Gertrud von le Fort: Das Geheimnis der versiegenden Quellen

Thomas Cole - The Course of Empire - Desolation (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Gertrud von le Fort (1876-1971)  gilt als eine bedeutendsten katholischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie stand dem „Renouveau catholique“ nahe; einer im 19. Jahrhundert in Frankreich als eine der Antworten auf moderne Ideologien entstandenen kulturellen Erneuerungsbewegung. Diese umfasste im 20. Jahrhundert Autoren aus weiten Teilen Europas, auf die hier noch näher eingegangen werden wird und z.T bereits wurde. Dazu gehören etwa Georges Bernanos, Charles Péguy, Léon Bloy, Romano Guardini, T.S. Eliot, G.K. Chesterton, Nikolai Berdjajew oder Hilaire Belloc.

Ein wesentliches Thema im Werk le Forts ist die Krise Europas und die Frage nach ihren geistigen Ursachen.

Le Fort gehört dabei zu den Stimmen, die Religion als Kern von Kulturkreisen bzw. Hochkulturen betrachten und in der Abwendung von Religion die Ursache für deren Zerfall sehen:

Das Geheimnis, um das es hier geht, aber ist: Daß man mit der Aufopferung Gottes auch die Welt opfert, daß der Verrat an der Religion den Verrat an der Kultur nach sich zieht, nach sich ziehen muß. Die abendländische Kultur wird genau so lange leben wie die abendländische Religion.

Dieser kulturtheoretischen Annahme zufolge ist Kultur der dynamische Versuch, eine im Transzendenten verortete Vorstellung heiliger Ordnung in soziale Ordnung und entsprechende Werke umzusetzen. Nur Religionen könnten demnach den geistigen Referenzrahmen hervorbringen, aus dem höhere Kultur geschaffen wird und auf dessen Ziele sie hinwächst. Die Abwendung von der Religion bzw. der ihr zugrundeliegenden Vorstellung des Transzendenten entziehe einer Kultur die Grundlage und führe zu ihrer Auflösung. Es gebe zudem keine einzige nachweisbare Hochkultur, die als Zweckgemeinschaft oder aus materiellen Nutzenerwägungen heraus entstanden sei. Zudem sei keine dauerhafte multikulturelle oder multireligiöse Gesellschaft möglich, da solche Gesellschaften nicht über ein gemeinsames geistiges Zentrum verfügen somit zerfallen müssten.

In der den meisten modernen Ideologien zugrundeliegenden Abwendung von der christlichen Tradition Europas sah le Fort dementsprechend die Ursache der Krise Europas, und sie schieb u.a. über Deutschlands in Folge dieser Abwendung „zerstörtes Antlitz, vom Hauche des Abfalls / Unkenntlich gewordenes“.

Dieser Gedanke findet sich auch in einem ihrer bekanntesten Gedichte wieder:

Gott, du kennst das Geheimnis!
Du weißt, warum ein blühendes Land verdorrt,
Du weißt, warum uralt-heilige Tore sich schließen,
Du kennst das dunkle Gesetz des fallenden Sterns,
Und wenn der Ruhm eines ganzen Jahrhunderts erlischt
Wie eines einzigen Tages
Vorübervolles Erglänzen,
Wenn eines Jahrtausends Stimme plötzlich verstummt,
Als wärs eines kleinen Vogels abendliches Gezwitscher –
Du kennst das Geheimnis, Gott,
Du kennst das Geheimnis
Unsrer versiegenden Quellen.

Wieder zu den Quellen zu finden ist eine Voraussetzung jedes Vorhabens, das sich über die Bewältigung einzelner Symptome hinaus wirksam mit Herausforderungen auseinandersetzen will, die sich aus dem Zerfall einer Kultur ergeben.

6 Kommentare

  1. Ein sehr lohnender Ansatz, den auch Meister @ G. Wheat wird nicht so einfach widerlegen können. Insbesondere auch deshalb nicht, weil es hier um zeitliche Dimensionen geht, die weit über unsere viel zu kurzen Erfahrungen mit atheistischen oder gar religionsfeindlichen Gesellschaften hinausgehen. 50 oder 100 Jahre sind da zu wenig.

