Peter J. Brenner: Die Krise und Selbstbehauptung Europas

Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski - Stürmische See (gemeinfrei)

Der Germanist Peter J. Brenner lehrte zuletzt an der Universität zu Köln und hat sich in seiner Arbeit vor allem mit kulturtheoretischen Fragen auseinandergesetzt. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Fremde Götter – Religion in der Migrationsgesellschaft“ analysiert er das Unvermögen der liberalen und postmodernen Eliten Europas zur kulturellen Selbstbehauptung und untersucht Perspektiven einer kulturellen Erneuerung.

Das Problem des dysfunktionalen Denkens der Spät- und Postmoderne

In westeuropäischen Gesellschaften seien migrationsbedingt zunehmend Kultur- und Wertekonflikte zu beobachten, die jedoch einseitig ausgetragen würden. Der Großteil der kulturellen und politischen Eliten Westeuropas (inklusive der Kirche) sei in diesen Konflikten nicht zu aktivem Handeln und zur Selbstbehauptung in der Lage, weil sie einem Denken folgen würden, welches bereits die Möglichkeit solcher Konflikte grundsätzlich ausschließe und diese daher geistig nicht erfassen könne.

Eine säkulare und permissive Gesellschaft steht dem invasiven und teilweise aggressiven Eindringen einer in ihren Rändern höchst unscharfen, in ihrem Kern aber sehr klar definierten Religion sowohl ratlos wie wehrlos gegenüber. […]

Der deutschen Öffentlichkeit, aber zum guten Teil auch den binnenkirchlichen Publika, fehlen die Kategorien, in denen sich über die Rolle der Religion in der Gesellschaft reden ließe – es fehlen die soziologischen, politischen, theologischen und philosophischen Begrifflichkeiten und die hinter ihnen stehenden Theorien, mit denen sich die aktuellen Prozesse beschreiben und erklären ließen.

Die Krise Europas sei nicht in erster Linie eine Folge falscher politischer Entscheidungen, sondern eine Folge der Durchsetzung einer nicht der Wirklichkeit entsprechenden Weise, die Welt wahrzunehmen. Wesentliche Teile des krisenhaften Geschehens würden sich jenseits des Horizonts spät- und postmodernen Denkens abspielen. Außerdem könne auf der Grundlage dieses Denkens keine gelingende Gesellschaft gestaltet werden.

Das dysfunktionale Denken der „atomistischen liberalen Tradition“

Ideen hätten immer gesellschaftliche Konsequenzen und die „großen Ideen der Philosophen kehren in der kleinen Praxis des Alltags wieder“. In Europa hätten sich Ideologien durchgesetzt, die keinen Bezug mehr zur Natur des Menschen und zu den Realitäten der Welt aufwiesen. Diese Weltanschauungen seien daher untauglich, eine Grundlage für wirklichkeitsgerechtes politisches Handeln zu bilden.

Das dysfunktionale Denken dieser materialistischen und utopischen Ideologien, die der Philosoph Charles Taylor als die „atomistische liberale Tradition“ bezeichnet hatte, umfasse die folgenden Annahmen:

  • Die Weltanschauung der Aufklärung und die auf ihr beruhenden Ideologien, etwa der Liberalismus, seien allen anderen Weltanschauungen überlegen, weil sie anders als diese auf der Vernunft beruhten. Alle Menschen könnten dies einsehen und würden sich dieser Weltsicht anschließen, wenn man sie ihnen erkläre. Alle Menschen würden zudem nach materiellem Wohlstand und Freiheit im Sinne der Auflösung von Bindungen streben.
  • Eine Gesellschaft sei eine zur Sicherstellung von Wohlstand und Freiheit eingegangene Versammlung von Individuen und habe keine kulturellen Voraussetzungen. Die kulturelle Identität von Menschen sei durch politisches Handeln weitestgehend formbar. Die Aufgabe der Politik sei die Formung des Menschen im Sinne moderner Weltanschauung.
  • Religion sei ein archaischer Kulturrest aus einer vorrationalen Zeit, der in der aufgeklärten, säkularen Gesellschaft in den Hintergrund trete. Alle Religionen seien ihrem Wesen nach gleich und ihre inhaltlichen Unterschiede belanglos.
  • Wo Religionen bzw. der Islam im Zuge von Migration konflikthaft in Erscheinung trete, sei dies nicht eine Folge geistiger Faktoren, sondern eine Folge unzureichender Aufnahme liberaler Weltanschauung, mangelnden materiellen Wohlstands sowie Diskriminierung durch die aufnehmenden Gesellschaften.
  • Die durch das Wirken moderner Ideologie transformierte Religion sei nützlich, weil sie eine „friedensstiftende Kraft“ bzw. einen Bewältigungsmechanismus für Menschen darstelle, die mit der Geschwindigkeit der Entwicklung moderner Gesellschaften überfordert seien.

Die Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere die im Zusammenhang mit islambezogenen Herausforderungen, hätten die Fehler dieses Weltbildes offengelegt. Eine Korrektur finde jedoch allgemein nicht statt, sondern stattdessen eine „besinnungslose Übersteigerung in der dekonstruktionistischen Postmoderne“.

Das Rationalitäts- und Maskulinitätsdefizit westeuropäischer Eliten

Eine rationale Analyse und aktive, Verantwortung übernehmende politische Steuerung des Geschehens würde nicht mehr stattfinden. Die Öffnung der deutschen Außengrenze für irreguläre Migration sei zum Beispiel nicht das Ergebnis strategischer Planung gewesen. Die verantwortlichen Politiker hätten dem Geschehen stattdessen passiv gegenüber gestanden und nur als „Getriebene“ agiert, wie der Journalist Robin Alexander offengelegt hatte.

