Migrationsforscher Ruud Koopmans: Hohes Gewaltpotential unter Muslimen

Unbekannter Künstler - Belagerung und Entsatz der Stadt Wien im September 1683 (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Der Migrationsforscher Ruud Koopmans ist Professor für Soziologie und Migration an der Humboldt-Universität zu Berlin und zudem am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) tätig. Im Rahmen seiner Forschung hat er unter anderem Gewaltpotentiale unter Muslimen weltweit untersucht. Demnach seien mindestens 50-140 Millionen der volljährigen Muslime weltweit als gewaltbereit einzustufen.

Insgesamt weise mindestens die Hälfte der volljährigen Muslime weltweit islamistische Einstellungen auf und bilde dabei ein Umfeld, das gewaltbereite Akteure unterstütze oder ihnen Rückzugsräume schaffe.

Grundlage von Koopmans Darstellungen sind neben seinen eigenen Studien diverse Erhebungen, die weltweit die Einstellung von Muslimen zur Anwendung von Gewalt gegen Nichtmuslime erfragt haben. Die angegebenen Zahlen würden dabei laut Koopmans Untergrenzen für das tatsächliche Gewaltpotential darstellen, da einige gewaltbereite Muslime in Umfragen zum Schutz vor möglicher Strafverfolgung ihre tatsächliche Gewaltbereitschaft verschwiegen haben dürften.

Unwillen der Integrationsforschung zur Auseinandersetzung mit islambezogenen Herausforderungen

Koopmans zufolge stoße er seit Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse in Deutschland auf „selektives Schweigen“ seitens der Medien und anderer Forscher. Er stelle „eine extreme Intoleranz in der Integrationsforschung gegenüber abweichenden Meinungen“ sowie „ein totales Desinteresse an Forschungsbefunden, die nicht ins eigene Denkschema passen“ fest. Seine Arbeit werde dabei in der Regel nicht inhaltlich kritisiert, sondern der Vorwurf erhoben, sie sei politisch nicht hilfreich.

Steigendes Risiko gewaltsamer Konflikte durch muslimische Zuwanderung

Überträgt man die von Koopmans angegebenen Zahlen auf die seit 2015 aus Räumen mit häufig besonders hohen Zustimmungswerten zur Anwendung von Gewalt gegen Nichtmuslime stammenden irregulären muslimischen Migranten, dann dürfte seitdem zusätzlich zum bereits präsenten Gewaltpotential eine sechsstellige Zahl von gewaltbereiten Muslimen nach Deutschland und Europa zugewandert sein.

Bei diesen Personen handelt es sich überwiegend um junge Männer in besonders handlungsfähigen Altersgruppen. Mittel- bis langfristig dürfte daher das Risiko eines gewaltsamen Verlaufs möglicher Konflikte zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Europa entsprechend zunehmen. Dies gilt vor allem dann, wenn sich der Trend der ausbleibenden Assimilation und Integration eines signifikanten Anteils der Muslime in Europa fortsetzt, was angesichts des verstärkten Zustroms von Migranten mit besonders ungünstigen Voraussetzungen hierfür wahrscheinlich ist. (ts)