Psychotherapeut Christian Dogs: Nichtintegrierbare Migranten als „Zeitbombe“

Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski - Der Orkan (gemeinfrei)

Der Psychotherapeut Christian Peter Dogs war Lehrbeauftragter für Psychosomatik an der Universität Ulm und ist derzeit ärztlicher Leiter der Max-Grundig-Klinik im Schwarzwald. Vor einigen Tagen äußerte er sich in einem Gespräch mit dem evangelischen Theologen und Fernsehmoderator Peter Hahne über die Grenzen der Integrierbarkeit von Migranten aus nichteuropäischen Kulturen in Europa und das damit verbundene Konfliktpotential.

  • Psychologischen Erkenntnissen zufolge werde die Persönlichkeit eines Menschen wahrscheinlich in den ersten zwölf Jahren, in jedem Fall aber in den ersten zwanzig Jahren seines Lebens geprägt. Wer in diesem Zeitraum eine grundsätzlich von europäischer Kultur verschiedene Prägung erfahre und dann nach Europa komme, werde in den meisten Fällen nicht mehr Teil europäischer Kultur werden können. Insbesondere bei muslimischen Migranten sei die vorhandene kulturelle Prägung in besonderem Maße integrationshemmend. Das Erlernen der Sprache ändere daran nichts.
  • Hinzu komme, dass viele der derzeit nach Deutschland und Europa kommenden irregulären Migranten ein hohes Gewaltpotential aufweisen würden, da sie unter den Bedingungen gewaltsamer Konflikte sozialisiert worden seien und zu einem friedlichen Zusammenleben mit anderen Menschen oft kaum in der Lage seien. Staatliche Maßnahmen könnten allenfalls bedingt und mit hohem, in großem Maßstab nicht zu leistendem Aufwand korrigieren.

Aus diesen Gegebenheiten entstehe derzeit eine „Zeitbombe“ in Europa. Die damit verbundenen Risiken seien durch integrationspolitische Maßnahmen nicht steuerbar, da diese aus den beschriebenen Gründen nicht greifen könnten.

Bewertung und Folgerungen

Die durch Dogs angesprochene Leugnung der Natur des Menschen und die fehlerhafte Annahme seiner weitgehenden Formbarkeit durch staatliches Handeln ist ein typisches Kennzeichen utopischer Ideologien. Auf solchen Ideologien beruht auch der derzeit in Westeuropa verbreitete politische Umgang mit Migration.

  • Erfahrungen zeigen, dass die langfristige Integration bzw. Assimilation von Migranten mit hoher kultureller Distanz zur aufnehmenden Gesellschaft zwar gelingen kann, jedoch ein hohes Maß an individueller Motivation seitens der Migranten voraussetzt. Diese ist bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des Migrantenaufkommens jedoch nur in Ausnahmefällen vorhanden. Zudem setzt erfolgreiche Assimilation ein hohes Maß an kulturellem Selbstbewusstsein seitens der aufnehmenden Gesellschaft voraus, was ebenfalls in Westeuropa nicht gegeben ist.
  • Erfahrungen zeigen außerdem, dass auch ein autoritärer Integrationsstaat, der mit weitreichenden Mitteln und ggf. auch gegen den Willen eines Menschen versucht, seiner kulturellen Prägung entgegenzuwirken und diese durch eine andere zu ersetzen, an der Natur des Menschen scheitern würde. In totalitären Staaten in der Vergangenheit unternommene Versuche dieser Art scheiterten ausnahmslos. Ein freiheitlicher Staat hingegen muss auf der vorhandenen Kultur seiner Träger aufbauen, wenn er seinen freiheitlichen Charakter nicht verlieren will.
  • Utopisches Denken kommt zudem in der vor allem in Deutschland verbreiteten Annahme zum Ausdruck, dass es eine weltanschaulich neutrale, durch das Grundgesetz ausgedrückte Leitkultur geben könne, die Menschen jeglicher kultureller Hintergründe teilen könnten ohne ihre Identität aufzugeben. Tatsächlich beruht auch das Grundgesetz auf einem spezifisch christlichen Welt- und Menschenbild, das von vielen Menschen aus anderen Kulturen nicht geteilt oder abgelehnt wird. Insbesondere muslimische Migranten begegnen entsprechenden europäischen Ordnungsvorstellungen darüber hinaus zunehmend mit auf der eigenen Kultur beruhenden Gegenentwürfen, die mit konflikthaften Begleiterscheinungen offensiv vertreten werden.

Zu den Eigenschaften utopischer Ideologien gehört es aber vor allem, dass sie bislang in allen Fällen an der von ihr geleugneten Wirklichkeit scheiterten, meist mit den im vorliegenden Zusammenhang auch von Dogs prognostizierten katastrophalen Begleiterscheinungen. (ts)