Katholische Soziallehre

Erzbischof Schick: Die Bewahrung der kulturellen Identität Europas als christlicher Auftrag

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Christen anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 zum Einsatz für die Bewahrung der christlichen Identität Europas aufgerufen. Das Christentum sei die kulturelle Grundlage Europas. Die auf ihm aufbauende Kultur „macht unsere Identität aus, bewahrt unser gutes Leben und ist Fundament für eine gute Zukunft“. Christen hätten den Auftrag, diese Kultur und Identität zum Heil aller Menschen zu bewahren und zu erneuern. […]

Katholische Soziallehre

Erzbischof Chaput: Auftrag und Dienst des Christentums in einer zerfallenden Welt

Charles Joseph Chaput ist Erzbischof von Philadelphia und einer der führenden katholischen Denker in den USA. Im Rahmen eines Vortrags am Matthew J. Ryan Center an der katholischen Villanova University äußerte er sich zur geistig-kulturellen Lage westlicher Gesellschaften und zu den existenziellen Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen. Christen hätten in Umfeldern, die zunehmend von Zerfall und Auflösung gekennzeichnet seien, den Auftrag zu kultureller Erneuerung. […]

Glaube und Ethos

Jordan B. Peterson: Der Kampf gegen das Chaos und die Berufung des Mannes

Der Psychologe Jordan B. Peterson lehrt an der Universität von Toronto in Kanada. In seiner Arbeit behandelt er mit Schwerpunkt den geistigen Kampf des Menschen gegen die chaotischen Kräfte, die seine Seele angreifen. Der Mensch brauche dazu Religion und Kultur. Eine Religion bilde den Kern jeder Hochkultur. Die Berufung des Mannes bestehe darin, Verantwortung zu übernehmen, das eigene Leben einer Ordnung zu unterwerfen und dem Wirken des Chaos in der Welt entgegenzutreten. […]

Herausforderungen

Marco Stahlhut: Der globale „Siegeszug des Islamismus“ und die Illusion eines moderaten Islam

Der Journalist Marco Stahlhut ist mit Schwerpunkt im Raum Südostasien tätig. In einem aktuellen Beitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bewertet er die Folgen der globalen Durchsetzung islamistischer Tendenzen innerhalb des Islams für Europa. Kräfte im Islam, mit denen eine friedliche Koexistenz der Religionen und Kulturen möglich sei, würden parallel zum „Siegeszug des Islamismus“ immer schwächer. Diese Tendenz erfasse auch Europa, und die Vorstellung des Islams als einer von moderaten Kräften bestimmten Religion habe sich als Illusion erwiesen. […]

Katholische Soziallehre

Das Staatsethos des hl. Ludwig IX. und der Auftrag des Christen zum militärischen Dienst

Der Historiker Andrew Willard Jones untersucht in einem kürzlich erschienenen Werk „Before Church and State“ das christliche Staatsethos des hl. Ludwig IX., der im 13. Jahrhundert König von Frankreich war. Er gilt als einer der bedeutendsten europäischen Monarchen des Mittelalters sowie als Idealbild eines christlichen Königs. In seinen Ausführungen erläutert Jones vor dem historischen Hintergrund der Katharer-Krise, warum Pazifismus mit einem christlichen Staatsethos unvereinbar ist und der militärische Dienst an einer gerechten Ordnung ein Auftrag für Christen ist. […]

Kulturelle Kontinuität

Paul Kirchhof: Der Schutz der kulturellen Identität als Pflicht des Staates

Der Verfassungsrechtler und ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof hat daran erinnert, dass ein Staat die Pflicht habe, seine kulturelle Identität zu schützen. Es gebe daher keinen Grund, aus Rücksicht auf den Islam oder andere Weltanschauungen die christliche Prägung Deutschlands zu verleugnen. […]

Herausforderungen

Paul Berman: Populismus als Symptom kultureller Auflösung

Der amerikanische Publizist Paul Berman ist in Deutschland vor allem durch sein Werk „Terror und Liberalismus“ bekannt geworden. In einem aktuellen Beitrag im Magazin „Tablet“ beschreibt er den Verfall des Konservatismus in den USA und den Aufstieg des Populismus als Symptome kultureller Auflösung. Angesichts dieser Entwicklung erfordere die Aufrechterhaltung freiheitlicher Gesellschaften die Wiederherstellung eines traditionellen Staats- und Führungsethos. […]

Katholische Soziallehre

Erzbischof Schick: Wachsamkeit und Entschiedenheit im Kampf gegen Christenfeindlichkeit erforderlich

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat in einem in der „Frankfurter Allgemeine Woche“ veröffentlichten Gespräch angesichts zunehmender militanter Christenfeindlichkeit in Deutschland zu „höchster Wachsamkeit“ aufgerufen. Zudem forderte er, den Urhebern „mit Entschiedenheit“ zu begegnen. In Deutschland sei man zu oft „blauäugig“ gewesen, was die „Schwierigkeiten des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft“ angehe. Migranten mit christenfeindlichen Einstellungen dürften in Deutschland nicht willkommen sein. […]

Glaube und Ethos

Charles J. Chaput: Das Rittertum und die Berufung des Mannes

Charles Joseph Chaput ist Erzbischof von Philadelphia und einer der führenden katholischen Denker in den USA. Im Rahmen eines Vortrags behandelte er vor einigen Tagen die Berufung des Mannes zum Dienst am Nächsten und am Gemeinwesen. Dabei erinnerte er daran, dass das Christentum in Form des Rittertums ein zeitloses Bild von dienstbereiter Männlichkeit geschaffen habe, das angesichts der sich ankündigenden Verwerfungen in westlichen Gesellschaften an Bedeutung gewinne. […]

Glaube und Ethos

Daniele Giglioli: Der Verlust männlicher Tugend in der postmodernen Gesellschaft

Daniele Giglioli lehrt Literaturwissenschaften an der Universität Bergamo. In einem aktuellen Aufsatz kritisiert er, dass westliche Gesellschaften durch Anstrengungen zur Zerstörung ihres traditionellen Männlichkeitsverständnisses erhebliche Risiken eingingen. Die damit verbundene Tendenz zur Effeminisierung mache diese Gesellschaften zunehmend unfähig dazu, existenziellen Herausforderungen zu begegnen. […]

Herausforderungen

Peter Graf Kielmansegg: Die „Ehe für Alle“ als Symptom kultureller Auflösung

Peter Graf Kielmansegg lehrte Politikwissenschaft an der Universität Mannheim. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ kritisiert er das Versagen der Parteien beim Schutz der kulturellen Grundlagen des Gemeinwesens im Zusammenhang mit der Einführung der sogenannten „Ehe für alle“. Ein demokratisches Gemeinwesen könne allerdings auch nicht gegen den Willen einer Bevölkerungsmehrheit aufrechterhalten werden, die dies nicht wünsche. Wer für die traditionelle europäische Lebensordnung eintrete, müsse dazu bereit sein, dies künftig auch ohne staatliche Anerkennung tun. […]