Europa sei unter der Führung dieser Eliten nur ein passiver Gegenstand des Handelns anderer. Eigene Interessen würden weder artikuliert noch durchgesetzt. Dies zeige sich auch darin, dass die Vorstellung, dass Fremde an die eigenen Solidargemeinschaften gleichberechtigte Ansprüche stellen dürften, innerhalb dieser Eliten vollständig akzeptiert sei.

Das geistige Klima sei von „Entintellektualisierung des öffentlichen Diskurses“, einem „Rationalitätsdefizit“ und Emotionalität geprägt. Ein Beispiel dafür sei der Ministerpräsident Thüringens, der im Herbst 2015 bei der Begrüßung einer Gruppe irregulärer Migranten in Tränen ausgebrochen sei.

Im Umgang mit Herausforderungen herrsche ein infantiles Trotznarrativ vor. Man wolle trotz der sich zuspitzenden Lage „weiterfeiern“ als wäre nichts geschehen. Die Ausblendung der Wirklichkeit in Form von Passivität nach islamistischen Terroranschlägen werde idealisiert und die Ansprache der Wirklichkeit zum Ausdruck von Angst erklärt.

Versuche zur Verteidigung gescheiterter Weltbilder

Große Teile der politischen und kulturellen Eliten Westeuropas würden als Reaktion auf die hervortretenden Herausforderungen nicht das durch sie widerlegte Weltbild ablegen oder korrigieren. Man würde stattdessen versuchen, die scheiternden Utopien gegen die Herausforderung durch die Wirklichkeit zu verteidigen, indem man sie der rationalen Prüfung entziehe.

  • Es gehe darum, den Raum des öffentlich Sagbaren stetig weiter zu verengen, indem die Ansprache von Herausforderungen zum Ausdruck von „Kulturrassismus“ oder anderer Tabuüberschreitungen erklärt sowie als Ausdruck von Hass, irrationaler Ängste und anderer psychischer Auffälligkeiten abgetan werde. Insbesondere der Rassismusbegriff sei ins Grenzenlose erweitert worden und richte sich gegen jegliche Ansprache von Mustern. Begriffe und Konzepte, mit denen Herausforderungen abbildbar und beschreibbar wären, würden zudem tabuisiert, unter anderem der Begriff der Islamisierung. Die Debatte in Europa sei von „Diskursinszenierungen“, geprägt, die „einen Schleier über die Wirklichkeit“ legen würden.
  • Es gebe zudem ein „gewolltes Nichtwissen“ und Versuche „die Wahrnehmung der Faktenlage zu erschweren“, etwa in der Erhebung von Daten und bei der Erstellung von Statistiken sowie in Form der Herausbildung einer Zweckforschung, die politische Entscheidungen mit wissenschaftlich klingender Rhetorik nachträglich bestätigen solle.
  • Die dabei genutzten Mittel seien geistig meist unredlich. So vermeide man es, sich auf ernstzunehmende Kritik zu beziehen, sondern beziehe sich nur auf Aussagen, die einen Skandalisierungswert besitzen würden. Wo fundierte Kritik nicht ignoriert werden könne, wie im Fall des Politikwissenschaftlers Samuel Huntington oder des Volkswirts Thilo Sarrazin, würden die Kritiker delegimiert, nie aber ihre Thesen widerlegt.

Man schotte sich mittlerweile fast vollständig gegen das Eindringen der Wirklichkeit in die eigene Wahrnehmungswelt ab. Dass zum Beispiel der „Spiegel“ heute noch wie 2007 eine Titelgeschichte über „die stille Islamisierung“ Deutschlands oder wie 2010 kritische Aufsätze Thilo Sarrazins abdrucken könnte, sei undenkbar.

Die mit der Realität konfrontierten Utopien und ihre Anhänger würden sich dabei zunehmend radikalisieren und sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten. In Deutschland würden in Folge dieser Entwicklung wesentliche Grundrechte, vor allem das auf Meinungsfreiheit, zunehmend zur Disposition gestellt.

Die Rückkehr des Heroischen und der Religion unter dem Druck der bevorstehenden Verwerfungen

Die existenziellen Herausforderungen, denen Europa gegenüberstehe, würden aus den beschriebenen Gründen wahrscheinlich weiter unkontrolliert anwachsen und seien kaum noch zu bewältigen, „jedenfalls nicht mit den Mitteln eines permissiven liberalen Rechtstaates“. Solange liberale und postmoderne Eliten die Korrektur ihrer Weltbilder verweigern, drohten die von ihnen geführten Staaten mittelfristig an diesen Herausforderungen zu scheitern.

Die Lage werde sich in den kommenden Jahren auch deshalb weiter zuspitzen, da es Wechselwirkungen zwischen liberaler Schwäche und den Bestrebungen radikaler Strömungen im Islam zur Durchsetzung ihrer politisch-religiösen Vision für Europa gebe. Dies werde neben anderen Herausforderungen zu krisenhaften Entwicklungen führen, in deren Rahmen liberale Eliten nicht mehr zum Schutz der Bevölkerung in der Lage sein könnten, wodurch sie ihre Legitimität verlieren würden. Die damit verbundenen Verwerfungen würden mit einer „Schocktherapie“ verbunden sein und einen Bedarf an alternativen Eliten erzeugen, die von wirklichkeitsgerechteren Weltanschauungen sowie dem Willen und der Fähigkeit zum Handeln geprägt seien.

