Martin Rhonheimer: Der Islam als kultureller Fremdkörper in Europa

Leander Russ - Sturm der Türken auf die Löwelbastei 1683 (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Martin Rhonheimer lehrt Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz in Rom. In seinem kürzlich in der dritten Auflage erschienenen Werk „Christentum und säkularer Staat“ untersucht er unter anderem die möglichen langfristigen Folgen von Islamisierungsprozessen für die säkularen Staaten Europas. Den Islam betrachtet er dabei in seiner real existierenden Form als einen überwiegend nicht assimilierbaren kulturellen „Fremdkörper“ und prognostiziert Europa in Folge dessen langfristig „epochale Herausforderungen“.

Das Problem der Kulturblindheit moderner Ideologien

Eine verantwortungsbewusste Politik müsse den Islam „zunächst einmal so verstehen, wie er sich selbst versteht, und nicht wie westlich orientierte, säkulare Muslime oder im interreligiösen Dialog engagierte Christen ihn gerne haben möchten.“

Islambezogene Herausforderungen in Europa seien auch das Resultat der Schwäche moderner Ideologien und des ihr innewohnenden Relativismus, der wertmäßig nicht zwischen Auflösung und Stärkung kultureller Substanz unterscheide und diese als gleichwertige Optionen politischen Handelns betrachte, was tendenziell Auflösung fördern würde. Zudem würden moderne Ideologien zur Kulturblindheit neigen und die fundamentalen Unterschiede zwischen den Religionen meist ausblenden oder unterschätzen.

Der Islam als kultureller Fremdkörper in Europa

Der Islam könne keinen Beitrag zur Erneuerung der kulturellen Substanz Europas leisten, weil er eine eigene, sich von der christlichen und säkularen Kultur Europas deutlich unterscheidende Kultur hervorgebracht habe. Ein wachsender kultureller Einfluss des Islams in Europa erfolge daher zwangsläufig auf Kosten der kulturellen Substanz Europas.

  • Zwischen dem säkularen und liberalen Staat und dem Christentum in Europa gebe es eine Ursprungsbeziehung, weil christliche Weltanschauung ihn hervorgebracht habe. Auch wenn es ein Spannungsverhältnis zwischen Säkularismus und Christentum in Europa gebe, seien diese sich aufgrund dieses Ursprungsverhältnisses nicht grundsätzlich fremd.
  • Der Islam hingegen müsste seinen Wesenskern aufgeben, um sich in ein ähnliches Verhältnis zum säkularen Staat zu begeben wie das Christentum, weshalb die reale Beziehung zwischen Islam und säkularem Staat „eine solche der fundamentalen Unvereinbarkeit“ sei.
  • Rhonheimer verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine Bewertung des Islam aus katholischer Perspektive durch Benedikt XVI. bzw. Joseph Ratzinger. Der Islam sei „ganz offenkundig gerade das Gegenmodell zur pluralistischen Demokratie und kann daher nicht zu deren gründenden Kraft werden.“

Ein Beispiel dafür sei die Religionsfreiheit, die im Sinne des Grundgesetzes ein Religionsverständnis voraussetze, das nicht das Verständnis des Islam sei. Was von islamischer Seite meist unter Berufung auf Religionsfreiheit eingefordert werde, beziehe sich tatsächlich auf die Sphäre des Politischen. Solche Forderungen müsse der „säkulare freiheitliche Verfassungsstaat […] kategorisch zurückweisen.“

Da der Islam die weltanschaulichen Grundlagen säkularer Demokratien nicht teilen könne ohne sich selbst aufzugeben, stelle er in entsprechenden Staaten einen „Fremdkörper“ dar:

Islam, islamische Kultur und muslimischer Glaube hingegen sind hier, in ihrer bisherigen Gestalt, Fremdkörper und in dieser ihrer originalen Gestalt auch nicht assimilierbar.