    Die weltweit einzigen längeren Versuche einer dauerhaft atheistischen Kultur waren bisher die Sowjetunuion und in eingeschränktem Maße China – und heute die „Eine Welt“ des Westens.

    In Russland hatten die Revolutionäre keinen nachhaltigen Erfolg … !
    Auch schon seltsam, wie etwa die russisch-orthodoxe Kirche nach jahrzehntelangen Ausmerzungsversuchen heute wieder da ist …

    China deshalb eingeschränkt, weil sie dort mit der schleichenden Einführung der Marktwirtschaft seit den 1980er Jahren auch andere konfuzianistische Traditionen wieder zugelassen haben.
    Auch die Mongolen bauen die buddhistischen Anlagen wieder auf.

    Und der Westen? Nun, mit seinem atheistisch-zivilreligiösen Experiment sieht es heute bereits nach wenigen Jahrzehnten – weniger Jahrzehnte als seinerzeit in Russland (!) – auch nicht gerade gut aus …

    „Nur Religionen könnten demnach den geistigen Referenzrahmen hervorbringen, aus dem höhere Kultur geschaffen wird und auf dessen Ziele sie hinwächst.“
    Materielles ist wichtig, aber nicht allein ausreichend.
    Und ja, so ist es:
    „Es gebe zudem keine einzige nachweisbare Hochkultur, die als Zweckgemeinschaft oder aus materiellen Nutzenerwägungen heraus entstanden sei.“

    Richtig auch:
    „Zudem sei keine dauerhafte multikulturelle oder multireligiöse Gesellschaft möglich, da solche Gesellschaften nicht über ein gemeinsames geistiges Zentrum verfügen somit zerfallen müssten.“
    Man denke nur an die Krise des römischen Reiches, die ab etwa 250 n. Chr. auch mit der nicht mehr verbindenden chaotischen Vielfalt diverser Erlösungskulte, Religionen und Sekten einherging.

    ***************

    Soweit, so gut.
    Die für mich wichtigere Frage ist leider(!), ob das Christentum in jener antiquierten und theologisch erstarrten Form, wie sie die Kirchen pflegen, hierfür noch geeignet ist und genügend Reformpotential hat.
    Doch was haben wir sonst … ??

  2. Was anderes als Religion sollte dem Menschen und der ihn umgebenden Gemeinschaft denn auch seelische Stabilität und ethische Orientierung geben ? Von einer christlichen Orientierung zehrten wir hier im Westen noch bis vor einigen Jahrzehnten. Ganz im Ernst: mittlerweile ist es nicht mehr leicht, den Leuten überhaupt zu vermitteln, dass etwa Sex mit Tieren oder andere Perversionen sexueller oder psychischer Natur abscheulich, eben ethisch absolut verwerflich sind. Wo keine transzendente, fraglose Moral mehr existiert, gehen einem da schlicht die Argumente aus. Das Ergebnis sind „Dämonen“ aller Art.

    Über das „ob“ müssen wir auch gar nicht diksutieren, religiöse Indifferenz ist nur von gewisser Dauer, wenn etwa der kollektive materielle Wohlstand einigermaßen gewährleistet ist und es eine allgemeinegültige Ersatzreligion gibt und das Wertefundament der alten Religion noch vorhanden ist. Wenn das alles wegbricht – und danach sieht es „aber sowas von“ aus – wird sich der Heißhunger der Europäer auf Religion seine Befriedigung suchen, oft im Islam, meist aber wohl gerade in seinem Gegenteil.

  3. Etwas off-topic, aber das große Thema dieses Blogs betreffend möchte ich folgende Frage stellen:

    In einer Diskussion mit einem Liberalen führte dieser folgendes Argument auf, warum die Verwirklichung einer liberalen Gesellschaft eine ethische Pflicht für jedermann sei:

    Und zwar könne man der Aussage „Der Mensch ist frei“ nicht sinnvoll widersprechen, da man dabei selbst die Freiheit in Anspruch nehmen würde eben dies zu tun.

