Anthony Esolen: Der Männerbund als Träger kultureller Erneuerung

Jacques-Louis David - Der Schwur der Horatier (Ausschnitt, Wikimedia Commons/ gemeinfrei)

Der Literaturwissenschaftler Anthony Esolen lehrt am katholischen Thomas More College of Liberal Arts in den USA, ist Mitbegründer des „Center for the Restoration of Christian Culture“ und wurde vor allem durch seine Gedanken über die Erneuerung abendländischer Kultur bekannt. In einem Gespräch beschrieb er kürzlich die Wiederbelebung von Männerbünden als eine wesentliche Voraussetzung kultureller Erneuerung.

  • Eine intakte Kultur beruhe auf sozialen Beziehungen, die auf der Grundlage des Dienstgedankens bzw. auf Grundlage gebender Nächstenliebe gestaltet seien. Dies gelte nicht nur für die Beziehungen zwischen Ehemann und Ehefrau oder Eltern und Kindern, sondern auch für die Beziehung zwischen Brüdern im Rahmen des Männerbundes.
  • Der Männerbund sei eine auf den Dienst am Nächsten sowie die Herausbildung der Tauglichkeit seiner Mitglieder ausgerichtete hierarchische Gemeinschaft. Seine Mitglieder würden zu Brüdern, indem sie gemeinsam an einer großen Aufgabe arbeiteten. Jesus Christus habe den wichtigsten Männerbund der Geschichte gegründet, als er die Apostel berief. Andere Beispiele für Männerbünde seien religiöse Orden, militärische Einheiten, die Kunstschulen der Renaissance oder die Zünfte und Gilden des Mittelalters.
  • Im Zuge der Auflösung des traditionellen Geschlechterbildes sei in westlichen Gesellschaften auch die kulturelle Institution des Männerbundes delegitimiert worden und weitgehend verloren gegangen. Entsprechende Auflösungstendenzen hätten auch Teile der Kirche ergriffen, die sich von ihrer eigenen Tradition der Männlichkeit abgewandt hätten.

Eine Kultur könne jedoch nicht ohne starke Männerbünde fortbestehen oder wieder errichtet werden:

Die Erneuerung der Kultur wird nicht ohne Wiederbelebung des Männerbundes geschehen.

Esolen knüpft vor allem an die Gedanken des Psychologen Jordan B. Peterson an. Es sei eine Besonderheit der Natur des Mannes, dass er eine große Aufgabe im Leben finden müsse, die ihn über sich selbst hinauswachsen lasse und ihn mit Herausforderungen konfrontiere, die er zu bewältigen habe. Dies gelinge dem Mann nur durch die Herausbildung von Tauglichkeit durch Wettbewerb und das geordnete, auf gegenseitiges Wachstum ausgerichtete freundschaftliche Austragen von Konflikten. Die Kultur des Männerbundes sei im Alten Testament (Sprüche 27,17) so beschrieben worden:

Eisen wird an Eisen geschliffen; so schleift einer den Charakter des andern.

Die Kultur der Gegenwart mit ihrer Hypersensibilität und ihrem Streben danach, Menschen in ihrer Selbstwahrnehmung und ihren Gefühlen zu bestärken, sei hingegen von unmännlichen Impulsen geprägt. Dies äußere sich auch darin, dass in ihr die Kultur des geordneten Streites verlorengegangen sei und an die Stelle von Diskussion die Zurschaustellung verletzter Gefühle getreten sei. Der Männerbund könne in diesem Zusammenhang auch ein Ort der geistigen Freiheit und des geistigen Wachstums sein.

Vaterlos aufwachsende Jungen sowie die Söhne von Vätern, die diesen kein entsprechendes Vorbild gäben, könnten gesunde Männlichkeit kaum entwickeln. Dies bringe für das Gemeinwesen schädliche, entartete Formen von Männlichkeit hervor, die sich in Narzissmus oder Effeminiertheit, aber auch in Frauenverachtung sowie verantwortungslosem und kriminellem Verhalten äußerten. Die Wiederbelebung von Männerbünden könne diesen Tendenzen entgegenwirken.