Der liberale Islam stelle keine aus dem Inneren des Islam kommende authentische religiöse Bewegung dar, sondern sei der Versuch, aus politischen Motiven heraus einen staatskompatiblen Islam zu schaffen. Aus einer solchen politischen Instrumentalisierung der Religion könne jedoch kaum eine relevante religiöse Strömung entstehen. Die Zukunft solcher Ansätze sei daher ebenso fraglich wie die Perspektiven der Integration eines signifikanten Anteils der Muslime in Europa.

Auch multikulturalistische Ansätze, die von der Möglichkeit der dauerhaften Koexistenz christlich inspirierter und islamischer Rechtsordnung ausgehen, seien zum Scheitern verurteilt. Es könne in einer Gesellschaft auf Dauer nur eine einzige politische und rechtliche Kultur geben.

Die Präsenz des Islams als Quelle von Konflikten und „epochale Herausforderung“

Rhonheimer sieht daher erhebliche Risiken auf Europa zukommen:

Misslingt solche Integration, so schließt dieser Konflikt unkalkulierbare und unvorhersehbare Risiken in sich, sobald einmal eine kritische Masse von Bürgern islamischen Glaubens in einem westlichen Staat angesiedelt ist. Alle historische Erfahrung zeigt: Je stärker die Muslime zahlenmäßig sind, umso radikaler glauben sie, umso mehr prägen sie islamisches Bewusstsein und Identität aus und umso dünner wird die Luft für Andersgläubige.

Der Islam werde wegen seines inhärenten Spannungsverhältnisses zu Kultur und politischer Ordnung Europas Rhonheimer zufolge immer stärker als „Gegenkultur“ in Erscheinung treten, was „epochale Herausforderungen“ nach sich ziehen werde.

Europa stehe deshalb zumindest ein „Wettbewerb der Kulturen“ bevor. Wahrscheinlicher sei langfristig jedoch ein darüber hinausgehender Konflikt zwischen den „radikal divergierenden zivilisatorischen Konzeptionen“ des Islams und des christlich geprägten säkularen Europas.

Sonstige Beiträge Rhonheimers zu islambezogenen Herausforderungen

Im September 2017 hatte Rhonheimer seine Überlegungen in einem in der „Neuen Zürcher Zeitung“ erschienenen Aufsatz weiter präzisiert und die prinzipielle Unvereinbarkeit islamischer und christlich-abendländischer Ordnungsvorstellungen betont:

Der IS ist keine Häresie […] sondern handelt genau nach dem in der Geschichte wiederkehrenden Muster kriegerischer islamischer Expansion. Das Vorbild ist Mohammed selbst. […]

Der Islam ist seinem Wesen nach mehr als eine Religion. Er ist ein kultisches, politisches und soziales Regelwerk, will religiöse und politisch-soziale Ordnung in einem sein. Und er war von Anfang an kriegerisch. Der Islam will das «Haus des Islam» auf der ganzen Welt verbreiten. Es geht ihm dabei nicht so sehr um religiöse Bekehrung der Nichtmuslime als um ihre Unterwerfung unter die Scharia.[…]

Für den Islam sind Nichtmuslime keine vollwertigen Menschen. Denn islamischer Lehre gemäss ist der Mensch von Natur aus Muslim, die menschliche Natur selbst, die «fitra», ist muslimisch. Nichtmuslime sind folglich Abtrünnige, «denaturierte» Menschen. Im Islam kann es deshalb keine prinzipielle Gleichheit aller Menschen aufgrund ihrer Natur und kein für alle – unabhängig von der Religionszugehörigkeit – geltendes Naturrecht geben. […]

Die christlichen Kirchen konnten für Prozesse der Selbstreinigung immer auf ihre Ursprünge rekurrieren und, sich an ihre Gründungsidee erinnernd, historischen Ballast abwerfen. Der Islam müsste sich für solche Selbstreinigung – gerade umgekehrt – von seiner Gründungsidee distanzieren, sein politisch-religiöses Doppelwesen aufgeben und sich damit in seiner religiösen Substanz verändern.