    Wer die menschliche Freiheit beschneiden will, begeht also einen sog. „performativen Selbstwiderspruch“.

    Wenn man Vernunft als moralbegründende Größe sieht, folgt daraus also die moralische Pflicht, für eine Gesellschaftsordnung einzutreten, deren Zweck die maximale Freiheit jedes Einzelnen ist, also Liberalismus.

    Ich konnte dieser Argumentation auf den ersten Blick nichts entgegensetzen.

    Natürlich kann man sagen, dass derlei Überlegungen irrelevant seien, was sie angesichts der Realität, die sich nicht um sie schert, ja auch sind.

    Aber sie entfalten als geistiges Zersetzungsintsrument auch eine eigene Wirksamkeit und sollten deshalb nach Möglichkeit widerlegt werden.

    Ist obiges Argument den Autoren oder Kommentatoren hier schon einmal untergekommen und was würden sie ihm entgegnen?

    • @Zweifler
      Da sind m.E. einige philosophisch nicht unproblematische Aussagen drin:

      – Der Mensch ist seiner Natur nach ein Gemeinschaftswesen, was seine Freiheit im allgemeinen Verständnis des Begriffs deutlich einschränkt. Wenn der Liberale sagt „der Mensch ist frei“ meint er also eigentlich: „Der Mensch sollte möglichst wenig äußeren Zwängen und Abhängigkeiten in der Gestaltung seines Lebens unterworfen sein“. Hier überschätzt der Liberale aber die Natur des Menschen als Mängelwesen. Zur Entfaltung seiner besseren Seite braucht der Mensch Erziehung, Regeln, Struktur etc., die von manchen Liberalen als unangemessene Einschränkungen abgelehnt werden, aber für ein gelungenes Leben objektiv notwendig sind.

      – Dass die Vernunft liberale Moral begründen bzw. zu ihr führen würde, ist m.E. eher Wunschdenken. Auch eine gänzlich illiberale Moral könnte man gut mit der Vernunft begründen und das z.T. besser als eine liberale Moral. Warum sollte man angesichts der objektiven Ungleichheit von Menschen etwa Sklaverei moralisch ablehnen, wenn man nur auf Grundlage der Vernunft argumentiert? Die meisten Liberalen machen sich etwas vor, wenn sie letztlich eine irgendwie noch christliche Moral begründete übernehmen und meinen, sie ohne ihre Grundlage aufrechtzuerhalten zu können. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich nicht, dass man durch Anwendung der Vernunft nicht zu moralischen Aussagen kommen oder diese weiterentwickeln könne. Jede Moral beruht aber letztlich auf Annahmen, die nicht vernunftmäßig hergeleitet werden können. Das gilt auch für eine Vernunftmoral.

      Das alles bedeutet wiederum nicht, dass Liberalismus als politische Ordnungsvorstellung nicht seine Stärken hätte. Er stößt nur aber dort an seine Grenzen, wo er eine Weltanschauung sein will.

  4. @Zweifler

    Diskussionen mit „Liberalen“ oder generell jenen, die per Selbstdefinition Kartoffelbrei als Denkinstrument einsetzen können Sie nur bedingt mit Logik begegnen. Der prinzipielle Verlauf einer solchen Diskussion ist der stetige Versuch, sich hinter abstrakten oder nicht belegbaren Begriffen zu verstecken, die nichts weiter als einen Zirkelschluss darstellen. Wenn das nicht klappt, kommen Meta-Argumente vom Schlage des „aber die meisten Denken…“ oder emotionaler Apell wie „das ist Böse..“, meistens in Kombination mit scheinbar moralischen Zitaten, die medien- und bildungswirksam über die Jahre hinweg akzentuiert worden sind.
    Wenn Sie wissen möchten, wie Idioten ihre vermeintlich logischen Argumente geschickt aufstellen, um den Anschein zu erwecken, dass sie im Recht sind, dann befassen Sie sich mit „Eristische Dialektik“ oder Rabulistik. Es geht diesen Menschen nämlich einzig und allein ums augenscheinliche Rechthaben.