Hintergrund

Esolen hatte 2017 sein Werk „Out of the Ashes – Rebuilding American Culture“ veröffentlicht, in dem er die geistig-kulturelle Lage westlicher Gesellschaften sowie die geistigen Ursachen kultureller Auflösungsprozesse analysiert hatte.

Diese Prozesse seien so dominant geworden, dass eine Erneuerung der von ihnen betroffenen Gesellschaften mittelfristig wenig aussichtsreich sei. Das Christentum könne in ihm gegenüber zunehmend feindseliger werdenden Umfeldern jedoch in Form von kleinen Gemeinschaften fortbestehen, die an seiner Tradition und seinem Erbe festhielten, um auf dieser Grundlage in den bevorstehenden Krisenzeiten seinen Dienst an den Menschen und Gesellschaften der westlichen Welt verrichten zu können. (ts)

11 Kommentare

  1. Sehr geehrter PhilosII,
    in „meinem“ urbanen Lebensraum sind die Antifa-Faschisten sehr laut, aber nicht sonderlich schlagkräftig, Box- und Kampfsportclubs werden von Orientalen und Nordafrikanern dominiert, unser Kontinent ist lediglich durch Osteuropäer vertreten.
    Ich meinerseits habe die Beobachtung gemacht, dass viele Jugendlich dankbar dafür sind, von Älteren zwar ernstgenommen, aber auch geleitet und politisch aufgeklärt zu werden.
    Wir Konservativen haben seit den 70ern viel zu wenig auf diesem Gebiet getan und das Feld den Linken überlassen. Ich bin daher überzeugt, dass viele junge Leute nur deswegen zur roten SA (oder gar zu den Salafisten) gegangen sind, weil es keine konservative Alternative gab.
    Was die Verweichlichung der Jugend angeht: Ein von mir geschätzter Autor bei „Achse des Guten“ berichtete kürzlich, dass sein Sohn von Russen verprügelt wurde, nur „weil diese es konnten“.
    Da muss ich fragen, warum konnten sie es? Hat dem Jungen niemand gesagt, dass man zum Fußabtreter wird, wenn man nie lernt, sich zu verteidigen? Und wo waren die über 70 Millionen Landsleute des Jungen?
    Die Jungen sind Weicheier, weil die Gesellschaft sie dazu erzogen hat und wir Konservativen derweil damit beschäftigt waren, der guten alten Zeit nachzuheulen.

  2. @ Herbert Klupp
    Ich gebe Ihnen völlig Recht, dass die Existenz von Männerbünden nur des Zusammenhalts wegen nicht genügt und auch keine Aussicht auf Kontinuität stellt.
    @Attila Varga
    In der Tat vergreisen die Rockerclubs und juvenile Deutsche sind meist verweichlicht. Leider muss ich beim Beispiel der Ultras etwas beharrlich bleiben; Sie scheinen es selbst anzusprechen (diejenigen Verbände, die noch traditionel agieren, werden von Seiten des Staates […] abgewürgt und schikaniert). Die anderen Ultras – und eben nicht klassischen Hooligans – sind im Gros ganz weit links. Will sagen, Formen der Männerbünde sind da geduldet, wo sie autoaggressiv gegen das Eigene vorgehen – auch in der autonomen Szene. Immer verkleidet hinter Antirassismus etc. pp. (vgl. oben). Ich beobachte diese Entwicklung schon seit langem mit Argwohn. Wird doch ständig kolportiert, dass Fankurven von Rechtsextremen übernommen würden, so hat die Politisierung tatsächlich erst von Links mit den Ultras Einzug im Fußball erhalten. Gehen Sie mal in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg in einen Verein mit einer Kampfsportsektion oder direkt in einen Boxclub – würde der Vvs dort nachsehen, er hätte eine Erklärung für die G20-Ausschreitungen in Hamburg. Und diese Szene besteht in jeder Großstadt. Um diese Szene herum – besonders in Berlins Mitte – bleibt ebenfalls der Eunuch das neue Ideal.
    Aber zurück zu unserem Thema und was ich eigentlich sagen wollte: Besorgt mich zwar oben beschriebene Situation, so zeigt sie zugleich, dass ein Bedürfnis nach Gemeinschaft, Identität und dem Teilen von Extremen immer noch vorhanden ist. Die Ästhetik dahinter aber hat sich m.E. sehr stark verändert und, was auf dieser Seite hinsichtlich Ritterorden schon angesprochen wurde, Altherrenvereine mit Orden und Kutten sind verbraucht. Mir stellt sich daher die Frage, wie man gegenwärtig Alt und Jung so zusammenbringen kann, dass sie sich gegenseitig befruchten, vital bleiben und der Gegenwart nicht wie verschlossene Sekten wirken, ohne zugleich an Tiefe zu verlieren. Männerbünde nehmen nun auch nicht Menschen auf, die immer schon alles erreicht haben, sondern sie fördern ihre Mitglieder. Im christlichen Sinne also eine Förderung zur Wahrheit. Ich bin auch der Meinung, dass ein moderner Männerbund als Bruderschaft auch immer einen Ableger einer Schwesternschaft benötigt – keine Vermischung. Aber das ist ein anderes Thema.