  • Europäische Gesellschaften hätten zu ihrer Selbstbehauptung in Krisenzeiten stets Männer gebraucht, die „starker, vorzivilisatorischer Gefühle fähig“ gewesen seien und auf dieser Grundlage ihren fremden „Widerpart begreifen, ernst nehmen und bekämpfen“ hätten können. Beispiele dafür seien liberale Politiker wie Neville Chamberlain und Édouard Daladier gewesen, die im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs geistig nicht dazu in der Lage gewesen seien, Adolf Hitler zu verstehen. Erst ihr Scheitern habe dazu geführt, dass der als reaktionär geltende Winston Churchill politisch hervortreten konnte.
  • In diesem Zusammenhang sei auch ein Ende der postheroischen Phase der westeuropäischen Kultur wahrscheinlich. Brenner zitiert den Politikwissenschaftler Herfried Münkler der darauf verwiesen hatte „dass postheroische Gesellschaften extrem verwundbar und erpressbar sind, sobald sie mit heroischen Gesellschaften konfrontiert werden, also mit Gesellschaften, die nach wie vor sowohl Opferfähigkeit wie Opferbereitschaft besitzen“. Europa werde Heroismus unter dem Druck der Ereignisse wieder lernen müssen.
  • Die Teile Europas, die eine Zukunft hätten, könnten unter dem Druck der Ereignisse auch zur christlichen Religion zurückfinden. Das Christentum sei die kulturelle Wurzel Europas, während der Islam immer ein Herausforderer seiner Kultur gewesen sei. Die kulturelle Erneuerung Europas müsse daher auch mit der Wiederanbindung an seine christlichen Wurzeln verbunden sein.

Die konservativen Akteure, welche die bevorstehenden Verwerfungen bewältigen werden, müssten bereits jetzt mit den Mitteln der intakt gebliebenen Teile der Geistes- und Sozialwissenschaften die Herausforderungen für Europa analysieren und Strategien für die Zeiten entwerfen, in denen man sie brauchen wird. (ts)

15 Kommentare

  1. Zum soeben verlinkten Video kamen mir bem ersten Ansehen folgende m. E. mehr als schwerwiegende Gedanken:
    Wenn orthodoxe jüdische Rabbiner diese Erkenntnisse so öffentlich darlegen, dann ist die gesamte monotheistische Religionsphilosophiegeschichte über 1000de von Jahren ein permanent religiöser Akt. Wenn das stimmt, spricht Gott etwa wirklich durch Hitler, Yassim und andere Mörder? Ist dieser Gott dann im Endeffekt nicht dieser liebende Gott, er diese schrecklichen Taten nicht nur bis heute noch immer zulässt, sondern bewusst und gewollt die Rache im Töten von Menschen, die vom Glauben abgefallen sind, legitimiert? Jeder terroristische Anschlag im Namen Allahs ist dann ein Racheakt für „Glaubenslosigkeit“? Wenn das stimmt, dann ist der gesamte Nahostkonflikt zuerst und primär zutiefst religiös geprägt. Und das muss dann auch zur Sprache kommen. Dann wissen wir auch, welche Kräfte diesen Konflikt am Laufen halten. Es sind dann nur vordergründig irdisch politische.

    Wenn das Gesagte in diesem Video stimmt, wenn Hitler die Juden aus diesem Grunde hasste, warum wurde das solange verschwiegen? Warum wird das in Schulen nicht gelehrt? Warum wurde „Mein Kampf“ verboten, wenn es jetzt sogar jüdische Rabbiner in die Kamera halten. Sollte da etwas verschwiegen werden die gesamte Zeit über?

    Ich persönlich nehme zunächst einmal die Äußerungen über den Holocaust aus dem Munde dieser Rabbiner mehr als erstaunt zur Kenntnis und ich gebe zu: Diese Infos haben mich irgendwie erschlagen und mich zu einer anderen Beurteilung geführt. Ich meine damit nicht die Rechtfertigung des Holocaustes, sondern hier wird der Judenhass erklärt. Dieser Hass Hitlers auf Juden hatte ja dann nichts mit deren Religion zu tun, welches ich immer dachte, sondern mit handfesten politischen Konstrukten. Nach wie vor ist der Mord an Menschen, welcher Gruppe sie auch angehören ein verabscheuungswürdiges Verbrechen, was mir in der Seele wehtut, auch wenn es Feinde betrifft, weil jeder Mensch eine Seele, den göttlichen Teil der menschlichen Existenz, hat. Und auch angesichts dieser Infos ist Jesus Christus erst recht für mich das Alpha und das Omega. Allerdings hat mich der Inhalt dieses Videos ehrlich gesagt, mehr als sprachlos gemacht. nach 65 Jahren diese Erkenntnis!? Auch die Ausführungen des 2. Rabbis über die Nürnberger Gesetze? Eine Abschrift der Thora? Was wird da noch verschwiegen?

    Zwar erscheint der Holocaust für mich nicht in einem anderen Licht, aber so doch der Grund für den 2. Weltkrieg. Das sollte einmal historisch nachgeprüft werden. Was wird den Schülern denn heute noch über den 2. WK erklärt? Ist das alles nur die halbe Wahrheit? Ich selbst habe zwar keine Lust und auch keine Kraft mehr, mich intensiv mit 70 – 80 Jahre vergangener Zeit zu beschäftigten. Aber wenn das Video stimmt, haben wir da nicht ganz andere Kräfteverhältnisse zum 2. WK? Stimmt die Aussage, dass die Bolschewiken mit dieser Geisteshaltung die ganze Welt erobern wollten? Ich habe immer fein geglaubt, dass Hitler der einseitig große Aggressor war und vielleicht auch noch immer angesehen werden kann, kann ich nicht beurteilen! Was war die Rolle der anderen Staaten? Mir kommen so langsam aber doch erheblich Zweifel an der Richtigkeit der offiziellen historischen Darstellung des 2. WK.

