Voraussetzungen kultureller Kontinuität – Jüdische Erfahrungen (Teil 3): Pflege von Identität und Tradition

Der Historiker Shalom Salomon Wald hat für das „Jewish People Police Institute“ (JPPI) der „Jewish Agency for Israel“ unter dem Titel „Rise and Decline of Civilizations – Lessons for the Jewish People“ eine Studie über die Voraussetzungen langfristiger kultureller Kontinuität erstellt. Einige seiner Erkenntnisse sind auch in Zusammenhang mit der Betrachtung strategischer Herausforderungen für das Christentum in Europa relevant. Der aktuelle Teil unserer Serie über die Gedanken Walds stellt seine Überlegungen zur Bedeutung der Pflege von Identität und Tradition vor. Die früheren Teile der Serie behandelten die Themen Qualität der Eliten und Demographie.

Im Judentum ist allgemein das Bewusstsein dafür, dass die langfristige Kontinuität von Kulturen eine seltene historische Ausnahme darstellt, stärker ausgeprägt als im Christentum. Zudem ist im Judentum ein stärkeres Bewusstsein dafür vorhanden, dass mit dem Ende der eigenen Kultur auch das unter großen Opfern erbrachte Werk vieler Generationen dauerhaft zerstört wäre, weshalb im Judentum allgemein sorgsamer mit dem eigenen Erbe umgegangen wird. Dies äußert sich auch darin, dass die strategische Auseinandersetzung mit Herausforderungen für den Fortbestand der eigenen Kultur im jüdischen Kontext intensiver und meist kompetenter stattfindet als etwa im christlichen und postchristlichen Europa. Ebenso ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Religion als Identitätskern einer Kultur hier besonders ausgeprägt.

Unter den von Wald identifizierten Faktoren, die für die Kontinuität einer Kultur ausschlaggebend seien, sei die Pflege von Identität und Tradition der wichtigste. Durch die Globalisierung würden jedoch Identität und Tradition vieler Kulturen herausgefordert. Dies beträfe auch das Judentum. Da jede Hochkultur einen religiösen Kern habe und die Bindung jüdischer Kultur an ihren religiösen Kern besonders ausgeprägt sei, verfüge das Judentum jedoch über vergleichsweise günstige Voraussetzungen für kulturellen Erfolg auch unter den Bedingungen der Moderne. Dennoch stelle es auch für das Judentum eine Herausforderung dar, den Erhalt und die Pflege des religiösen Identitätskerns mit den Anforderungen des Lebens in modernen Gesellschaften zu vereinbaren.

Was das Judentum als Kultur angehe, würden dessen religiöse Besonderheiten auf die folgende Weise zu dessen Kontinuität beitragen:

  • Die spezifisch jüdische Verbindung aus religiöser Praxis, geteilter Geschichte und Betonung von historischer Erinnerung sowie Glaube schaffe starke Bindungen und errichte zudem Grenzen, die der Assimilation von Juden in andere Kulturen entgegenwirkten. Je ausgeprägter diese Grenzen seien, desto höher seien die Hürden für eine Anpassung an eine umgebende fremde Kultur und somit für eine Auflösung der eigenen Kultur. Dies beträfe auch säkulare Kultur moderner Gesellschaften. Druck von außen könne solche Bindungen noch weiter stärken.
  • Das Judentum habe zudem starke Bindungen durch seine Funktion als Solidargemeinschaft geschaffen, die insbesondere in schwierigen Zeiten zuverlässig funktioniere und der Auflösung von Bindungen entgegenwirke.
  • Weiterhin sei es im Vergleich zu anderen Religionen eine Stärke des Judentums gerade unter den Bedingungen der Moderne, dass es Zugehörigkeit stark über kulturelle Praxis definiere und weniger stark über Glauben. Bindungen an das Judentum könnten so auch dann aufrechterhalten werden, wenn eine Person nicht oder nur schwach gläubig sei. So könne man sich auch aus der rationalen Einsicht heraus, dass die eigene Zukunft davon abhänge, zum Judentum bekennen. Wald betont dabei, dass Eliten im Judentum häufig über eine starke Glaubensbindung verfügen würden und nicht nur aus rationalen Erwägungen daran festhielten.
  • Das Judentum stärke zudem Bindungen durch die Vermittlung eines besonderen Sendungsbewusstseins bzw. eines historischen Auftrags. Dies gebe der eigenen Kultur einen Sinn, der über ihren bloßen biologischen Fortbestand hinausreiche. Eine Stärke des Judentums sei zudem seine ausgeprägte Betonung von historischer Erinnerung. Die in der Gegenwart ggf. geforderten Opfer fielen leichter, wenn man sich der Tatsache bewusst sei, dass man Teil einer Kette von Generationen sei, die häufig noch größere Opfer gebracht und größere Herausforderungen zu bewältigen gehabt hätten.