Zuvor hatte Rhonheimer darauf hingewiesen, dass der Wesenskern des Islams in der Ablehnung der christlichen Offenbarung bestehe. Der Islam stelle „aufgrund seines Menschen- und Gottesbildes […] die absolute Antithese zum Christentum“ dar, da „Jesus lediglich als Prophet und nicht als Messias angesehen wird“.

Der Islam ist nicht eine Religion, die Jesus Christus nicht kennt. Sondern eine Religion, für die gerade wesentlich ist, Jesus als Erlöser des Menschen zu leugnen. Die zentrale christliche Glaubensaussage »Jesus ist Gottessohn, er ist Gott« ist für Muslime eine Blasphemie.“

Die Schwäche Europas in der Auseinandersetzung mit islambezogenen Herausforderungen bestehe vor allem darin, dass Europa im Zuge der Abwendung vom christlichen Glauben auch „den Glauben an die Überlegenheit unserer modernen freiheitlichen Zivilisation verloren“ habe.

Aus dieser Position heraus sei es unmöglich, glaubwürdig für die Werte und die Kultur Europas einzustehen. In der gegenwärtigen Lage müsse es darum, gehen, „unseren muslimischen Mitbürgern unseren Glauben dadurch attraktiv machen, dass wir ihn wirklich leben. Und indem wir dazu stehen, dass unsere westliche Zivilisation zu so viel Wohlstand und Lebensqualität geführt hat, weil sie auf dem Humus des Christentums gewachsen ist.“ (ts)

12 Kommentare

  1. Der Opus Dei war die Reaktion der spanischen Christen auf die Gräuel des Spanischen Bürgerkrieges und der Jahre davor. Unsere heutigen Christen- und Weißenhasser sind die Brüder jener verblendeten spanischen Proletarier, die Messdienern die Kehle aufschlitzten und verstorbene Nonnen ausgruben, um ihre Leiber zu verspotten und zu verstümmeln. Große Teile unserer Amtskirchen haben dies vergessen oder niemals gewußt.

    • Lieber Herr Varga,
      sehr geehrter Sauerländer,
      mit dem Opus Dei konnte ich mich auch auf praktische Weise etwas näher beschäftigen. Die Wurzeln seiner Spiritualität liegen m.E. in dem tausendjährigen Kampf, den das Christentum in Spanien zu bestehen hatte, und in dem die Kommunisten nur einer von vielen Gegnern waren.
      Dabei vermeidet das Opus Dei es nach meinem Eindruck, sich als bloße weltlich-politische Gruppierung konservativer Ausrichtung zu positionieren, auch wenn die meisten Menschen in seinem Umfeld vermutlich konservativ denken. Im Grunde handelt es sich beim Opus Dei aber um einen christlichen Bildungsverein.
      In der religiösen Bildungsarbeit des Opus Dei geht es dabei nach meiner Erfahrung nie um Politik, sondern ausschließlich um die Frage, wie man im eigenen Leben in Familie und Beruf Gott und dem Nächsten besser dienen kann.
      Das Opus Dei hat dazu seinen eigenen Weg entwickelt, der versucht, Elemente des monastischen Lebens mit dem Leben als Laie zu vereinen. So wie die Kreuzritter zugleich Mönche und Soldaten waren, versuchen die Mitglieder des Opus Dei, Mönchen ähnlich ihr Leben durch Gebet und Empfang der Sakramente zu ordnen und zusätzlich Praktizierende weltlicher Berufungen zu sein.

  2. Sehr geehrter Morbrecht,
    danke für die Informationen. Zum ersten male hörte ich vom Opus Dei als unbescholtener Jüngling in einer Politsendung der Öffentlich-rechtlichen. Diese ließen kein gutes Haar an der Gemeinschaft. Weil ich diese Sender schon damals für ein Refugium von Lügnern und Narren hielt, ging ich davon aus, dass der OD in Ordnung sein muss.
    Da dieser Tage das Bild des OD von Dan Brown, Wikipedia und co. geprägt ist, müssen auch heute interessierte Jugendliche zwischen den Zeilen lesen bzw. hören können- eine Fähigkeit, die mit voller Absicht nicht an den Schulen gelehrt wird.

