Studie: Gewaltlegitimierende Christenfeindlichkeit unter muslimischen Asylsuchenden

Leander Russ - Sturm der Türken auf die Löwelbastei 1683 (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Unter der Leitung des Religionspädagogen Ednan Aslan haben Forscher der Universität Wien im vergangenen Jahr die religiöse und ethische Orientierung irregulärer muslimischer Migranten untersucht. Über ein Drittel von ihnen würden demnach potenziell gewaltlegitimierende christenfeindliche Einstellungen vertreten.

  • Rund 37 Prozent der Befragten würden die Ansicht vertreten, dass das Christentum in Österreich den Islam „unterdrücke“.
  • Rund 36 Prozent seien der Ansicht, dass das Christentum „schädlich für den Weltfrieden“ sei.
  • Rund 37 Prozent würden davon ausgehen, dass es das Ziel westlicher Staaten sei, „islamische Kulturen zu zerstören“.

Die Autoren der Studie betonen, dass der Großteil der befragten Personen von christlichen Organisationen bzw. Helfern betreut werde, etwa in Einrichtungen der Caritas.

Sonstige Ergebnisse der Studie

Irreguläre muslimische Migranten würden im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung und auch zu bereits ansässigen Migranten über deutlich stärkere religiöse Bindungen verfügen. Rund die Hälfte der Befragten habe zudem angegeben, dass die Erfahrung des Aufenthalts in Europa ihre religiösen Bindungen bzw. ihre Identifikation mit dem Islam weiter verstärkt habe.

  • Integrationshemmende Einstellungen würden mit dem Grad der Identifikation mit dem Islam zunehmen.
  • Antisemitismus sei unter den Befragten noch stärker vertreten als Christenfeindlichkeit. Rund 45 Prozent der Befragten würden das Judentum als „schädlich für die Welt“ betrachten.
  • Gewalt gegen Frauen, deren Verhalten im Widerspruch zu islamischen Verhaltensnormen stehe, würden ebenfalls rund 45 Prozent befürworten. Rund 40 Prozent seien der Ansicht, dass „freizügige Kleidung“ von Frauen „sexuelle Bereitschaft“ signalisiere.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen ihren Autoren zufolge, dass die Integration irregulärer muslimischer Migranten eine „gewaltige Herausforderung“ darstelle und sie warnen vor der Ausblendung der „kulturell-religiösen Wirklichkeit dieser Menschen“ in der Migrationsdebatte. „Konstruktive Überlegungen darüber, wie der soziale Friede gewährleistet werden kann“ sowie „gezielte Maßnahmen“ würden einen emotionslosen Blick auf die religiösen und kulturellen Vorstellungen irregulärer muslimischer Migranten erfordern.

Bewertung und Folgerungen

Vorliegende Erfahrungen deuten darauf hin, dass der Anteil der Befragten mit christenfeindlichen Einstellungen eher größer sein dürfte als in der Studie angegeben. Nach Angaben von Sozialwissenschaftlern, die an ähnlichen Studien beteiligt waren, würden viele Befragten aus Sorge wegen möglicher Folgen unerwünschter Antworten für ihren Aufenthaltsstatus oder deren Weitergabe an Sicherheitsbehörden ihre Antworten an die Erwartungen der Befrager anpassen.

  • Die von mehr als einem Drittel der Befragten geäußerten christenfeindlichen Einstellungen sind potenziell gewaltlegitimierendend, weil sie nahelegen, dass bei den Befragten die Vorstellung eines allgemeinen westlich-christlichen Angriffs auf den Islam existiert, die mit einer Verteidigungssituation der Muslime verbunden sei.
  • Auffällig ist in diesem Zusammenhang auch die starke Verbreitung christenfeindlicher Vorstellungen trotz der Tatsache, dass die meisten der Befragten praktische Hilfe von Christen erfahren haben und z.B. in Einrichtungen der Caritas leben. Es ist daher davon auszugehen, dass christenfeindliche Vorstellungen bei vielen der Befragten sehr verfestigt sind.
  • Auch eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) über islamistische Einstellungen unter muslimischen Schülern in Deutschland stellte bei einem erheblichen Anteil der Befragten potenziell gewaltlegitimierende Einstellungen fest. Rund ein Drittel könne sich demnach „gut vorstellen, selbst für den Islam zu kämpfen“. Rund 20 Prozent seien der Ansicht, „Muslime werden auf der ganzen Welt unterdrückt; dagegen müssen sie sich mit Gewalt zur Wehr setzen“ und dass es die Pflicht von Muslimen sei, „Ungläubige zu bekämpfen und den Islam auf der ganzen Welt zu verbreiten“ sowie dass „gegen die Feinde des Islams“ mit aller Härte vorgegangen werden müsse.

Die Beobachtungen der Forscher der Universität Wien, denen zufolge es eine Korrelation zwischen dem Grad der Identifikation mit dem Islam und integrationshemmenden kulturellen Vorstellungen gebe und dass die Erfahrung des Aufenthalts in Europa tendenziell mit verstärkter Hinwendung zum Islam verbunden sei, deuten darauf hin, dass Herausforderungen mit dieser Gruppe von Migranten künftig eher zu- als abnehmen werden.