Progressive religiöse Strömungen, die eigene Besonderheiten weniger stark betonen, seien als Träger kultureller Kontinuität Wald zufolge ungeeignet, da sie sich langfristig an ihre Umfelder anpassen und dadurch auflösen würden. (ts)

8 Kommentare

  1. Lieber ts,
    dieses Problem haben nicht nur die Europäer. In den USA wollten sich bis vor wenigen Jahrzehnten alle zumindest äußerlich den weißen protestantischen Angelsachsen angleichen. Dies gelang als ersten und nach harten gesellschaftlichen Kämpfen den katholischen Iren, den Deutschen, Skandinaviern und Juden, etwas später den Italienern, Polen und anderen Osteuropäern. Wie nicht nur Huntington beklagte, sind die USA inzwischen kein Melting Pot mehr, die Latinos sind sogar von der Stufe „nichtassimilierbar“ in die Stufe „nichtintegrierbar“ abgerutscht und auch die Afroamerikaner haben sich weiter von WASP entfernt, als sie noch in den 1970ern/1980ern waren. Eine Integration der amerikanischen Muslime, Sikh und Hindus erscheint wenig wahrscheinlich.
    Die zerstörerischen Philosophien des 20.Jh. haben ihre Arbeit auf beiden Seiten des Atlantiks vollbracht. Paradoxerweise leben wir in einer zuerst europäisierten und dann amerikanisierten Welt, in der die Europäer und Amerikaner jetzt unterzugehen drohen.

  2. Ein interessanter Artikel, der allerdings eine wichtige Selbstverständlichkeit nur indirekt erwähnt – nämlich die Deckungsgleichheit von jüdischer Religion und jüdischem Volk.
    So regeln die jüdischen Regeln – etwa in der Thora – ja auch diverse profane Dinge der jüdischen Abstammungsgemeinschaft. Das reicht dann vom Essen bis zur Wahl des Ehepartners.
    Zitat: “ … eine Stärke des Judentums gerade unter den Bedingungen der Moderne, dass es Zugehörigkeit stark über kulturelle Praxis definiere … “

    In diesem Punkt ähnelt das jüdische Gesetz dem Islam, nur das der Islam eben nicht ethnisch begrenzt ist.

    Die Verbindung von Religion und Ethnie unterscheidet das Judentum massiv von international denkenden Religionen wie Christentum, Buddhismus und Islam.

    Die Überlebensfähigkeit des Judentums liegt m. E. in seiner Kombination von bewusst gepflegter Abstammungsgemeinschaft und der nur für diese Gruppe typischen Religion.
    Ich bezweifle, dass das Judentum als reine Religion, als Nur-Religion, eine vergleichbare Beständigkeit gehabt hätte.