    Ja, mich erinnert die Sache an Besessenheitsfälle, in der Satan die Existenz Gottes einräumen muss. Schon in der Bibel ließ Jesus sich ja von Dämonen bestätigen („der Heilige Gottes“) oder wie war das noch?

    Der Inhalt dieses Videos bzw. die große religiöse wahnsinnig große Reichweite dieses Videos sollte hier vielleicht auch einmal in religiösen Kontext gestellt, behandelt werden. Ich kenne da keinen Blog, der da zurzeit besser geeignet wäre. Wie werden diese Aussagen im gesamten Judentum angesehen?

    Ich verstehe, dass der zweite Rabbi Herrn Wagner in seiner Einschätzung versteht. Wagner war dann wohl richtiger Antijudaist, denn er bekundete frank und frei, dass er die Juden nicht möge.

    Trotzdem widerspreche ich diesem Rabbi und erst recht Wagner entschieden:
    Aber gerade Mendelssohn hat nicht nur hervorragende Musik komponiert, auch „deutsche“ Musik, sondern er hat darüberhinaus – und das kann nicht hoch genug angerechnet und eingeschätzt werden – die „deutsche“ Musik nicht nur durch sein Werk ungeheuer bereichert, sondern er hat eine Renaissance der Bach-Musik zusammen mit Schumann ins Leben gerufen. Ohne Mendelssohn wäre z. B. die Matthäus-Passion im Staub der Geschichte verschwunden, denn er hat sie nach ewig langer Zeit wieder aufgeführt und die Größe dieser Musik erkannt. Ich lass nix, aber auch gar nichts auf Mendelssohn und seine Musik kommen. Punkt. Wenigstens etwas Postives zum Schluss.

  2. @ Meier et Kemmer
    Ich gebe Ihnen in allem Recht. Jedoch beobachte ich im persönlichen Umfeld noch eine weitere Variable, die etwas hoffen lasst: Bei weitem nicht alle schwarzhaarig und südländisch aussehenden Manner sind Mohammedaner. Wenn auch einige Aliviten sind und sich als Moslems verstehen, sind sie den Sunniten uns Schiiten gegenüber vorsichtig bis distanziert; sie sind nämlich die ersten Opfer. Der Rest der Nichtmuslime ist entweder hier völlig angekommen oder sogar selbst Teil der orientalischen Orthodoxie. Hinzu kommen eine Menge Osteuropäer und „Jugoslawen“, die auch eine etwas andere Mentalität besitzen. Zum Teil ist es manchmal schon komisch, dass ich durch meinen linken Bezirk gehe, denke mit meiner Einstellung zur Minderheit zu gehören aber doch feststellen muss: Nur linke Deutsche und Muslime finden die derzeitige Entwicklung gut. Es ist nicht die Mehrheit – die allerdings schläft noch.

    • @PhilosII
      „Zum Teil ist es manchmal schon komisch, dass ich durch meinen linken Bezirk gehe, denke mit meiner Einstellung zur Minderheit zu gehören aber doch feststellen muss: Nur linke Deutsche und Muslime finden die derzeitige Entwicklung gut.“

      Nun ja, dass ich nicht nur das Gefühl hatte, sondern tatsächlich mittlerweile zur Minderheit (in einer Stadt am Rande des Rurgebiets) gehörte, hat mich bewogen, ins ländliche Norddeutschland zu ziehen. Und nun hoffen wir mal darauf, dass das „kleine Lichtlein“, welches in ihrem Beitrag leuchtet, zu einem Lagerfeuer wird.

  3. Werter Herr Meier,
    Lösung? Wird schwierig! Sie müssen bedenken, dass der Islam eine Männerreligion ist, Jetzt stellen Sie sich bei einem Kampf der Kulturen (Huntington) einmal die jungen Leute von hier, die in der Zivilisation gutmenschlich erzogen wurden, vor, die den allahgläubigen Männern gegenüberstehen?

    Die Islamgläubigen haben im Tod mehr zu verlieren als die hiesigen jungen Leute. Letztere haben nur das Diesseits als Kampfmotivation, die Islamgläubigen tun dies nicht nur für das Diesseits, sondern auch für ihren Gott mit der Option auf das Paradies.

    Eine Nummer, die den heutigen hier lebenden jungen Leuten hoffnungslos überlegen ist. Spaß und Fun ist eine mehr als schwächliche Diesseitsweltsicht, die die jungen Leute vielfach – Ausnahmen gibt es immer – vom tiefsinnigeren Denken abhält. Hauptsache Konsum, keine Stille und es ist immer etwas los. OK, etwas überspitzt, aber ohne tiefere Ideale verkümmert die Seele eines jeden Menschen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen sich immer weniger Menschen.

    Natürlich stirbt die Hoffnung immer zuletzt. Das kann nur noch eine starkes Christentum richten. Aber woher nehmen und nicht stehlen. Mit Vorbildern wie Kardinal Marx, der seinen Namensvetter Karl wohl vieles abgewinnen kann, ist das nicht zu schaffen. Es braucht eine Kirche, die sich wieder intensiv ihren Uraufgaben widmet und möglicherweise u. a. mit dem Thema Christenverfolgung Begeisterung für JESUS CHRISTUS zurückgewinnen kann. Die Problematik kann am ehesten zur Christusbegeisterung führen. Dort sind Vorbilder zu finden, hier kaum noch. Und das kann wohl nur in kleinen Kreisen geschehen.