  3. Oha Männerbünde, ein Thema, mit dem ich mich bislang nicht beschäftigt habe und darum wie ein Neugeborenes an dieses Thema herangehe. Man möge mir verzeihen.
    Nun, Männerbünde sind per se nichts Schlechtes, wenn sie von Jesus Christus inspiriert werden. Es kommt somit immer auf die Ideologie oder auf die Weltsicht an. M. E. kommt es schon darauf an, in welchem Weltbild ein solcher Männerbund zustande kommt. Im Patriarchat braucht es m. E. keine Männerbünde, denn diese Form des Zusammenlebens und der Gesellschaftsordnung ist ja bereits ein umfangreich durchstrukturierter politisch agierender Männerbund und bei Gott nicht immer ein positiv besetzter. In Teestuben wimmelt es vor Männern ohne Frauen.

    Der Islam ist ein religiös-politischer Weltmännerbund, vor dem zu warnen ist. Das exzessive Patriarchat hat einen schlechten Ruf in der heutigen Zeit. Wie Frauen im Hinduismus oder im Buddhismus ihren Platz gefunden haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich nehme Frauen in diesen religiösen Weltanschauungen kaum wahr. Das Kastensystem in Indien z. B. scheint mehr als frauenfeindlich zu sein, so dass dort wohl auch von der Vorherrschaft des Mannes ausgegangen werden kann, also letztlich vom Patriarchat, auch wenn dort hier und da Frauen wie Indira Ghandi in der Regierungsverantwortung standen.

    Jesus als Mann hat vom Dienen gesprochen in dem Größe liegt. Und damit hat er den Finger in die Wunde der irdischen Weltordnung gelegt, die in der Vergangenheit von Königen und Kaisern angeführt wurde, die sich, wie zur Zeit Jesu die Römer, gern im Kriegführen und in diktatorischen Gesellschaftsordnungen übten und die dann auch mit ihren Kriegszügen, sofern sie „erfolgreich“ waren, mit vielen Toten auf dem Schlachtfeld garniert, bei den Historikern den Zusatz, „der Große“ verdienten.

    Jesus als Antikönig, nicht von dieser Welt, wurde wohl – und darum ist das Christentum auch in die Kritik geraten und bis heute geblieben – nicht zuletzt aus diesem Grunde angefeindet. Seine Lehre eckt an, egal in welcher politischen Ideologie Christen zu leben haben:
    Ein König hat dem Volk zu dienen – hat nicht immer so gut geklappt. Ausnahmen bestätigen die Regel in der Geschichte.

    Kommunismus und Sozialismus: Jesus eckt an. Er sieht seine Lehre an den Fähigkeiten und Gaben des Einzelnen und betrachtet ihn als Seele im Du im Verhältnis zu Gott und dem Nächsten. Er ist ein Feind jeglicher Gleichmacherei.
    Kapitalismus: Jesus rät zu Verzicht, zu Fasten und nicht zu einem übermäßigen Konsumdenken, welches nur noch dem irdischen Wohlergehen dient. Das ist ein Dorn im Auge von Edelkapitalisten, die ohne den Menschen zum Konsumtier degradiert zu haben, wohl kaum überleben könnten.