    Der von ts im letzten Satz formulierte Gedanke …

    „Progressive religiöse Strömungen, die eigene Besonderheiten weniger stark betonen, seien als Träger kultureller Kontinuität Wald zufolge ungeeignet, da sie sich langfristig an ihre Umfelder anpassen und dadurch auflösen würden.“

    … greift diesen Zusammenhang ebenfalls auf. Zu diesen „progressiven Strömungen“ dürfte aber das Christentum gehören … ! So alt es ist, so sehr ist es doch seit Paulus´ Tagen universal und überethnisch orientiert.
    Allerdings gibt es durchaus Länder, in denen das Christentum mit der Zeit eine stärker landestypische Färbung angenommen hat: am meisten gewiss in Griechenland, Serbien und Russland, in abgeschwächter Form vielleicht auch in Polen, Irland und Spanien.

    • @Waldgänger
      Einige Thesen dazu meinerseits:
      Es deutet m.E. einiges darauf hin, dass Religion ein ursprünglicheres Phänomen ist als Völker. Die größte natürliche Abstammungsgemeinschaft scheint die Großfamilie bzw. der Stamm zu sein. Völker sind meist Zusammenschlüsse von Stämmen, die ein einigendes Element benötigen, damit ein Volk aus ihnen entsteht. Man erkennt dies u.a. an der Geschichte der Deutschen, die als Volk erst entstanden, als das Christentum unter den Führungen der verschiedenen Stämmen so verbreitet war, dass auf seiner geistigen Grundlage ein Zusammenschluß gelang. In der Forschung über die Zeit König Heinrichs I. (876-936) sowie die der darauf folgenden Herrscher findet sich einiges über die Rolle des Christentums bei der Nationenbildung der Deutschen.
      Man erkennt dies auch beim Judentum: Dieses ist ethnisch wesentlich inhomogener als fast alle europäischen Völker. Von zentralasiatischen Khazaren über sehr europäisch geprägte aschkenasische Juden oder orientalisch geprägte sephardische Juden bis hin zu Äthiopiern umfasst das Judentum Menschen aus vielen Abstammungsgemeinschaften, was auch innerhalb des Judentums ethnische Bruchlinien schafft, die durch religiöse Homogenität hinreichend geschlossen werden können.
      Auch hier hat offenbar nicht ein Volk eine Religion geschaffen, sondern die Religion hat das Volk geschaffen. Wo diese Religion verloren geht, zerfällt nach einiger Zeit in der Regel auch das aus ihr entstandene Volk, bzw. im Fall Europas die aus ihr entstandenen Völker.

      • Gänzlich irrelevant sind andere Faktoren wie gemeinsamer Sprache, Herkunft etc. jedoch nicht. Die Entstehung des Judentums liegt zwar im Dunkeln, aber es scheint doch aus benachbarten Stämmen entstanden zu sein, während die aufgeführten anderen Gruppen erst später abzweigten oder assimiliert wurden.
        Auch im Fall Europas hat die bis ins 16. Jahrhundert geteilte Religion zudem nicht dazu geführt, dass ein europäisches Volk entstanden wäre, ausgenommen ggf. Ansätze dazu im Adel.

      • @ ts

        Gewiss, praktisch alle Völker sind ethnisch nicht völlig homogen und mehr oder weniger gemischt.
        Und sicherlich haben sich auch die bereits vor Christi Geburt ausgewanderten oder deportierten Juden mit Einheimischen gemischt – etwa in Ägypten oder Mesopotamien.
        Dass die Juden eine b e s o n d e r s große ethnische Inhomogenität aufweisen soll, ist mir indessen ziemlich neu und ich kann dem nicht folgen.

        Veröffentlichungen über genetische Untersuchungen weisen auf das Gegenteil hin, nämlich eine gemeinsame Abstammung bei nur unbedeutender Missionstätigkeit.
        Etwa hier: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7637

        Andere Untersuchungen belegen auch eine ausgeprägte genetische Verwandtschaft der heutigen Angehörigen der jüdischen Priesterkaste, die sich ja bekanntlich auf Aaron zurückführt.
        Hier: http://www.zeit.de/1997/04/Biblische_Gene/komplettansicht

        Es erscheint mir auch unwahrscheinlich, dass eine in die Diaspora vertriebene Gruppe in größerem Maße Konvertiten gewinnen kann. Schließlich dürfte ja jedem Konvertiten klar gewesen sein, dass er damit Teil einer Randgruppe werden würde – egal ob im frühmittelalterlichen Herrschaftsgebiet der Moslems oder im hochmittelalterlichen Europa.
        Schon im römischen Reich hatten die Juden nach den gescheiterten Aufständen nicht gerade eine populäre Stellung; nach Kaiser Konstantin verschlechterte sie sich zusätzlich.