    • Sehr geehrter Herr Varga,
      Dem Vernehmen nach hat paradoxerweise Dan Brown für verstärkte positive Aufmerksamkeit gesorgt. Seine Darstellungen waren natürlich absurd, aber gerade für viele junge Männer wohl doch auch faszinierend.
      Ansonsten stellt mittlerweile eine negative Tendenz in der Berichterstattung seitens staatlicher Medien in Deutschland auch nach meiner Erfahrung eher positive Werbung für das Dargestellte dar. Die Tendenz ist meist auch einfach zu plump.
      Im Fall staatlicher Medien und des Opus Dei war dafür in der Vergangenheit vor allem ein Journalist aus dem linkskatholisch-marxistischen Milieu verantwortlich, für den es später etwas peinlich gewesen sein mag, dass bekannt gewordnete Stasi-Berichte über das Opus Dei merkwürdige Ähnlichkeit zu seinen Darstellungen aufwiesen. Eine direkte Zusammenarbeit konnte ihm zwar nicht nachgewiesen werden, aber was das Feindbild anging, war man sich offenbar doch einig.
      Das galt nicht nur für das Opus Dei, sondern auch für Kampagnen gegen Papst Johannes Paul II., bei denen die Aktionen der Ost-Dienste und von Teilen der westdeutschen Medien ebenfalls merkwürdige Parallelen aufwiesen. Die Tätigkeit von Stasi-IMs in westdeutschen Medien ist allerdings nie vollständig aufgearbeitet worden, und die dazu vorhandenen Informationen u.a. aus den „Rosenholz-Dateien“ werden weiter unter Verschluss gehalten. Interessant dazu auch:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stasi-und-medien-wie-zaehmte-die-ddr-journalisten-a-124158.html
      Manches von dem, was in den 70er und 80er Jahren von dieser Seite an Kampagnen gegen die Kirche geführt wurde, dürfte weiterhin nachwirken.

  3. Sehr geehrter Morbrecht,
    mich hat gewundert, dass der Spiegel dieses Thema anfasst. Allerdings nur, bis ich das Erscheinungsdatum des Artikels sah. Seitdem hat die Ideologisierung des „Sturmgeschützes der Demokratie“ ihr Endstadium erreicht.
    Die Rosenholzdateien sind mir leider unbekannt, die Thematik nicht. Wir Exilungarn behielten damals die Entwicklung in den Trianon-Staaten im Auge und kamen ebenfalls zur Erkenntnis, dass diese Verzahnung existierte. Aus Staatsraison ignorierte die BRD, dass der jugoslawische Geheimdienst kroatische, serbische und albanische Exilanten ermordete und die Tito-freundlichen deutschen Medien verbreiteten freudig obskure Informationen, die beweisen sollten, dass alle Ermordeten Kriegsverbrecher, Terroristen oder Mafiosi waren. Bei einem Teil davon stimmte diese Aussage, aber viele der Opfer waren demokratische Patrioten und Christen. Noch absurder war die Beweihräucherung von Ceausescu, dem „Genie der Karpaten“.
    Interessant ist, dass Teile dieser Netzwerke 1990 sofort in den Dienst der westlichen Globalisierer traten, so albanische und rumänische Verhörspezialisten, aber auch osteuropäische Fachleute für Wirtschaft, Medien und Kultur mit Stasi-Vergangenheit. Diese Seilschaften beherrschten Ungarn bis 2010 und sind weiterhin für NGOs aktiv.
    Ihr Feindbild ist überall gleich: Alles was nach Christentum, Familie und Tradition aussieht.

  4. Ronheimer gehört – auch wenn ich Teile seiner Thomasinterpretation einmal kritisiert habe, was nicht wirklich etwas zur Sache tut – mit zu den intelligentesten Denkern im katholischen Raum der Gegenwart.