In Verbindung mit dem Vorhandensein gewaltlegitimierender Einstellungen gegenüber Christen in Europa sowie gegenüber europäischen Gesellschaften im Allgemeinen ergibt sich aus den Erkenntnissen der Forscher ein erhebliches Konfliktpotenzial im Zusammenhang mit der irregulären Migration nach Europa. (ts)

6 Kommentare

  1. @ Waldgänger

    Sie sprechen mir von der Seele. Wie schrieb Ihr Namensgeber sinngemäß im entsprechenden Werk? Es reiche ein „NEIN“ auf die Wände zu schreiben und jeder wisse Bescheid, was es bedeutet? Wird Zeit……

  2. @ Helma Braun hat natürlich Recht: Die vermutlich aufwändig finanzierte Studie der Wiener universität trägt Eulen nach Athen – und ist für die allermeisten Leute Kalter Kaffee.
    Dennoch kann es nicht schaden, da stimme ich @ Herbert Klupp, wenn derartige Dinge auch in Mainstreamveröffentlichungen erscheinen.

    Das Kernproblem beim Islam ist eben, dass er im Unterschied zu den meisten anderen Religionen – nicht nur dem Christentum, sondern auch dem Buddhismus, dem Hinduismus und zu diversen schamanistischen Kulten und Naturreligionen – von Anfang an keine durchgeistigte und spirituell orientierte „Religion“ gewesen ist, sondern lediglich die religionsähnliche Ideologie einer Erobererkultur mit detaillierten Anweisungen zur Gesellschaftsorganisation.

    Lediglich in Nischen und bei Minderheiten haben sich im Islam historisch gesehen durchgeistigte und spirituell orientierte Positionen entwickeln und halten können (z.B. bei den Sufis).
    Ansonsten dominieren sklavische Buchstabengläubigkeit, fetischhafte Regelfixierung, verstörende Gewaltbejahung, unterschwellige Sexualisierung und archaische Unterwerfungshaltung.

    Das weitgehende Fehlen echter Theologie/Scholastik und auch dessen, was bei Jesus „Himmelreich“ genannt wird und ja einen geistigen Zustand beschreibt, ist wirklich bemerkenswert und unterscheidet den Islam von praktisch allen anderen Religionen der Erde.

    Ziel ist stets nur die Gestaltung des Dieseits, und zwar im materialistischen Sinne: also die Schaffung einer totalitär durchorganisierten und gleichgeschalteten Gesellschaftsordnung.

    Von daher ist der Islam eben keine Religion im Sinne unseres Grundgesetzes, sondern lediglich eine religionsähnliche Ideologie, die zudem in weiten Teilen verfassungsfeindlichen Charakter hat.

    Die gezielte Aufwertung des Islams durch unsere Eliten stellt insofern bereits einen verfassungsfeindlichen und staatstreichartigen Akt dar.

    Aber auch damit renne ich hier natürlich offene Tore ein.

  3. In Deutschland hat sich seit ’45 wiedereinmal eine Ideologie etabliert. Diesmal ist es eine linke Ideologie, die besagt: alle Menschen sind gleich, nur wir sind gleicher. Deutschland rettet wiedereinmal die Welt. Diesmal werden Menschen nicht deportiert sondern importiert. Diesmal werden nicht die Minderheiten haftbar gemacht, sondern die Mehrheiten der Steuer und Abgabenzahler. Sie haften mit jährlich 22 Milliarden für jeden der es bis an die deutsche Grenze geschafft hat. Sie alle sollen bis ans Lebensende gut versorgt werden. Die Grenzen sind nach wie vor offen und jährlich erhöhen wir die Kosten mit 200.000 Migranten um 20%, von 22 auf 26 Milliarden in 2018, auf 30 Milliarden in 2019, usw.
    Da wünsche ich eine angenehme Weiterfahrt ins Chaos.

  4. Ich denke schon, daß es gut ist, mittels seriösen Untersuchungen das zu belegen, was längst klar ist, wenn es, wie hier im vorliegenden Fall, VOM MAINSTREAM STÄNDIG WEGGELEUGNET WIRD. Als Erklärungsmuster bietet sich meiner Ansicht nach an: der Islam lehrt, daß die Umma die „beste Gemeinschaft“ ist, und daß der Islam nach Allahs Wille herrschen muß. Wenn die „jungen Herren“ dann zu uns kommen, und alles andere als „herrschen“ können, wenn sie zudem ihre persönliche Unterlegenheit spüren, dann braucht es in ihren Köpfen eine einfache Erklärung: der Westen, die Christen unterdrücken uns systematisch, also müssen wir sie bekämpfen, korangemäß.

  5. Mir erschließt sich nicht, wieso dafür erst eine Befragung veranstaltet werden muß, anstatt einfach zu beobachten und auf das Volk zu hören.

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