        ***

        Dass das Christentum im Mittelalter ein einigendes Band für die germanischen Stämme wurde, ist sicherlich richtig. Ja, man kann die frühen Deutschen des Mittelalters sogar eben so definieren:
        Jene germanischen Stämme (in Kontinentaleuropa), die christianisiert worden waren und die sich nicht dauerhaft als Minderheit in einem romanisch geprägten Umfeld befanden wie z.B. die Langobarden.

      • „Auch hier hat offenbar nicht ein Volk eine Religion geschaffen, sondern die Religion hat das Volk geschaffen.“

        Die Religion diente bestenfalls als einigende Klammer dazu, die eigene, typische und mit anderen Völkern wenig kompatible Spiritualität aus dem Seelisch-Unbewußten an die historische Oberfläche zu heben. Warum diese Einigung mit der ursprünglichen germanischen Religion nicht zustande kam, liegt vermutlich an der fehlenden politischen Komponente derselben, während das Christentum im antiken, nach heutigen Maßstäben vergleichbar zivilisierten Europa von Anfang an Züge einer Sozialideologie trug und politisch verfaßt war. So lag die Annahme des Christentums viel mehr auf der Ebene des politischen Kalküls. Die spirituelle Verfaßtheit, die „Form der Seele“ einer Ethnie – in diesem Falle der Germanen als einer lockeren, untergründigen ethnischen Einheit bzw. eines Kontinuums von Skandinavien bis zur Donau – bleibt davon indes völlig unberührt. Durch die Übernahme durch das Christentum wurden nicht die Germanen christlich, sondern das Christentum auf europäischem Boden germanisch. Das Christentum hat vielmehr geholfen, zutage zu fördern, was als latente Möglichkeit vorhanden war. Dem entsprechend wird man auf Grundlage des Christentums ebensowenig aus allzu verschiedenen Völkern eine Einheit schmieden können, wie es dem Islam etwa im Falle der Sunniten und Schiiten gelang, anhand welcher Trennung sich mit einer sekundären religiösen Begründung die ethnische Verschiedenheit der Araber und Perser manifestiert.

        Treffender wäre: Die Religion half, das Volk zu schaffen, welches daraus seine Religion schuf, die es definiert.

        Die Begegnung verschiedener Kulturen ist stets ein systematisches, aber unbewußtes Mißverstehen. Auf Grundlage einer äußerlich verfaßten Religion am günstigsten wäre, daß zwei verschiedene Völker bzw. Kulturen (z. B. Deutsche und Russen oder Abendländer und Russen) mit ihrer jeweils spezifischen Variante des Christentums einander als Verbündete begreifen, weil sie in den jeweils anderen etwas von sich selbst hineinlesen, ohne dessen abweichende Seinsart verstanden, geschweige denn sich vergegenwärtigt zu haben.