    • Hallo Herr Kemmer,
      das haben Sie ganz richtig beobachtet. Aber ich denke und wenn ich mich richtig erinnere, ist eben doch schon länger her, suchen junge Menschen immer auch Orientierung. Und darin sehe ich im Moment, auch wenn es merkwürdig klingen mag sogar eine Gefahr.

      Denn für viele dieser, im „tiefsinnigeren Denken“ nicht mehr geschulten, jungen Leute bietet der Islam durchaus auch diesseitige verlockende Angebote.

      Man sollte seine Anziehungskraft durchaus nicht unterschätzen. Er bietet einfache Lösungen für einfach gestrickte Leute Für jede Lebenslage hält er die passende Sure bereit.

      In den Kindergärten und Grundschulen der Großstädte sind muslimische Kinder bereits in der Überzahl. Und es fällt leicht sich vorzustellen, dass sich die wenigen deutschen Kinder mehr und mehr an dieser „Peer-Group“ orientieren werden. Denn es geht ja auch eine gewissen Fazination davon aus. Jungen wollen nun mal raufen und sich messen und bewundern den Starken mit viel Muskeln und der großen Klappe, der auch vor dem Lehrer nicht kuscht, die Lehrerin schon mal zum Weinen bringt und sich ansonsten nimmt was er möchte. Und Mädchen suchen insgeheim, feministische Aufklärung hin oder her, auch zumeist doch die starke Hand, die sie beschützen und führen kann.

      Dazu kommt dann später noch die von Lehrern und Eltern vermittelte „Einsicht“, dass sie zu einem Volk gehören, dass eigentlich an allem Leid der Welt die Schuld trägt. Angefangen vom Holocaust über unseren unverschämten Reichtum, unsere ausschweiftende und verschwenderische Lebensart bis zu unserer räuberischen Wirtschaftsweise, die diese bedauernswerten Benachteiligten erst zur Flucht gezwungen hat.

      In der Altersgruppe der typischen Asylforderer (15-30 Jahre), sind die männlichen Deutschen mittlerweile unter­repräsentiert und dazu noch überwiegend pazifistisch erzogen worden, so dass sie in ihrer Fried­fertigkeit kaum aufbegehren, sondern eher die neuen Sitten und Gebräuche übernehmen werden. (Nicht außer acht lassen sollte man auch die verführerische Machtstellung, die der Mann gegenüber der Frau im Islam einnimmt.) Der Islam bietet dazu einen egalitären, brüderlichen Rahmen (wie schnell sind bei einer Auseinandersetzung 40-50 „Brüder“ vor Ort), eine klare Ordnung und einfache geistige/geistliche Orientierung – alles Anziehungskräfte denen die westliche Welt mit ihren freien, meist offenen, unsicheren und beliebigen Angeboten scheinbar wenig entgegensetzen kann. In Sprache und Gestus wird hier ja bereits viel nachgeahmt. Und in vielen Städten und Bezirken dominieren die jungen Mohammedaner schon jetzt das Straßenbild, obwohl sie noch in der Minderzahl sind.

      Es ist wohl nicht allzu gewagt, die Attraktion der mohammedanischen Religion für viele junge Männer genau in diesen Möglichkeiten zu sehen, die die westliche Welt verwehrt und ächtet, auch wenn sich bei Ihnen und mir alles gegen diese Einsicht sträubt.

      • Werter Herr Meier,
        völlig richtig beobachtet. Das Stift Heiligenkreuz ist leider nur eine Inselerscheinung, in der die jungen Menschen noch das katholisch-christliche Denken und die Fragen beantwortet bekommen, woher sie kommen, wer sie sind und wohin sie gehen wollen.

        Das zeigt allerdings auch: Wäre die Kath. Kirche flächendeckend ähnlich wie Heiligenkreuz „gestrickt“, also eindeutig katholisch und nicht interreligiös, wäre es um die Jugend auch nicht so schlecht bestellt.

        Ich teile Ihre Ansicht voll, dass die jungen Männer, die den Sinn des Lebens suchen eher von Typen wie Pierre Vogel und von Salafisten angezogen werden als von einer relativierenden und dem zeitgeistoffenen Kirchenlehre. Die Eindeutigkeit in der Lehre fehlt der kath. Kirche zurzeit. Sie werden in diesen Radikalgruppierungen zwar einer Gehirnwäsche unterzogen, aber als Persönlichkeit empfangen, werden hofiert und sie werden dann auch gefühlsmäßig Teil der Gemeinschaft, welches dann auch Identität verleiht. Das macht die Sache so gefährlich. Während Christen vielfach Einzelindividuen sind, wird docht das Zusammengehörigkeitsgefühl perfektioniert.

        Aber auch die jungen Mädels lassen sich auch eher von patriarchalisch geprägten Männern (Uralter Schutzbedürfnisinstinkt, interessanterweise trotz kampfemanzipatorischer Erziehung) ansprechen als von Spaß- und-Fun-im-Kopf-und-Feigheit-in-den-Armen-Typen ansprechen. Das überspitze ich jetzt ein wenig. Aber die Tendenz ist vorhanden.

        Unsere Eliten, die so auf den Schuldkult setzen und auf Erinnerungskultur dringen, vergessen, den Menschen Zukunftsideale zu bieten. Wer nur in der Vergangenheit lebt und nur diesen zutiefst negativen Teil der Geschichte in der Schule und in den Medien teilweise 24-stunden-täglich aus nur einer Sicht vermittelt, setzt die geistige Zukunft aufs Spiel und handelt auch politisch kontraproduktiv.