    Um auf Ihr Beispiel einzugehen:

    Ihr Diskussionspartner, nennen wir ihn fortan einfach Schlangenzunge, hat Begriffe wie „Freiheit“ benutzt, die vielfältig interpretierbar sind, aber trotzdem keine inhärente Definition besitzen. Die einzige Definition die solche Begriffe aufweisen können, entspringen sozialen Normen und Auslegungen in ebenso unscharfen Kontxten, in denen sie entstehen. Das ermöglicht Schlangenzunge den Begriff sehr variabel einzusetzen; in Ihrem konkreten Fall als eine nicht hinterfragbare Prämisse, um Liberalismus zu unterstützen, welcher ebenfalls ein sehr abstrakter Begriff der politischen Ideengeschichte darstellt.
    Der Widerspruch, den er angeblich sieht, ist an sich ein sog. Strohmann und Zirkelschluss zugleich: er definiert jedwede Handlung als „Freiheit“ und zugleich jede Handlung, die diese „einschränkt“ als Beweis für die Existenz jener. Genau genommen widerspricht er sich selbst, während er versucht Ihnen klar zu machen, dass Sie sich widersprechen. Schlangenzunge.

    Das einzige was ich Ihnen auf die Schnelle empfehlen kann ist, die Diskussion schnell vom Abstrakten ins Konkrete zu lenken. Wenn jemand solche schwammigen Begriffe wie in Ihrem Beispiel einsetzt, dann bitten Sie um eine konkrete Definition und Sie werden schnell merken, dass je konkreter (näher an Logik und Nachprüfbarkeit) es wird, desto schwieriger wird es Schlangenzunge fallen, sich zu artikulieren. Der Grund hierfür liegt darin, dass die meisten „Liberalen“ nur auf eine hohen Abstraktionsebene „Logik“ aufbauen können.

    P.S.: Den Begriff „performativen Selbstwiderspruch“ gibt es nicht. Es gibt entweder einen Selbstwiderspruch oder einen performativen Widerspruch. Das sagt schon so ziemlich alles über diesen Zungenakrobaten aus.

  5. „Und zwar könne man der Aussage „Der Mensch ist frei“ nicht sinnvoll widersprechen, da man dabei selbst die Freiheit in Anspruch nehmen würde eben dies zu tun.“

    Widerspruch ist leicht möglich: Erkenne die (unausgesprochenen) Axiome, Denkvoraussetzungen einer Aussage und hinterfrage deren Gültigkeit.

    Und das 1. Axiom lautet hier: Moral habe für alle gleich zu gelten.

    So ein Unfug! Im Innenverhältnis erwarte ich von meiner Nichte hohe moralische Anfordungen gegenüber mir und der ganzen Familie, die ich ihr gegenüber ebenfalls biete. Von Abdul erwarte ich sie nicht, fordere sie nicht – UND GEWÄHRE SIE NICHT!
    Weshalb sollte ich das tun. Moral hält die Familie als Institiution am Laufen! Und ein Volk, eine Armee, einen Staat.

    Moral hat immer einen Zweck. Da wo Konkurrenz die grundlegende Situation ist, greift bestenfalls eine Minimalmoral. Und zwar überhaupt nur, wenn zu erwarten steht, daß ein Konkurrent morgen vielleicht ein Verbündeter oder Do-ut-des-Vertragspartner sein kann. Minimalmoral ist alleine dadurch getragen, Maximalmoral von einer Notwendigkeit der Kooperation. Homogenität im Sein, läßt Homogenität, also die Gleichgerichtetheit der Interessen erwarten. Homogene haben wahrscheinlich homogene Interessenlagen. Da wo Inhomogenität besteht, besteht aller wahscheinlichkeit auch keine homogene Interessenlage.