      • @Taurec
        Die nichtvorhandene Schriftkultur dürfte ebenfalls dazu beigetragen haben, dass keltische oder germanische Religionen keine nationenbildende Wirkung entfalteten, so wie es bei animistischen Religionen etwa im afrikanischen Raum heute noch der Fall ist.
        Zu Ihrem Satz, dass nicht die Germanen christlich sondern das Christentum germanisch wurde, und dass das Christentum geholfen habe, zutage zu fördern, was als latente Möglichkeit vorhanden war: Diese Aussage hat Anknüpfungspunkte an die katholische Sicht, der zufolge das Christentum nicht vorhandene Kultur aufheben, sondern sie vollenden solle und sich dazu inkulturiere. Es ist in diesem Zusammenhang durchaus erwünscht, dass das Christentum in Japan anders aussieht als in Deutschland oder in Mexiko.
        Ob die spirituelle Verfasstheit von Kulturen von religiösen Entwicklungen „völlig unberührt“ bleibt, wie Sie schreiben, ist m.E. aber eine offene Frage. Man müsste für eine Antwort mehr über die vorchristlichen Religionen wissen, als von diesen tatsächlich überliefert ist. Da es aber auf globaler Ebene deutliche kulturelle Unterschiede innerhalb des Christentums gibt, scheint es aber zumindest Aspekte dieser spirituellen Verfasstheit zu geben, die konstant sind.
        Persönlich habe ich aber den Eindruck, dass dies vor allem bestimmte Ausdrucksformen betrifft und nicht theologische Fragen. Während ein Zusammenhang zwischen Kultur, Ethnizität und Ausdrucksformen bei entsprechenden Vergleichen sehr deutlich erkennbar wird, scheint es keinen solchen Zusammenhang bei theologischen Fragen zu geben. Das Christentum kann somit auf theologischer Ebene universell angelegt sein, ohne dass es kulturelle Unterschiede aufheben oder einebnen müsste.

      • @Taurec
        Für Sie vielleicht noch interessant ist diese Beobachtung von Romano Guardini, einem der wichtigsten katholischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Er beschreibt die Integration germanischer Aspekte in das katholische Christentum in seinem Werk „Das Ende der Neuzeit“:

        Bedeutungsvoll für die mittelalterliche Geisteshaltung wird ferner der Einstrom des germanischen Wesens. Unter unserem Gesichtspunkt scheint für letzteres besonders die innere Dynamik, der Trieb ins Unbegrenzte charakteristisch, wie er sich religiös im Charakter der nordischen Mythologie und geschichtlich in der Rastlosigkeit der germanischen Wanderungen und Heerzüge ausdrückt. Dieser Trieb kommt auch innerhalb des christlichen Glaubens zur Geltung, und es vollzieht sich die gewaltige mittelalterliche Bewegung über die Welt hinaus.
        Sie ist nicht aus dem christlichen Gottesverhältnis allein zu erklären, denn die ersten Jahrhunderte kennen sie noch nicht. In ihnen wirkt die antike Selbstbescheidung nach und macht, daß die Erfahrung der überweltlichen Wirklichkeit Gottes sich mehr in der Form einer inneren Freiheit und einer Verantwortung für das Dasein zum Ausdruck bringt. Erst
        nachdem im Laufe der Völkerwanderung und der darauffolgenden Jahrhunderte das germanische Ferment den europäischen Raum durchsetzt hat, wird die neue Haltung frei. Sie steigt über die Welt hinaus zu Gott empor, um sich von Ihm her zur Welt zurückzuwenden und sie zu formen.
        Hinzu kommt der ebenfalls germanische Drang zum Allumfassenden und Ganzen; der Wille, die Welt zu umspannen und zu durchdringen. So versteht man, wie die Konstruktion des Mittelalters, das System seiner kosmischen und existentiellen Ordnungen entstehen konnte.

        Ihr Gedanke über die Germanisierung des Christentums ist aus katholischer Perspektive also keinesfalls exotisch oder kontrovers. Man kann das Christentum kulturell als die Synthese der stärksten Elemente der nichtchristlichen Kulturen verstehen, denen es begegegnet ist. Anders als der Islam zerstört das Christentum nicht das Vorgefundene und ersetzt es durch arabische Kultur, sondern es vollendet und erweitert es. Griechische Philosophie und römisches Ordnungsdenken und viele andere Dinge, die durch das Christentum Eingang in den deutschen Kulturraum gefunden haben, haben diesen so keinesfalls überfremdet, sonder tatsächlich bereichert.

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