        Wer dazu noch islamaffin handelt, will, dass diese Kultur, somit auch der die Schuldkultkultur Holocaust, verschwindet oder kann sich hier irgendjemand vorstellen, dass diese Kultur auf islamische Mehrheiten hier übertragbar ist?
        Stichwort Holocaust:
        Keine Sorge: Jetzt kommt keine Infragestellung oder Leugnung desselben:
        Neulich habe ich ein interessantes Video entdeckt, was eine dritte Sichtweise auf den Holocaust der Judenvernichtung zum besten gibt, nämlich von waschechten Rabbinern, die ja nicht in Verdacht stehen können, den Holocaust zu leugnen und das tun sie auch nicht.

        https://www.youtube.com/watch?v=FGt3tm3eutw

        Ihre Ausführungen zu Israel und zum Holocaust, zu Richard Wagner sind mehr als interessant. Noch nie gehört und gesehen, aber m. E. beachtenswert.

        Werter Herr Maier:
        Es ist wohl nicht allzu gewagt, die Attraktion der mohammedanischen Religion für viele junge Männer genau in diesen Möglichkeiten zu sehen, die die westliche Welt verwehrt und ächtet, auch wenn sich bei Ihnen und mir alles gegen diese Einsicht sträubt.

        Besser kann die heutige Situation in dieser Frage nicht ausgedrückt werden. Danke!

  4. Nach 70 Jahren Charakterwäsche ist die geistig-moralische Wende hin zur „christlich-inspirierten Gesellschaft“ (Jacques Maritain), die wieder Anschluß an alte Tugenden findet, so schnell nicht zu erwarten, vielleicht erst NACH dem Zusammenbruch. Man könnte sich aber wenigstens auf Widerstand gegen die links-liberale, undemokratische Herrschaft des Unrechts verständigen: Ausufernde „Asyl-“ und „Religionsfreiheit“, „gemeinsames EURO-PA“, völkerrechtswidrige Geopolitik. Weder vom deutschen Bundestag, noch vom Karlsruher Verfassungsgericht ist in dieser Hinsicht irgendeine Einsicht zu erwarten. In dieser Legislaturperiode fallen die Würfel endgültig, v.a. in demografischer Hinsicht. Solange die Deutschen nicht zu Hunderttausenden zusammen auf der Straße gegen den ´großen Austausch´ demonstrieren – insb. im ´Westen´ -, geht es eben weiter in den Untergang. Die Lösung kann in der gegenwärtigen, sich zuspitzenden Situation nur lauten: „Einigkeit und Recht und Freiheit!“

  5. Ich denke, an der Tatsache sowohl der Jugendlichkeit wie auch der Vitalität des Islams dürften Zweifel unangebracht sein. Dafür sprechen zuerst die Bevölkerungsstatistiken der islamischen Länder und auch Quantiät und Qualität der Moscheebesucher sowohl dort wie auch in europäischen Gefilden. Und die Wanderungsbewegungen über das Mittelmeer und quer durch Europa, um ohne Vehikel nach Deutschland, Schweden oder andere Länder „der Verheißung“ zu gelangen, fordern sicherlich ein Maß an Vitalität, das das unserer Jugend, die bereits das Auslandssemester in Amerika oder Asien auf Papas Kosten als Abenteuer empfindt, um ein Vielfaches übersteigt.

  6. Eine Ergänzung bitte noch: Ist der Islam wirklich jung und vital? Da bin ich mir nicht so sicher. Es könnte sich auch um ein letztes Aufbäumen einer ebenso überalterten Zivilisation, Arm in Arm mit westlichen Helfershelfern, handeln.

    • Peter Scholl Latour, der bei seinen Beurteilungen mittelfristig immer richtig lag (auch weil er Arabisch konnte und den Orient nicht nur von den dortigen Hotels her kannte), hat die Jugend und Vitalität des Islam gut erklärt: Der Islam wird durch radikale Erneuerungsbewegungen aus der Wildnis (Wüste, Gebirgsregionen, Steppen und jetzt dem Dschungel der urbanen Zentren), die sich gegen die islamischen Eliten und die „Ungläubigen“ richten, immer wieder vitalisiert. Konvertiten verstärken diese Entwicklung jedes mal beträchtlich.
      Tut mir leid, aber ein letztes Aufbäumen erleben wir gerade ganz bestimmt nicht.