    Jesus sitzt somit letztlich bei jeder von Menschen erdachten Ideologie oder Weltanschauung zwischen den Stühlen. Er passt politisch eben in kein Konzept. Der Sozialismus hat es versucht und ist kläglich gescheitert – auch wieder mit Milliionen von Toten.

    Das Patriarchat (doch im Grunde ein Männerbund) hat sich in den verschiedenen kulturellen Weltsichten eher negativ entwickelt. Es hat dazu geführt, dass die Welt heute in genau diesen patriarchalischen Gesellschaften zu massiven Problemen geführt hat, z. B. zum Problem der Überbevölkerung, in deren Folge Armut, Arbeitslosikeit und Bildungslosikeit in Spiralform standen . Die „Nichtwert der Frau“ konnte sich nur im Patrarchat entwickeln. Der Wille des Mannes, also natürlich eingeschränkt der sexuelle Trieb des Mannes, sorgt unkontrolliert genau für diese Problematik. Die Kontrolle, die z. B. der Islam über die Frau, die sogar laut Koran „bestraft werden darf, wenn der Mann Widerspenstigkeit „befürchtet“ bietet, ist mehr als dubios. Polygamie, Kinderehe, die letztlich in ihrer Auswirkung eine Zwangsehe ist, sorgen für die Probleme, die die unhinterfragbare „Männlichkeit“, welche dann in einem völlig übersteigerten Ehrgefühl mündet, im Chaos. Solche Männerbünde sind abzulehnen.

    Darum sind christliche Männerbünde durchaus als positives Regulativ in einer Gesellschaft vonnöten. Nur abgekapselt von der Welt sollten sie nicht agieren, sondern immer in der Welt stehend und sie sollten sich ein christliches Programm geben. In der heutigen Zeit der mehr als identitätszerstörenden Genderideologie, durch einen übertriebenen Feminismus hervorgerufen und auch wohl bar jeglicher exakter Wissenschaftlichkeit politisch akzeptiert, kann die Förderung von auf christlicher Basis agierenden Männerbünden durchaus positive ethische Erfolge erzielen.

    Während die letzten 40 Jahre Mädchen über Gebühr politisch gefördert wurden, haben Jungen in die Röhre geschaut. Sie wurden schlicht sich selbst überlassen und nicht – und schon gar nicht christlich – geformt. Auch die Kirche hat es nicht geschafft, Jungen und Männer an sich zu binden, obwohl die Kleriker ja alle Männer sind. Jedoch im „Gottesvolk“ scheint es kaum Männer in den Kirchen zu geben, während die Moscheen vor Männerüberschuss nur so aus allen Nähten platzen. Auch in vielen Sozialbereichen dominieren Frauen als Lehrerinnen, Erzieherinnen, in der Bewährungshilfe, in den Jugendämtern und Co, eine verhängnisvolle Entwicklung. Eine verweiblichte Gesellschaft scheint die Folge zu sein. Männer spielen z. B. in der CDU kaum noch eine Rolle. Jetzt wird wieder eine Frau als Nachfolgerin aufgebaut.

    Im Grunde ist dies ein fataler und prekärer Zustand. Den zu Helfenden – insbesondere Kindern – werden nur noch von Frauen erzogen. Kinder, vor allem Jungen, bekommen vielfach keinen Mann als Vorbild mit auf den Weg. Die vaterlose Gesellschaft wirkt verweichlicht und kaum noch konsequent. Täterschutz (im Lichte des mütterlichen Gluckenistinkts) vor Opferschutz scheint das ideelle Rückgrat dieser Gesellschaft irgendwie zu prägen. Auf der anderen Seite scheint der importierte Macho bei den Frauen offensichtlich immer beliebter zu werden. Es ist seltsam, dass die Feministinnen so schweigsam sind wenn die Sprache auf importiertes Patriarchat, welches sie hier bis aufs Blut bekämpft haben, kommt.