    Die axiomatische Allgemeingültigkeit ist doch auch in der Realität schon absurd. Reale Freiheit gewähre ich einem Sklaven nicht. Einem Gefängnisinsassen auch nicht.

    Das nächste Axiom betrifft die Aussage der Mensch sei frei. Entweder handelt es sich um eine IST-Aussage. Ob ein Mensch aber real frei ist, ist eine empirische Frage, die überhaupt erst mal angegangen werden muß. Es steht nach allgemeiner Lebenserfahrung nicht zu erwarten, daß bereits alle Menschen zur freien Entscheidung befähgt sind. Wohl eher nur die Wenigsten.

    Handelt es sich um eine normative Aussage, so stellt sich die primitive Frage, wer die Macht hat, mich einer solchen Norm zu unterwerfen, die zudem noch universalistisch ist. Das ist ja geradezu lachhaft. Das kann ja noch nicht einmal der Staat.

    Verbleibt, ich solle es aus mir selbst heraus wollen müssen, daß alle Manchen frei zu sein haben. Das ist so primitiv kantianisch, daß es selbst eines Halbgebildeten nicht würdig ist. Idiotische Zirkelschlüsse. Ganz im Gegenteil: Ich hoffe, Nordafrika würde in ein sicheres Hochsicherheitsgefängnis verwandelt. Oder es gäbe mehr Haie im Mittelmeer. Leider Wunschtraum.

    Wer in Fragen von Moral – UND ETHIK – nicht in Innen und Außen sowie in Zweck und Interesse unterscheidet, kann auf seinem „F“iloso“f“ischen Sofa gerne weiter im Trüben fischen.
    Der „Nafri“, der sich auch nur im Geringsten an ein Familienmitglied heranwagt, erhielte nicht ein Hunderstel der Gnade, die ein Familienmitglied bei entsprechender Nichtigkeit, beispielweise eines rüden Anfassens, was unter Kindern gängig ist, erhalten würde. Der Satz kann, statt im Konditional, auch im Präteritum geschrieben werden und wird dann erst wahr.

    Diese zirkelschlüssige Selbstbefriedung ist Angesichts der Realität im Übrigen ekelerregend. Und statt aller gedanklichen Entgegnung könnte man es also auch einfach so sagen: Der entsprechende Gesprächspartner hat leider vefehlt darzulegen, weshalb er frei sein oder bleiben sollte. Gulags waren nämlich durchaus eine zweckmäßige Lösung.

    Ich habe keine Freunde mehr, die noch so „denken“. Dafür ist die Zeit zu weit fortgeschritten. Wer bis heute den Knall noch nicht gehört hat, steht auf der anderen Seite. Menschlich.
    Und ich lehne rundheraus ab, irgendjemand von irgendwas zu überzeugen. Wer von der direkt wahrnehmbaren Realiät nicht überzeugt wird, den überzeuge ich sowieso von gar nichts.
    Es gibt davon übrigens Ausnahmen: Diejenigen, die entschieden Handeln, obwohl sie sich wankend äußern. Auf wen ich mich seit Jahrzehnten blind verlassen kann, der kann sich seit Jahrzehnten auf mich blind verlassen. Dann ist mir die Unfähigkeit die Realität klar zu beurteilen Vierfünftel egal.

    Alle anderen: Abhaken. Für Party-Einladungen gibt es Ausreden.

    _____

    Auch heute wieder: In einer großen ehemals deutschen Stadt gegen Mittag, unter Hunderten nur zwei einzelne, die äußerlich irgendwie meinesgleichen zu sein schienen, beide etwa 65 bis 70, einer norddeutsch-adeliges Draufgänger-, der andere Süddeutsch-verwegenes Erscheinungsbild. Senkt man die äußerlichen Anforderungen, dann kommen noch zwei „Konsumenten“ dazu, dunkelblond, meine Größe, etwa 25 und McFit-Figur mit Klamotteneinkaufstüte und 50-Euro-Frisuren.

    Das wars. Etwa fünf deutsche Frauen.

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