  7. Die „handfesten Kerle“, von denen in einem Kommentar die Rede ist: was genau hat man sich darunter vorzustellen? Ich halte es – nicht nur ich – für ein Klischee, daß echte Frauen „harte“ Männer wollen. Ich denke eher, daß, je nach dem, was man darunter eben versteht, sich hier auch ein Stockholm-Syndrom zeigen kann. Nach der Art: eine durch den Feminismus und Individualismus verwirrte, halb (beruflich usf.) „vermännlichte“ Frau übertreibt bei der Partnersuche in dialektischem Überschwang die traditionell verankerte „Unterordnung“, bei gleichzeitigem Beibehalten feministischer Aspektedergestalt,daß sie Männern vorschreiben möchte, wie sie zu sein haben. Da sie selbst „hart“ sein muß, fordert sie es vom Manne ein, beschwert sich dann aber regelmäßig über dessen möglicherweise von ihr UND von einem falschen Männlichkeitsbild erzwungenes „Macho-Gehabe“. Das kann so weit gehen, daß solche Frauen sich, womit das Stockholm-Syndrom der persönlichen Ebene mit dem der gesellschaftlichen (Unterwerfung unter den Islam) verschmilzt, an muslimische Männer wenden, die sie dann endgültig unterdrücken. Zugleich versuchen einheimische Männer,mit dem Islam zu wetteifern. Aber Gegenwehr gegen das Böse in Gestalt des Islam als Ideologie(nicht einzelner Menschen) darf natürlich nie dieselben Mittel wie der Angreifer nutzen, denn das wäre bereits Verrat am eigenen Inhalt,also an dem, was man verteidigen möchte. Also: sind das echte Frauen, die hier echte Männer suchen, oder ist das nicht bereits eine Schieflage? Das Männlichkeitsbilddes Islam erfordert wahrlich keine „christliche“ Nachahmung. Nicht zu vergessen: „Weicheier“ imeigentlichen Sinne sind oft gerade die Männer, die auf hart machen, allgemein und auch insbesondere gegenüber Frauen, wenn sie nur auf „Erfolg bei Weibern“ (im moralisch fragwürdigen Sinne) aus sind und bar jeder Verantwortung. In der MGTOW-Schiene findet sich derartiges ja auch, daneben stehen dann die moralisch Verantwortungsvollen, die wohl deswegen die Suche nach einer Partnerin aufgeben, weil sie nicht damit rechnen, eine gute Frau, sittlich und angemessen, zu finden. Eben aufgrund des Gesamtbilds, daß es nur noch solche Frauen gebe, wie ich sie oben schilderte. Das trifft zwar nicht zu, wird aber gelegentlich suggeriert. Solche Männer sind dann sicherlich weder Machos noch „Weicheier“, sondern schlichtweg desillusioniert. Hier muß dringend eine interne Klärung stattfinden.

  8. Kemmer, Hermann-Josef sagt am 27. April 2018, um 18:48 Uhr: „Guter Artikel!“
    Und Manni Meier sagt am 27. April 2018 um 19:48 Uhr: Guter Kommentar, Herr Kemmer.

    Aber wo bleibt das Positive? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Haben Sie denn gar keine andere Lösung anzubieten?

  9. Guter Artikel! Da wird politisch ein ideologisch der Wirklichkeit nicht entsprechendes, also ein utopisches Ideologieziel des Diesseits, wie seinerzeit der marxistische Sozialismus, der im real existierenden mörderischen Sozialismus endete, politisch vorgegeben und jede politische Entscheidung wird diesem Ziel auf dem Weg dorthin untergeordnet, ob dabei europäische oder innerdeutsche Gesetze gebrochen werden, ist dieser Elite völlig egal. Beste Beispiele sind die Flüchtlingspolitik, die Islampolitik, die Genderideologie, der Evolutionstheorie und die Klimaideologie. Also von Naivität oder von Versehen kann da nie die Rede sein. Leider hat sich das Christentum dieser Liberalität angepasst und wirkt nach außen wie ein verlängerter Arm bestimmter politischer linker Positionen, der dem liberalen Zeitgeist entgegenkommt.

    Im Grunde handeln diese Eliten mit streng religiösen Mitteln. Da wird eine Ideologiegottheit, die absolut gesetzt wird, geschaffen, jedoch ohne Jenseitsversprechen und jegliche Kritik wird mit allen Mitteln entweder in der rechten Ecke verortet, die Meinungsfreiheit durch Netzwerkdurchsetzungsgesetze torpediert und/oder der Kritiker wird mit Ächtung moralisch bestraft wie im Fall Sarazin und anderen.

    Wer in der Wissenschaft oder in der Genderideologie gegenteiliger wissenschaftlicher Meinung ist, dem kann es passieren, seinen Job zu verlieren oder dass eine medial-politisch Hetzjagd auf ihn angesetzt wird.
    Alles in allem auch hier wieder: Der Mensch wird vergöttlicht, Gott braucht es nicht mehr. Diese Religionsideologie wird als Gottersatz benötigt, um mit Mitteln der PC diese auf Biegen oder Brechen durchzusetzen.

    Wie kann dies geändert werden? Die eine libertäre Radikalposition des Relativismus und der identitätslosen Nachgiebigkeits-Toleranz fördert letztlich die gegenteilige Radikalposition, in diesem Fall den Islam, der mit betonfestgefügten Religionsregeln, auch wenn sie dem Grundgesetz zum großen Teil widersprechen, seine Rechte hier einfordert, in seinem Machtbereich aber nicht einmal im Entferntesten daran denkt, das, was er hier fordert, anderen Religionen und Ideologien zu gewähren. Das Reziprozitätsprinzip, welche dem gesunden Menschenverstand des „Wie Du mir, so ich Dir“ folgt, lässt der Liberalismus vor lauter Toleranzbesoffenheit einfach fallen, weil es einfach nicht sein darf, dass eine fremde Ideologie oder Politreligions-Kultur wie der Islam schlechter sein kann als er, der Liberalismus, ja, oder in religösen Kontext gestellt, das Christentum selbst.

    Eine katastrophale Fehleinschätzung.

    So wie die Dinge liegen, werden die meisten bundesdeutschen Bürger sich lieber dem Islam unterwerfen, als zur christlichen Religion zurück zu finden, weil die demographische Entwicklung genau in diese Richtung zeigt. Kein Nachwuchs. Von den 70 Millionen Deutschen sind gefühlt die Hälfte älter als 40 Jahre alt. Wir treiben ab, Muslime sind sehr gebärfreudig. Leider auch die kath. Kirche war und ist eines der Zugpferde des „Küng’schen“ Weltethos, auch wenn sie sich pro forma noch etwas sträubt. Warum also christliche, und darüber hinaus auch noch katholische Identität pflegen.