  5. Fast parallel zu Ihrem Rhonheimer-Artikel erschien in der Tagespost ein Artikel über Leon Bloy, bei dem ich über dieses Zitat stolperte, nicht ganz umhinkommend, an den oben genannten Zürcher zu denken:

    „Wenn Bloy sehen würde, wie heute einige katholische Priester, die sich der Heiligung der Arbeit und des Alltags verschrieben haben, wirtschaftsliberale Positionen vertreten und sich an einer Apologie des Reichtums abarbeiten, wäre er sehr traurig geworden, hätte geweint – Bloy war davon überzeugt, dass die Tränen das Blut Mariens sind – und hätte sich dann hingesetzt, um eine flammende Streitschrift zu schreiben, die eine aktualisierte Version des Blutes des Armen („Le Sang du Pauvre“, 1909) wäre.“

    http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Bloy-lebt-Und-wir-sind-alle-tot;art310,182848

    • @Kajetan
      Der Autor der Tagespost könnte das sehr gut auf Rhonheimer bezogen haben, aber passt es auch? Materialismus und eine Verbürgerlichung des Christentums wären zweifellos schlecht, aber vom tatsächlichen Materialismus z.B. des Prosperity Gospel oder der Befreiungstheologie, bei denen es tatsächlich fast nur um materielle Dinge geht, ist Rhonheimer doch meilenweit entfernt. Rhonheimer kritisiert ja gerade auch materialistische Sozialstaatskonzepte, die Armut (im Sinne von Elend) ausschließlich als ökonomisches Verteilungsproblem wahrnehmen.
      Rhonheimer geht es zudem anders als Bloy um Fragen der Soziallehre und des Gemeinwohls, weshalb man seine Thesen darauf prüfen müsste, ob sie dazu geeignet sind, dem Gemeinwohl zu dienen oder nicht. Bloy würde ich nicht gegen Rhonheimer ins Feld führen, weil Bloy ganz andere (und viel grundsätzlichere) Fragen stellt als dieser, bzw. weil Rhonheimer ja nicht behauptet, dass das Christentum ausschließlich aus seinem Spezialgebiet der ökonomischen Aspekte des Gemeinwohls besteht.
      Bloy gegen Rhonheimer zu positieren kommt mir ein wenig so vor, als werfe man dem Bauingenieur, der am Bau einer Kirche beteiligt ist, Materialismus vor, weil er sich vor allem mit Statik und Baustoffkunde beschäftigt.

      @David Berger
      Unter Rhonheimers Positionen finde ich auch seinen Versuch interessant, libertäre Ansätze in die Soziallehre zu integrieren. Spätestens wenn das Christentum in Europa endgültig seine normensetzende Kraft verloren hat, dürfte mehr Christen die Vorzüge eines zurückhaltenden Staates erkennen.

  6. @Morbrecht

    Ich denke, dass bei Rhonheimer die Rezeption der klassischen katholischen Soziallehre etwas kurz kommt – und der Versuch nicht ganz von der Hand zu weisen ist, eine klientelgerechte Auslegung vorzulegen, die eher individual- denn gemeinorientiert ist. Die durchaus weiterführenden Gedanken zu Christentum und Säkularität sind gewinnbringend, jedoch aus einer für meine Begriffe zu positiven Sicht der Moderne und des Liberalismus(und deren Genese!) geprägt, was ihn bspw. deutlich von Ratzinger, oder in der Christlichen Gesellschaftslehre auch von Höffner, Ockenfels oder Roos abhebt.

    Die libertären Ansätze lassen freilich Raum, kreative Weiterentwicklungen katholischer Soziallehre für den postchristlichen Westen anzustellen.

    • @Kajetan
      Vielen Dank für die Präzisierung, insbesondere was das Thema der klientelgerechten Auslegung angeht, und auch für die Empfehlung bzgl. Roos, mit dem ich mich noch nicht beschäftigt hatte.

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