • Werte(r) ts,
        schön zu hören, dass Herr Sacks repräsentativer ist als Herr Touitou. Vielleicht habe ich mich in meinem Kommentar falsch ausgedrückt. Unter Beibehaltung der theologischen Unterschiede im Umgang miteinander auf sozial-pastoraler Ebene mit einer Stimme sprechen, ist eine gute Sache. Niemand sollte gezwungen werden, die Theologie des anderen anzunehmen.

        Ich denke, dass nicht Katholiken Evangelikale als Häretiker bezeichnen, sondern eher umgekehrt. Ich habe m. E. darauf hingewiesen, dass von dieser Seite, (ich meine jetzt nicht die evgl. Kirche) eher Hasspfeile auf die Kath. Kirche geschossen werden. Ich habe von christlichen Gruppen, die sich als „wahre Christen“ sehen gesprochen.

        Nun, die Zeiten der allein seligmachenden kath. Kirche sind vorbei und das ist auch gut so. Es gibt sicher viele Wege durch Jesus, sein Seelenheil zu erlangen, aber nicht durch Hass gegenüber kath. Christen oder überhaupt gegen andere Menschen. Für mich ist jedoch das Glaubensgerüst der kath. Kirche der beste Weg, welcher jedoch immer mehr durchlöchert wird.

        Völlig einig:
        Die Diskussion gewinnt unabhängig davon m.E. deutlich an Niveau und Qualität, wenn man als Katholik in der Diskussion mit Protestanten diese nicht als Häretiker bezeichnet, diese umgekehrt darauf verzichten, den Papst als Antichristen zu bezeichnen, Christen gegenüber Juden auf unfreundliche Worte über die Zurückweisung Jesu Christi verzichten und Juden sich nicht so äußern wie der Herr im verlinkten Video es mutmaßlich tut.

        Selbstverständlich wäre es schon besser, wenn das Judentum die Ablehnung Jesu abschwächen würde. Die Kath. Kirche spricht von den Juden mittlerweile von den „älteren Geschwistern“, ein fruchtbarer Weg, den dann auch das Judentum gehen sollte.

        Ich habe nur Sorge darum, dass innerhalb der kath. Kirche die „Fels-Theologie“ durch die kritisch-historischen Methode aufgeweicht wird und sie Jesus Christus als den Sohn Gottes und Erlöser abschwächt und sich den anderen Glaubensrichtungen anpasst und Jesus aus dem Gottesbild peu à peu herausgeschält wird und somit kein echtes Gegengewicht zum Islam mehr darstellen kann.
        Ich habe keine Sorge darum, dass die orthodoxe Kirche ihre feste Haltung zu Jesus je aufgeben würde. Meine Sorge besteht in der Evangelisierung der kath. Kirche. Und mit Relativität und Beliebigkeit kann kein echter, weil wirksamer Gegenpol zum Islam gesetzt werden. Jesus ist und bleibt der Eckstein.

        Besteht da nicht auch für Sie, werte(r) ts die Befürchtung, dass am Ende die Prophetisierung Jesu, also das reine Menschsein unter Abtrennung und Negierung des göttlichen Charakters stehen könnte, wenn die der Trend der kath. Kirche zur Verweltlichung fortsetzt, nur um mit dem Islam auf einen Nennner zu kommen? Diese Gefahr besteht doch zunehmend nach dem Türöffner „Nostra aetate“, leider auch in der Kath. Kirche. Zumindest ist da einiges im Aufweichungsfluss; hab ich zumindest im Gefühl.

        Dieser Blog beschäftigt sich doch in erster Linie mit den letzten Jahrzehnten, die den Glauben unterhöhlt haben und den kath. Glauben haben leer erscheinen lassen. Und genau diese innere Leere, die fehlende Begeisterung ist es, die der kath. Kirche fehlt und somit auch diese innere Begeisterung dringend notwendig ist, dem Islam wirksam begegnen zu können. Diese Begeisterung haben viele Christen aus evangelikalen Bereichen voraus. Ja, selbst in Lateinamerika steht die Kath. Kirche mit dem Rücken zu Wand. Viele Beiträge auf diesem Blog beschäftigen sich doch gerade damit, wie diese Begeisterung im Glauben „zurückerobert“ werden kann. Vielleicht dreht man sich da auch etwas im Kreis, weil letztlich keine echten Lösungen in Sicht sind in einer weitgehend entchristlichten Gesellschaft, die so satt geworden ist, dass sie sich nur noch für wenig begeistern lässt.

        Ich bin nun einmal begeistert von dem Gottesbild der Dreieinigkeit. Ich habe kein besseres gefunden.

  5. Wenn es um eine strategische Allianz geht, glaube ich sogar, dass es nützlich ist, weltweit nach Verbündeten zu schauen. So haben die Chinesen ebenso Probleme mit Ihrer muslimischen Minderheit, wie andere ostasiatische Länder; besonders Indien. Über Asien und Europa hinaus sind die afrikanischen Länder nicht zu vergessen, in denen einst das Christentum quasi Staatsreligion war und nun auch dort der Geburtendjihad das politische und soziale Gefüge durcheinander bringt (bes. Äthiopien). Auffällig ist dabei immer wieder, wie sehr die Saudis in all die Gebiete investieren.

    • Richtig PhilosII, und wie alle Investoren fordern die Saudis ihre Dividende. In Albanien zB sollen die beiden bekanntesten Albaner, der Nationalheld Skanderbeg und Mutter Theresa, als „Verräter“ verdammt bzw. aus den Geschichtsbüchern getilgt werden.

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