    Wir können das nicht ändern, weil dieser „Heroen“ ausbleiben. In zwanzig Jahren steht hier eine alte senile Urbevölkerung einer patriarchalisch kulturierten islamischen vitalen jungen testosterongeladenen, kinderfreundlichen Dschihadkultur gegenüber. Über die paar Polygamie- und Kinderehen oder Cousinenehen mit Behinderungspotenzial in Sachen Nachwuchs wird schon nicht so schlimm werden.

    Wo sollen in der kurzen Zeit diese „Heroen“ herkommen, die die Kirche ja mit ihrer Religionen-sind-alle-gleich-gut-Verkündung im Einklang mit den linksgestrickten Männerbild zahnlos und wehrunfähig gemacht hat. Die können sich ja nicht einmal gegen den übertriebenen Feminismus durchsetzen und finden nicht einmal mehr Partnerinnen. Und die Frauen finden solche Weicheier ja eben auch eher partnerschaftshinderlich und wenden sich lieber handfesten Kerlen zu. Hinzu kommt noch der Wegzug deutscher Leistungsträger ins Ausland. Die Integrationsleistung wird von Einwandern erst überhaupt nicht verlangt. Die Integration muslimischer Massen ist eine Schimäre, von wenigen abgesehen.

    Ich schätze, dass die Politik seit Jahrzehnten genauso geplant wurde. Da fasst ein Rad ins andere. Das ist einfach zu offensichtlich. Die Eliten hatten vor, Europa umzuvolken, um dem Gott Globalismus zu opfern. Kollateralschaden, mein Gott, das wird man nicht verhindern können. Die paar Verwerfungen täglich hier im Lande.

    Judith Butler: Feminismus, Wirtschaft braucht Frauen als ausnutzbare Arbeiterinnen, da beide arbeiten, haben Kinder kaum noch eine Chance, freie Liebe, Folge: Abtreibung, schließlich soll individuelle Freiheit gewahrt werden. Mein Bauch gehört mir. soziale Geschlechter = Gender; im Einklang damit: Gott ist tot, christlich-moralische Wertvorstellung wie Sexverbot vor der Ehe werden zurückgedrängt, junge Leute haben andere Interessen als Religion, humanistischer Atheismus mit der Ideologie des Materialismus blüht auf im Einklang mit der Gott-ist-tot-Evolutionstheorie, Kirche wird schwächer, Gott tritt in den Hintergrund, der Mensch wird vergöttlicht, nur das Kind nicht, das stört nach wie vor, schließlich müssen die Eltern 3 Autos und 4 x Urlaub machen, in Unis und Schulen wird diese linke Relativitäts- und Beliebigkeitskultur den Schülern und Studenten als Massenideologie unter dem Deckmantel des Sozialen geistig zu futtern gegeben,
    Idole und Vorbilder: Nix mehr Heilige und Co., die sich in der Jesus-Nachfolge hervortun = Langweilig und überhaupt alles out, dagegen laufen Pop-Sternchen, boy- und girl-groups zu Höchstform auf. Die Jugend ist massenweise begeistert. Eine nichtssagende Musikrichtung jagt die andere. Das Rasen in riesigen Fußballstadions wird zum kirchlichen Altarraum. Spaß und Fun überall, TV-Serien der seichten Unterhaltung, was früher der Arztroman war, wird heute in Serie produziert, damit einhergehend: Niedergang einer Kunsthochkultur: Picasso, Beuys: Hässlichkeit wird zur Kunstform erklärt, ernste Kompositionen wie Stockhausen und Co. komponieren gegen jegliches Harmoniegefühl des Ohres, Architektur wird praktischen Erwägungen untergeordnet. Wenn überhaupt Kirchen in den 60ern gebaut wurden, dann eher nach Garagenmotiven.

    Jüngste Errungenschaft: Daumenkrebs am Handy. Da laufen junge Leute nebeneinander her oder die Mutter mit Kind und haben einander nichts zu sagen, aber bitte, mit aller Welt am Handy in Kontakt bleiben und immer erreichbar sein.

    Stille ist für die meisten nicht mehr ertragbar, wird als Gräuel empfunden.
    Spielen Sie heute jungen Menschen einmal eine Toccata und Fuge von Bach vor. Die ziehen eine Flappe und winken ab. Da ist nichts mehr mit kultureller Wurzel. Da ist das Gegenteil: Radikale Wurzeltrennung ist angesagt. Viele wissen nicht mehr, welche Kultur sie überhaupt geprägt hat.

    Da greift einfach ein Zahnrad in das andere. In diese kulturnihilistische Zeit mit Heroen, die das Rad drehen können ausgerechnet mit christlicher Religion nicht ohne das persönliche Eingreifen Jesu.

  10. Ich denke, dass einige dieser Kriege nicht nur Europa nicht verteidigten, sondern gerade deswegen geführt wurden, um den Orient weiter zu destabilisieren, womit die aktuelle Völkerwanderung ausgelöst würde.
    Vielleicht hat mich ja die „Brutkastenlüge“ zum Verschwörungstheoretiker gemacht, aber dass die verheerenden Folgen des „Krieges gegen den Terror“ und des völlig fehlinterpretierten Arabischen Frühlings nur durch Naitivität und Unkenntnis der orientalischen Verhältnisse herbeigeführt wurden, halte ich schlicht für unmöglich. Briten, Franzosen und auch die Amerikaner spielen das Great Game lange genug, um die Regeln zu kennen.

  11. Man könnte allerdings einwenden, dass diese Eliten durchaus zur Selbstbehauptung fähig sind. Sie verteidigen zwar nicht Europa, aber den Dominanzanspruch ihrer eigenen Ideologien sowie ihren Machtanspruch verteidigen sie sogar sehr erfolgreich.

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