    Ordensschwund in der Kirche bei beiden Geschlechtern ist die Folge. Die Idee, neue „Männerbünde“ auferstehen zu lassen, ist mit Sicherheit nicht die schlechteste Idee des christlichen Abendlandes. Der Mann wurde in den letzten Jahren fast „kastriert“. Feigheit und Mutlosigkeit haben um sich gegriffen, auch eine Folge des übertriebenen Feminismus. Männer haben sich heute irgendwie – ich kann es kaum ausdrücken – wie „Neutren“ entwickelt.

  4. Andererseits leben Männerbünde in manchen Milieus wieder auf. Zum einen die Rocker, zum anderen die Ultras beim Fußball. In Berlin habe ich zudem immer wieder Einblicke ins äußerst linke Milieu werfen können. So lässt sich gerade bei gewaltbereiten Autonomen eine gewisse Affinität zur Männerbündelei feststellen; auch wenn sie das mit ihrer offiziellen antisexistischen und ach so antipatriachaischen Weltsicht nie zugeben werden. Gewiss liegt dort auch für viele junge Männer ein Reiz: Gewalt ist schließlich soo böse. Aber gegen Rechts ist es schnell wieder legitim – ich glaube, viele werden erst dort politisiert. Es liegt in der Natur informeller und kämpferischer Strukturen. Wer noch in intakten Einheiten gedient hat, kennt das: Anstrengungen in Gemeinschaften und die gemeinsamen Ziele schweißen zusammen und können gute Freundschaften über die Dienstzeit hinaus erhalten.

    • Der Hinweis auf diese wohl eher „minderwertigen“ Männerbünde deckt ein Problem auf. Das Zusammenhalten um des Zusammenhaltens willen, und um des schönen Schauers willen, den das Aufopfern in so einem Bund auslöst, genügt nicht. Müssen wir im Nachhinein den Nationalsozialisten noch „dankbar“ sein, weil sie mit ihren Ansätzen schonungslos aufgezeigt haben, daß auch das Böse diese Begeisterung mißbrauchen kann ? Wie aber kann die Kraft von Männerbünden eingefaßt ( nicht. begrenzt ) sein und bleiben von Gottes Geist ?

    • Sehr geehrter PhilosII,
      die Rocker- und Bikerszene Deutschlands leidet an Überalterung, da der eingeborene Nachwuchs aus Weicheiern besteht. Einige Clubs haben daher Orientalen aufgenommen, welche dann die Geschäfte übernahmen und nach der Führung streben. Ähnlich sieht es bei den Ultras aus, diejenigen Verbände, die noch traditionel agieren, werden von Seiten des Staates, welcher den Invasoren alles verzeiht, abgewürgt und schikaniert.
      Zumindest in dem Ballungsraum, in welchen ich lebe, ist der Eunuch das Idealbild des europäischen Mannes.

  5. Vor ca 23 Jahren war in den USA eine Bewegung von Männern aufgeflammt: die PROMISE KEEPERS. Ich fand das zukunftsweisend und wichtig und richtig. Aber es ist dann wohl „im Sande verlaufen“ (?) Ich finde es schön, wenn in einer Gesellschaft das Weibliche geachtet wird, und es dementsprechend einen milden und vornehmen allgemeinen Umgang gibt. Aber sie braucht darüberhinaus ein Korsett von Macht und Ordnung und Pflichtbewußtsein usw – möglichst in christlichem Geiste – welches von Männlichkeit verantwortet sein muß. Dieses Element ist verlorengegangen, weil die an und für sich wünschenswerte Achtung des Weichen, Weichlichen, Weiblichen zu groß geworden ist. Das Pendel ist ( nach Hitlers „hart wie Kruppstahl“ usw ) zu weit in die Gegenrichtung ausgeschlagen.

    • Eben, ohne robuste und belastungsfähige Strukturen verlaufen gute Ansätze oft „im Sande“, die wenigsten Gläubigen haben die innere Disziplin, ganz ohne Ordnungsrahmen und Unterstützung durchzuhalten.

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