Papst Franziskus: Migration bei „Gefahr der Nichtintegration“ unterbinden

Ambrogio Lorenzetti - Allegorie der guten Regierung (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Papst Franziskus hat Regierungen in Europa dazu aufgerufen, irreguläre Migration zu unterbinden, „wenn die Zahlen untragbar werden“. Eine legitime Aufnahmegrenze sei erreicht, wenn eine „Gefahr der Nichtintegration“ bestehe. Es sei zudem legitim, wenn sich europäische Staaten die Frage stellen, ob es genügend Kapazitäten gebe, um irreguläre Migranten aufzunehmen.

Hintergrund

Äußerungen von Papst Franziskus zu Migrationsfragen sind in der Vergangenheit häufig missverständlich oder unvollständig wiedergegeben worden. Ein Grund dafür ist, dass sich Franziskus mehr als seine Vorgänger im Rahmen kurzer Gespräche gegenüber Journalisten äußert, denen der Kontext seiner Worte jedoch häufig nicht bekannt ist.

Bei einigen Beobachtern erweckte dies den Eindruck, er habe sich für offene Grenzen und gegen die Kontrolle von Migration nach den Erfordernissen des Gemeinwohls ausgesprochen, wie sie durch die katholische Soziallehre vorgesehen ist. Dazu trugen auch innerhalb der Kirche wirkende Migrationsaktivisten bei, die sich in ihrem Handeln jedoch eher auf säkulare Ideologien stützen als auf die katholische Soziallehre.

Franziskus hatte jedoch bei mehreren Anlässen die Aussagen der Soziallehre zu Migrationsfragen bekräftigt:

Katholische Positionen zum Umgang mit der Herausforderung durch Migration haben wir hier ausführlicher zusammengestellt. (ts)