Erzbischof Ludwig Schick: Migranten müssen die gewachsene Kultur Europas anerkennen

Caspar David Friedrich - Abtei im Eichwald (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat im Zusammenhang mit dem islamischen Hintergrund vieler Migranten in Europa an deren Pflicht erinnert, die gewachsene Kultur in den Aufnahmeländern anzuerkennen. Zudem rief er erneut zu Wachsamkeit auf, „damit sich niemand als Flüchtling ausgeben kann, der keiner ist und anderes im Schilde führt“. Außerdem rief er zu einer stärkeren Differenzierung zwischen Migration und Flucht in der öffentlichen Debatte, zur humanen Durchführung von Rückführungen sowie zu einem menschlichen und unpolemischen Umgang mit Flüchtlingen und Migranten auf.

Hintergrund

Bereits im April 2017 hatte Erzbischof Schick mehr Wachsamkeit gegenüber islambezogenen Herausforderungen und Migration nach Deutschland und Europa angemahnt.

  • Deutschland und Europa müssten „wachsamer werden, was die Einwanderung angeht und wachsamer werden, was die Rückführung in die Länder angeht. Viele Terroristen, die tätig waren, waren schon bekannt und sind nicht zurückgeführt worden.“
  • Erzbischof Schick forderte zudem eine stärkere Steuerung von Zuwanderung nach den Erfordernissen des Gemeinwohls. Wer bestimmte Grenzen nicht beachte, „der kann auch nicht in dieser Gesellschaft leben“.
  • Christen sollten außerdem im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Lage einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der entsprechenden Herausforderungen leisten. „Ein Stück christliches Abendland muss auch wieder aufwachen und entsprechend die Menschen führen und nach den Maßstäben des Evangeliums leiten – das ist unsere Aufgabe im Augenblick.“

Erzbischof Schick bezieht sich in seinen Äußerungen auf die im Katechismus der Katholischen Kirche festgehaltene Position. Ein Gemeinwesen solle demnach seinen Möglichkeiten gemäß im Rahmen seiner Verpflichtung zur Sicherstellung des Gemeinwohls auch Fremden in Not helfen. Ein Migrant hätte als Gast jedoch auch Pflichten gegenüber seinen Gastgebern, etwa „das materielle und geistige Erbe seines Gastlandes dankbar zu achten, dessen Gesetzen zu gehorchen und die Lasten mit zu tragen.“ (ts)